Sprachauswahl:  
Schriftgröße:
Farbkontrast:

Transnationale Zusammenarbeit (Interreg B)

Die Förderperiode 2007-2013 ist fast abgeschlossen und Mittel für neue Projekte stehen nicht mehr zur Verfügung.

In transnationalen Gremien haben die Mitgliedsstaaten die Kooperationsprogramme der neuen Förderperiode 2014-2020 erarbeitet. Sie sind jetzt alle von der Europäischen Kommission genehmigt worden. Deutschland ist nun an sechs von 14 Räumen beteiligt.

Insgesamt werden die Projekte der transnationalen Zusammenarbeit künftig noch stärker ergebnisorientiert und an der Strategie Europa 2020 sowie der territorialen Agenda 2020 ausgerichtet sein. Zudem müssen sich die Kooperationsprogramme mehr als zuvor thematisch konzentrieren. In allen Programmräumen liegen die Schwerpunkte auf Forschung und Innovation, Verringerung des CO²-Ausstoßes, Umweltschutz und nachhaltigem Verkehr.

Niedersachsen beteiligt sich auch künftig an zwei Kooperationsräumen der transnationalen Zusammenarbeit. Der Nordseeraum bezieht das gesamte Land Niedersachsen ein, während im Ostseeraum ausschließlich die Region Lüneburg zum Kooperationsgebiet gehört. In Ausnahmefällen können jedoch auch Partner aus den übrigen Landesteilen am Ostseeprogramm teilnehmen.


Aktuelle deutschsprachige Informationen und eine Übersicht der Programmgebiete Nordsee/Ostsee finden Sie in der Infospalte.


1. Nordseeraum (North Sea Region)

Mit der neuen Förderperiode 2014-2020 beginnt das vierte Nordsee-Programm. Seit dem Start des Programms hat sich die Zusammenarbeit in der Region vertieft und wurde stetig intensiviert. Dies hat dazu geführt, dass der Anspruch an die Projekte sowie an Wirkung und Dauerhaftigkeit der Ergebnisse gestiegen ist. Um die Effizienz und Wirksamkeit der Umsetzung zu verbessern, müssen Wissen, Partnerschaften und Ressourcen noch weiter gebündelt werden. In der neuen Förderperiode müssen sich die Projekte am Bedarf kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) orientieren.

Innerhalb der Themenschwerpunkte Förderung von Innovation, Ressourcenschutz, nachhaltiges Umweltmanagement, Reduzierung der CO²- Belastung und multimodale Verkehrslösungen sollen die Projekte zur Stärkung der Wirtschaft beitragen. Im Fokus steht die Entwicklung von innovativen Methoden, Techniken und Dienstleistungen, um nachhaltiges Wachstum zu stärken. Die Partner liefern durch die Projekte praktische Einblicke in ihre Arbeit und stellen diese Erkenntnisse zur Verfügung. Somit soll einem großem Publikum Zugang zu Wissen ermöglicht werden. Pilotprojekte verbessern somit die wirtschaftliche, soziale und ökologische Situation in der Nordsee-Region.

Das Kooperationsprogramm Nordsee 2014-2020 wurde Ende August 2015 von der Europäischen Kommission genehmigt.

Im 1. Call im neuen Nordseeprogramm 2014-2020 wurden bis zum 30.6.15 78 Projektanträge eingereicht. Es gingen 28 Vollanträge und 50 Interessenbekundungen ein. Mitte November 2015 hat das internationale Entscheidungsgremium (Steering Committee) über die Anträge entschieden. Dabei wurden 12 Vollanträge genehmigt, davon 7 Projekte mit niedersächsischen Partnern. Welche Projekte und Partner das sind, ist der Tabelle in der Infospalte zu entnehmen.

Weiterhin wurden 23 Interessenbekundungen genehmigt, davon wiederum 14 mit niedersächsischen Partnern. Diese haben nun die Möglichkeit im 2. Call einen Vollantrag zu stellen. Auch neue Projekte sind aufgefordert ihre Interessenbekundung (Expression of Interest) einzureichen.

Der 2. Call läuft vom 15. Januar bis 14. März 2016. Näheres zu den Calls finden Sie auf der Homepage des Nordseeprogramms oder der Homepage des deutschen Beratungsnetzwerkes.

Deutschsprachige und englischsprachige Informationen zum Nordseeprogramm finden Sie in der Infospalte.


2. Ostseeraum (Baltic Sea Region)

Das Hauptziel des Programms im Ostseeraum ist es, durch integrierte Entwicklung und Zusammenarbeit die Region insgesamt innovativer, besser erreichbar und nachhaltiger zu gestalten. Transnationale Zusammenarbeit soll ein Impulsgeber sein für neue Ansätze, die sich mit den kommenden Herausforderungen der Region befassen. Dazu gehören insbesondere Innovation, Umweltschutz und Ressourceneffizienz, Verkehr und Aufbau institutioneller Kompetenzen für die makroregionale Zusammenarbeit. Das Programm trägt mit integrierten Ansätzen, also unter Einbeziehung relevanter Akteure unterschiedlicher Ebenen und Bereiche dazu bei, regionale Kompetenz und Wissen aufzubauen. Damit soll das Programm auch eine Brücke bauen zu entsprechenden Politiken nationaler und regionaler Institutionen, unterstützt durch die EU-Struktur- und Investitionsfonds, die „Ostseestrategie", „Horizont 2020", die Europäische Investitionsbank u.a.

Das Kooperationsprogramm Ostsee 2014-2020 wurde im Dezember 2014 von der Europäischen Kommission genehmigt.

Von den 81 Projektkonsortien, die in der 1. Antragsstufe des 1. Calls beim Baltic Sea Region Programme positiv bewertet wurden, haben 78 Vollanträge eingereicht. Mitte November 2015 wurden durch das Monitoring Committee 35 Anträge genehmigt, davon 4 mit niedersächsischen Partnern. Welche Projekte und Partner das sind, ist der Tabelle in der Infospalte zu entnehmen.

Der 2. Call läuft vom 1. März bis 1. Juni 2016. Informationen finden Sie auf der Homepage des Programms.

Deutschsprachige und englischsprachige Informationen zum Ostseeprogramm finden Sie in der Infospalte.


Ansprechpersonen:

Monika von Haaren

0511/120-84 74

monika.vonhaaren@stk.niedersachsen.de

Ingrid Kürsten

0511/120-84 73

ingrid.kuersten@stk.niedersachsen.de



Übersicht