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Doris Schröder-Köpf, Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, sendet beste Wünsche zum Chanukka-Fest

„Zum Beginn des jüdischen Lichterfestes Chanukka, das in diesem Jahr vom 3. bis 10. Dezember gefeiert wird, wünsche ich allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern besinnliche und fröhliche Feiertage im Kreise ihrer Familien und Freunde. Die erste Kerze auf der Chanukkia wurde bereits am Abend des 2. Dezembers angezündet, auch die erste Kerze auf dem Adventskranz leuchtet bereits. In der Zeit des Chanukka-Festes und in der Adventszeit spielt das Licht als Symbol der Zuversicht, der Ermutigung und der Hoffnung eine zentrale Rolle. Lassen Sie uns deshalb gerade jetzt die Botschaft aussenden, dass Niedersachsen ein friedliches Land ist, dass hier kein Platz ist für Antisemitismus und Intoleranz. Machen wir deutlich, dass jede/r Einzelne von uns, jede Familie, jede Gruppe jeden Tag aufs Neue zum gegenseitigen Verständnis beitragen kann und muss. Wir müssen alle unseren Beitrag leisten, damit ein verträgliches Zusammenleben in der Gemeinschaft funktioniert. Wir dürfen der Ausgrenzung von Menschen – egal aus welchen Gründen – keinen Raum geben. Es hilft, wenn wir einander auch bei Schwierigkeiten mit Rücksicht und Geduld begegnen. Wir alle tragen Mitverantwortung dafür, dass in unserem Land Menschen verschiedener Nationalität und unterschiedlichen Glaubens friedlich und in guter Nachbarschaft zusammenleben können. Zu einer guten Nachbarschaft gehört auch das gemeinsame Feiern von Festen. So können wir noch bestehende Fremdheit durch gegenseitige Einladungen, durch Begegnung und Gespräch überwinden. Lassen Sie uns durch das gemeinsame Feiern unserer religiösen Feste ein Zeichen setzen für Frieden und Toleranz zwischen Religionsgemeinschaften“, so Schröder-Köpf.

Hintergrund:

Das jüdische Chanukka oder auch Lichterfest wird in 2018 vom 3. bis 10. Dezember gefeiert. Eingeführt wurde das Fest im jüdischen Jahr 3597 (164 v. Chr.). Gefeiert wird in dieser Zeit die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem nach dem Sieg über die syrische Dynastie der Seleukiden. Gedacht wird auch der Zeit, in der Israel unter der griechischen Herrschaft leiden musste. Gefeiert wird zu Chanukka abends im Kreise der Familie, dabei wird aus der Tora vorgelesen und an die Vergangenheit gedacht. Die Kinder bekommen an jedem der acht Feiertage kleine Geschenke. Zum Festmahl werden meist Ölspeisen gereicht, wie zum Beispiel Krapfen und Latkes (kleine, frittierte Kartoffelpuffer). Diese sollen an das Wunder des brennenden Öls im Tempel erinnern. Nach Einbruch der Dunkelheit wird täglich eine Kerze der Chanukkia angezündet, einem acht- oder neunarmigen Kerzenleuchter. Acht sind für die acht Tage, der neunte ist der "Lichterhalter" – in ihm steckt die Kerze, mit der man die anderen erleuchtet.

Artikel-Informationen

03.12.2018

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
Fax: 0511/120-6833

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