Niedersächsische Staatskanzlei klar

Veranstaltungen und Besuchergruppen

Mit Veranstaltungen präsentiert die Landesvertretung das Land als innovativen Wirtschaftsstandort sowie als attraktive Wissenschafts-, Kultur- und Tourismusregion auf europäischer Bühne. Die Landesvertretung bietet mit Round-Table-Gesprächen und Podiumsdiskussionen ein häufig genutztes Diskussionsforum für wichtige europapolitische Themen.

Die Landesvertretung empfängt in großem Umfang Besuchergruppen aus allen politischen und gesellschaftlichen Bereichen Niedersachsens, die sich über die europapolitischen Aktivitäten in Brüssel informieren oder Gespräche mit Abgeordneten des Europäischen Parlamentes, mit Dienststellen der Institutionen, mit Interessenvertretungen oder Nichtregierungsorganisationen in Brüssel führen wollen.

Damit trägt die Landesvertretung zu einem besserem Verständnis der Europäischen Union bei den Bürgerinnen und Bürgern des Landes sowie in umgekehrter Richtung zur Wahrnehmung niedersächsischer Akteure und Anliegen in Brüssel bei.

Anfragen richten Sie bitte an:

Andreas Mumme
Tel: +32 2 235 08 19

Catherine Béhague
Tel: +32 2 235 08 13



 
Veranstaltungsreihe #nachhaltig, #global, #regional

06.12.2016
Podiumsdiskussion „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit" mit Staatssekretärin Honé
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „nachhaltig, global, regional" fand auf Einladung von Europa-Staatssekretärin Birgit Honé am 06.12. in der niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel die Veranstaltung „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit - Regionale Strategien zur Implementierung der globalen Nachhaltigkeitsziele" statt. Honé stellte vor den rund 70 Vertretern aus den EU-Institutionen, europäischen Regionalvertretungen und Nichtregierungsorganisationen die regionale Perspektive bei der Implementierung der nachhaltigen Entwicklungsziele der UN im Bereich der Entwicklungspolitik in den Vordergrund. Die Veranstaltungsreihe umfasst insgesamt vier Veranstaltungen, bei denen spezifische Ziele der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" der Vereinten Nationen beleuchtet werden.
Staatssekretärin Honé erläuterte, dass das Land mit der Nachhaltigkeitsstrategie und den „Entwicklungspolitischen Leitlinien" einen aktiven Beitrag zur Unterstützung der UN-Nachhaltigkeitsziele der UN leisten will. In der Entwicklungszusammenarbeit konzentriere sich die Landesregierung auf Projektförderungen in Tansania und in der südafrikanischen Partnerregion Eastern Cape. Beides seien Aufnahmeländer für Geflüchtete aus umliegenden Regionen. Niedersachsen lege Wert darauf, dass hilfsbedürftige Flüchtlinge sowie die oftmals ebenfalls notleidende ortsansässige Bevölkerung von der Projektarbeit gleichermaßen profitieren, sagte die Staatssekretärin.
Staatssekretärin Honé sowie die Podiumsteilnehmer - Vertreter der Vereinten Nationen, der Europäischen Kommission und des Baskenlandes - diskutierten, wie die Nachhaltigkeitsziele im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit sinnvoll regional umgesetzt werden können.
Projekte, die die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig verbessern, dienten immer zugleich der Prävention von Flucht und Migration, betonte Staatssekretärin Honé abschließend. Die Veranstaltung zeigte, dass das Thema der sinnvollen Implementierung der UN-Nachhaltigkeitsziele endgültig in die Spitze der wichtigsten zu erledigenden Politikmaßnahmen vorgedrungen ist.
Hintergrund: Die Mitgliedstaaten der UN hatten sich im September 2015 in New York auf einen gemeinsamen Weltzukunftsvertrag geeinigt. Mit der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" wird ein Paradigmenwechsel von der „klassischen Entwicklungshilfe" für die ärmsten Länder der Welt hin zu nachhaltigen Entwicklungszielen vollzogen, die weltweit für alle Länder verpflichtend sind. 17 Ziele („Sustainable Development Goals/SDG") sollen bis 2030 die weltweite nachhaltige Entwicklung in wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fragen befördern.

Ausstellung „Feldkulturerbe"

14.11.2016
Ausstellung „Feldkulturerbe - Soziokultur auf dem Land" eröffnet
Am Montag wurde in den Räumen der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union die Fotografieausstellung „Feldkulturerbe - Soziokultur auf dem Land" eröffnet. Die Ausstellung wurde von den Studiengängen Fotojournalismus und Dokumentarfotografie sowie Journalistik der Hochschule Hannover zusammen mit der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur konzipiert und u. a. bereits im Niedersächsischen Landtag in Hannover gezeigt. Eröffnet wurde die Ausstellung von Frau MdEP Rebecca Harms, Frau Dr. Annette Schwandner (Leiterin der Kulturabteilung im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur), Frau Marta Krajinović (Hochschule Hannover), Herrn Gerd Dallmann (Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur) sowie dem Leiter der Landesvertretung, Herrn Michael Freericks. Die Vorträge anlässlich der Ausstellungseröffnung befassten sich mit der Rolle und Bedeutung der Soziokultur besonders auf dem Land, der Wichtigkeit von Kulturarbeit und kulturelle Infrastrukturen vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen sowie dem Potential von Kultur bei Integration und Teilhabe.
Die ausgestellten Fotografien zeigen berührende Porträts, künstlerische Stillleben und erzählende Reportagen zur Kulturarbeit auf dem Land. Die Ausstellung ist bis zum 31.05.2017 in den Räumen der Vertretung des Landes Niedersachsen zu sehen.

