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„Integration in Vereinswesen und Nachbarschaft“ in Niedersachsen: Weil und Schröder-Köpf ehren die Preisträgerinnen und Preisträger des Integrationspreises 2018

Ministerpräsident Stephan Weil und die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, werden am kommenden Montag in Hannover gemein­sam mit der Jury den Niedersächsischen Integrationspreis 2018 vergeben. Der Preis steht unter dem Motto „Integration in Vereinswesen und Nachbarschaft“ und ist mit insgesamt 24.000 Euro (vier Mal je 6.000 Euro) dotiert. In diesem Jahr wird der Preis zum neunten Mal vergeben. Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ vergibt zudem einen Sonderpreis in Höhe von 6.000 Euro. Dieser Sonderpreis wird zum dritten Mal vergeben.
Die Wahl des diesjährigen Mottos knüpft direkt an die Arbeit des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ an. Ministerpräsident Stephan Weil: „Seit langem wird über Integration sehr viel gesprochen. Gleichzeitig werden die Menschen oft vergessen, die nicht viel reden, sondern in Vereinen und in der Nachbarschaft einfach anpacken. Ihnen gilt ein ganz großes Dankeschön! Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit dem Niedersächsischen Integrationspreis diesen besonderen Einsatz würdigen und damit immer wieder besonders gute Beispiele in die Öffentlichkeit bringen.“
Das Bündnis, das sich im Jahr 2015 als eine Antwort auf die Herausforderungen der Fluchtbewegungen für Niedersachsen bildete, steht für ein starkes, pluralistisches, solidarisches, tolerantes und weltoffenes Niedersachsen. Dies spiegelt der diesjährige Integrationspreis wider und die mehr als 160 Bewerbungen zeigen, wie viele niedersächsische Vereine, Initiativen und Institutionen sich für Geflüchtete und Zugewanderte engagieren und dadurch einen Beitrag zu Integration und gesellschaftlicher Teilhabe leisten.
Die von der Jury ausgewählten Preisträgerinnen und Preisträger können durch ihr besonderes Engagement und ihre Aktivitäten mit außerordentlich gelungenen Ansätzen andere Vereine und Institutionen dazu inspirieren, ähnliche Aktivitäten und Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Gleichzeitig stehen sie stellvertretend für viele Vereine, Initiativen und Institutionen mit ähnlichen Projekten.

Festakt zur Vergabe des Niedersächsischen Integrationspreises 2018

Die Preisträgerinnen und Preisträger werden am Montag, 27. August 2018, ab 19 Uhr in einem Festakt im Alten Rathaus in Hannover ausgezeichnet. Die Veranstaltung wird von Erkan Arikan moderiert.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Oderwald:

Die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Heiningen besteht aktuell aus 14 Mitglie­dern; davon haben neun Jugendliche einen Zuwanderungshintergrund. Herausragend ist die vorbildliche und integrative Kinder- und Jugendarbeit in der Feuerwehr. Dadurch sowie durch großes Engagement und Trainingseinsatz hat die Jugendabteilung im Jahr 2017 den 1. Platz bei den Samtgemeindewettbewerben der Jugendfeuerwehren erzielt.

Kleingärtnerverein (KGV) Deutsche Scholle e.V.:

Der KGV hat in Kooperation mit dem KGV Süd (Osnabrück), der Outlaw gGmbH, der Deut­schen Bundesstiftung Umwelt und „terre des hommes“ ein Flüchtlingsprojekt realisiert. Dabei wurden leerstehende Kleingärten des Vereins mit Hilfe der Mitglieder und durch fi­nanzielle Unterstützung der Kooperationspartner hergerichtet und an syrische Flüchtlingsfa­milien übergeben. Sie haben die Gärten mittlerweile übernommen und sind in den Verein eingetreten. Durch die Unterstützung untereinander und die vielfältigen gemeinsamen Aktivi­täten des KGV ist eine aktive Gemeinschaft entstanden. Seit Jahren sind auch in die Vor­standsarbeit Menschen aus mehreren Nationen eingebunden.

Naturfreundejugend Braunschweig:

Die Ortsgruppe Braunschweig ist ein Teil des deutschlandweit agierenden Jugendverbandes „Naturfreundejugend Deutschland“, der sich als Jugendverband für die Interessen von Kin­dern und Jugendlichen einsetzt. Das Projekt „Unter Freunden – Projekt zur Partizipation und Inklusion geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Braunschweig und Umgebung“ hat junge Menschen mit und ohne Zuwanderungshintergrund auf Augenhöhe zusammengebracht, wodurch Bekanntschaften und Freundschaften entstanden sind. Ziel ist, die Arbeit mit Ge­flüchteten als selbstverständlichen Bestandteil des Vereinslebens zu etablieren.

Netzwerk „Nachbarschaft Asendorf“:

Das Netzwerk ist ein integratives Bürger-Netzwerkprojekt aus Alt- und Neubürgern mit insti­tutionellen Bausteinen, informellen Begegnungen und Aktivitäten und vor allem 30 Aktiven aus deutschen und geflüchteten Familien. Drei feste Einrichtungen des Projektes sind der „Runde Tisch Flüchtlingshilfe“, das „Begegnungscafé“ sowie die Landfrauen Asendorf.

Landkreis Hameln-Pyrmont – Buntes Leben im „Englischen Viertel“:

(Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“)

Durch das integrative Stadtteilprojekt mit vielseitigen sozialpädagogischen und niederschwel­ligen Freizeitangeboten entstand exemplarisch eine Wohngegend, die Menschen jeder Her­kunft, jeder Religion, jeden Alters und jeden Geschlechts willkommen heißt. Außerdem wird darauf Wert gelegt, dass die Bewohnerinnen und Bewohner bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren und an gemeinsamen Veranstaltungen teilzunehmen. Rund 50 Prozent der Wohneinheiten werden Flüchtlingsfamilien als Wohnraum zur Verfügung gestellt.

Die Jury

Neben Doris Schröder-Köpf gehören in diesem Jahr zur Jury: Nariman Hammouti-Reinke, deutsch-marokkanischer Herkunft, ist Oberfähnrich zur See (w) bei der Bundeswehr und in der Ausbildung zum Fachdienst-Offizier an der Fachschule der Luftwaffe sowie Vorstandsvorsitzende des Vereins „Deutscher Soldat e.V.“, Axel Jahnz,Oberbürgermeister der Stadt Delmenhorst, Sabina Kaluza, aus Polen stammende Künstlerin und Juniorpräsidentin des „KreativRegion e.V.“, Mina Salehpour, geboren in Teheran, Hausregisseurin am Staats­schauspiel Dresden und wurde von der Gesellschaft der Freunde des Hannoverschen Schauspielhauses für die Inszenierung „Fatima“ mit dem Nachwuchspreis für beste Regie ausgezeichnet.

Artikel-Informationen

23.08.2018

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
Fax: 0511/120-6833

http://www.niedersachsen.de

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