Niedersächsische Staatskanzlei klar

PFEIL 2014-2020: Programm zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum Niedersachsen und Bremen


Am 26.05.2015 hat die EU-Kommission das Programm zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums Niedersachsen und Bremen 2014-2020 (PFEIL) genehmigt.

Für das Programm stehen knapp 15 % mehr EU-Fördermittel aus dem ELER zur Verfügung als in der vergangenen Förderperiode zur Verfügung, nämlich insgesamt 1,12 Mrd. Euro (vgl. Förderperiode 2007 bis 2013: 975 Mio. Euro). Zusammen mit der nationalen Kofinanzierung (ca. 500 Mio. Euro) und zusätzlichen nationalen Mitteln (ca. 670 Mio. Euro), die ergänzend zum PFEIL-Programm eingesetzt werden, stehen in dieser Förderperiode damit etwa 2,3 Mrd. Euro an öffentlichen Mitteln bereit.

Zwei übergeordnete Zielsetzungen des PFEIL-Programms sind die „sanfte Agrarwende" und die regionale Landesentwicklung. Ein gewichtiger Schwerpunkt stellt die Stärkung der Entwicklung der ländlichen Räume dar. Dem Bedarf der Regionen soll dabei stärker Rechnung getragen werden als bisher. Im neuen Programm wird zudem der Umwelt- und Klimaschutz massiv gestärkt. Darüber hinaus sind folgende Neuerungen vorgesehen:

  • Über das neue Instrument der sogenannten Europäischen Innovationspartnerschaften (EIP) sollen Innovationen und der Wissenstransfer aus der Wissenschaft in die landwirtschaftliche Praxis gefördert sowie deren Zusammenarbeit unterstützt werden.
  • Im Rahmen eines fondsübergreifenden Ansatzes werden zusammen mit dem EFRE neue Maßstäbe im Rahmen der Moorentwicklung und der damit verbundenen CO2-Minderung gesetzt.
  • Es erfolgt erstmals eine Breitbandförderung aus dem ELER, die fondsübergreifend durch Fördermaßnahmen des EFRE ergänzt wird.
  • Neu ist auch, dass eine Maßnahme zur Stärkung des Tierschutzes in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung angeboten wird.

Die regionale Entwicklung der Kommunen im ländlichen Raum, Natur- und Umweltbelange, Verbraucherschutz und das Tierwohl stehen somit klar im Fokus des neuen ELER-Programms.

Die strategische Koordinierung des Programms der neuen EU-Förderperiode obliegt der Niedersächsischen Staatskanzlei (Ref. 403 „Koordinierung der EU-Förderung"). Damit verbunden sind u.a. der Vorsitz und die Leitung des Begleitausschusses für das PFEIL-Programm. Die konstituierende Sitzung fand am 07.07.2015 in Hannover statt. Der Begleitausschuss hat 37 Mitglieder, Vorsitzender ist Dr. Oliver Köhn. Aufgabe dieses Gremiums ist die Begleitung und Umsetzung des PFEIL-Programms über den gesamten Förderzeitraum, Details regelt die Geschäftsordnung.

Die EU-seitig vorgeschriebene Programmevaluierung erfolgt, wie in der Vergangenheit länderübergreifend. Das heißt, dass das niedersächsische und bremische Programm PFEIL zusammen mit den ELER-Programmen der drei Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ausgewertet wird. Niedersachsen, genauer gesagt die Staatskanzlei, leitet den dafür eingerichteten Lenkungsausschusses. Evaluator ist, wie in der vorherigen Förderperiode, das Thünen-Institut in Braunschweig.

Ansprechperson in der Staatskanzlei:

Dr. Oliver Köhn

0511/120-84 68

oliver.koehn@stk.niedersachsen.de


Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz übernimmt als Verwaltungsbehörde (Ref. 305) und mit der Zahlstelle (Ref. 301) die Gesamtverantwortung für die Programmumsetzung.

Das Bewilligungsgeschäft obliegt den Ämtern für regionale Landesentwicklung Braunschweig, Leine-Weser, Lüneburg und Weser-Ems sowie der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Natur- und Küstenschutz (NLWKN).









 
EU-Kommission genehmigt PFEIL-Programm

PFEIL-Programmevaluation

Die AnsprechpartnerInnen der zuständigen Fachministerien in Niedersachsen und Bremen finden Sie hier. Diese nennen Ihnen die mit den Beratungen und Förderentscheidungen beauftragten Stellen.

Weitere Informationen zum PFEIL-Programm erhalten Sie hier

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