Niedersächsische Staatskanzlei klar

Deutscher Schulpreis erneut nach Niedersachsen: Elisabeth-Selbert-Schule aus Hameln ausgezeichnet – Weil und Heiligenstadt gratulieren

Bereits im zweiten Jahr in Folge hat eine niedersächsische Schule den Hauptpreis beim Deutschen Schulpreis gewonnen: In Berlin wurde am (heutigen) Montag die berufsbildende Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln als „Schule des Jahres 2017" ausgezeichnet. Während einer feierlichen Verleihung überreichte Bundeskanzlerin Angela Merkel den mit 100.000 Euro dotierten Preis, den die Robert-Bosch-Stiftung gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung im Jahr 2006 ins Leben gerufen hat.

Die Elisabeth-Selbert-Schule Hameln ist eine Berufsbildende Schule mit drei Standorten in Trägerschaft des Landkreises Hameln-Pyrmont, die von Gisela Grimme geleitet wird. Rund 2000 Schülerinnen und Schüler aus 34 Nationen werden in den Berufsfeldern Agrarwirt­schaft, Ernährung, Gesundheit/Soziales, Hauswirtschaft, Körperpflege, Sozialpädagogik und Sozialpflege unterrichtet. Vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur können sie hier jede Art von Schulabschluss erreichen. Durch die Teilnahme am Modellversuch „Projekt Regionale Kompetenzzentren" und die vollständige Umsetzung der Zielsetzungen hat sich die Hamel­ner Schule in den vergangenen Jahren vorbildlich entwickelt.

Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil war zum Finale des Wettbewerbs nach Berlin gekommen, um allen drei für den Hauptpreis nominierten niedersächsischen Schulen seinen Respekt und Dank für ihr Engagement auszudrücken. Neben der Selbert-Schule hatten auch die berufsbildenden Schulen Osterholz-Scharmbeck so­wie das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium aus Osnabrück Chancen auf den Hauptpreis. Beide Schulen erhiel­ten Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro.

Weil gratulierte in Berlin der Hamelner Delegation aus Schulleitung, Lehrkräften und Schü­lern: „Dass erneut eine niedersächsische Schule als beste Schule Deutschlands ausge­zeichnet wird, freut mich sehr und ist bemerkenswert. Das ist ein großartiger Erfolg für die Schule, aber auch schön für das Land Niedersachsen. Ich habe die Schule vor einigen Wo­chen besucht und war sehr beeindruckt von der Arbeit des Kollegiums. Die Pädagogen kümmern sich besonders fürsorglich um jeden einzelnen Schützling und zwar sowohl im als auch außerhalb des Unterrichts. Die Schule ist insbesondere auch in der Ausbildung und Vermittlung von jungen Flüchtlingen hoch engagiert. Dieses Engagement zahlt sich aus."

Mit ihrem Erfolg beim Deutschen Schulpreis mache die Elisabeth-Selbert-Schule auch positi­ve Schlagzeilen für unser leistungsfähiges berufsbildendendes Schulwesen, das so vielen jungen Menschen Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt eröffne, sagte Weil. „Auch darüber freue ich mich sehr, denn zu Unrecht stehen diese Schulen trotz ausgezeichneter Leistungen nur selten im Mittelpunkt der Öffentlichkeit". Weil wandte sich aber auch an die jungen Men­schen, die kurz vor dem ersten Schulabschluss stehen: „Viele niedersächsische berufsbil­dende Schulen bieten zusammen mit ihren Partnern aus der Wirtschaft und staatlichen Ein­richtungen sehr gute und fundierte Vorbereitung auf spannende Berufe. Schauen Sie sich um, die duale Berufsausbildung ist hoch attraktiv für junge Menschen."

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt gehörte ebenfalls zu den ersten Gratulantinnen. In ei­nem Glückwunschschreiben an die Elisabeth-Selbert-Schule führt die Ministerin aus: „Schule des Jahres 2017 - eine Auszeichnung, die sich die Elisabeth-Selbert-Schule mit viel Enga­gement und täglichem Einsatz verdient hat. Dafür gebührt Ihnen Dank und Respekt. Von dem engmaschigen Betreuungs- und Beratungsnetz, das Sie an der Schule geknüpft haben, profitieren alle Schülerinnen und Schüler. Mich freut zudem, wie vorbildlich Sie vor allem junge Flüchtlinge unterstützen und ihnen damit einen guten Start ins Berufsleben ermögli­chen. Sie setzten dabei auf die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler - und auf die notwendige Unterstützung durch die Schule und die Lehrkräfte dabei, diese Schlüssel­kompetenz für ein erfolgreiches Berufs- und Arbeitsleben auch tatsächlich einsetzen zu kön­nen."

Im Jahr 2016 hatte die Grundschule auf dem Süsteresch in Schüttorf (Landkreis Grafschaft Bentheim) den Hauptpreis beim Schulpreis gewonnen. Erstmals ging dieser Preis 2007 für die Robert-Bosch-Gesamtschule aus Hildesheim nach Niedersachsen, 2011 war es die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen. Darüber hinaus waren Preis­träger die Integrierte Gesamtschule Franzsches Feld aus Braunschweig (2006), die Schule am Voßbarg - Förderschule Lernen aus Rastede (2008) und die Braunschweiger Grundschule Comeniusstraße (2013).


Zum Videoportrait der Elisabeth-Selbert-Schule aus Hameln (Quelle: Robert Bosch Stiftung GmbH).


Presseinformationen
Artikel-Informationen

29.05.2017

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
Fax: 0511/120-6833

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