 
Veranstaltungsreihe #nachhaltig, #global, #regional
06.10.2016
Auftakt der Veranstaltungsreihe „#nachhaltig, #global, #regional" mit Sozialministerin Cornelia Rundt bei Veranstaltung "Nachhaltige Integration geflüchteter Frauen in Gesellschaft und Arbeitswelt"
Sozialministerin Cornelia Rundt hat sich am 06.10. bei einer Veranstaltung in der Landesvertretung in Brüssel für eine nachhaltige Gleichstellung und Integration geflüchteter Frauen in Gesellschaft und Arbeitsmarkt ausgesprochen.
Die Diskussionsveranstaltung, an der sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Celle (Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende), der European Trade Union Confederation(Barbara Helfferich) und des UNHCR (Peter O´Sullivan) sowie die Netzaktivistin Kübra Gümüsay und die Schriftstellerin Barbara Sichtermann beteiligten, bildet den Auftakt der von Staatssekretärin Birgit Honé initiierten Veranstaltungsreihe „#nachhaltig, #global, #regional".
Sozialministerin Cornelia Rundt betonte, Menschen in Not müsse geholfen werden, sie seien hier herzlich willkommen. Gleichzeitig könne von den zugewanderten Menschen - egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft oder welcher Religion - erwartet werden, dass sie die hier geltenden Rechtsnormen und Werte befolgen. Dazu zähle ohne Wenn und Aber der Gleichheitsgrundsatz aus Art. 3 Abs. 2 unseres Grundgesetzes.
Gaby Willamowius, Abteilungsleiterin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, stellte auf der Veranstaltung das Bündnis „Niedersachsen packt an" vor.
 
Teilnehmer der Tagung

22.-23.09.2016
9. Brüssel-Tagung der norddeutschen EU-Hochschulbüros
In diesem Jahr richtete die Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union zum 9. Mal die Brüssel-Tagung der EU-Hochschulreferentinnen und -referenten der norddeutschen Länder aus. Am 22. und 23. 09. nahmen rund 40 Personen an der Fachtagung teil. Als Expertinnen und Experten für EU-Förderung sind sie die ersten Ansprechpartner für alle Hochschulangehörigen im Kontext der europäischen Förderlandschaft. Die Arbeit der U-Hochschulbüros ist damit ein wichtiger Baustein der europäischen aber auch der norddeutschen Forschungs¬zusammenarbeit.
Ein schneller Wissenstransfer, neue Kooperationsbeziehungen und eine frühzeitige Information über Fördermöglichkeiten sind Aufgaben dieser Expertinnen und Experten in Norddeutschland. Als Referentinnen und Referenten der Tagung konnten Fachleute aus der Generaldirektion Forschung sowie zahlreiche Akteure aus der Forschungspolitik in Brüssel gewonnen werden. Das diesjährige Programm umfasste acht Bereiche, die von der Zwischenevaluierung des Forschungsprogramms Horizont 2020 über die Vorstellung von EU-Planungen zu Forschungsinfrastrukturen und ganz praktischen Hinweisen bei aktuellen Ausschreibungen und der Projektabwicklung bis zu einem ersten Ausblick auf das kommende Forschungsförderprogramm reichten.
In seiner Begrüßung der von den norddeutschen Länderbüros Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein in Brüssel gemeinsam vorbereiteten Konferenz hob der Leiter der niedersächsischen Landesvertretung, Herr Freericks, die Bedeutung und die lange Tradition der norddeutschen Kooperation bei Forschungsfragen hervor. Ziel sei, die fünf nord¬deutschen Länder in Brüssel gemeinsam sichtbarer zu machen und effektiv zu präsentieren. Ein Abendempfang am 22.09. brachte Brüsseler Expertinnen und Experten aus der Kommission, den Büros der Forschungsinstitutionen und der Forschungspolitik sowie anderer Landesvertretungen zu einem intensiven Gedankenaustausch mit den Gästen aus Norddeutschland zusammen.

28.06.2016
Kreislaufwirtschaftspaket - Sicht des Lebensmitteleinzelhandels
Am 28.06. lud der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH) zu einer Veranstaltung zum Thema „Kreislaufwirtschaftspaket und UN-Nachhaltigkeitsziel - eine Betrachtung aus Sicht des Lebensmitteleinzelhandels" in die Landesvertretung ein. Bis 2030 soll die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbiert werden. So hat es die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 01.09.2015 im Rahmen der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" beschlossen. Als nachhaltiges Entwicklungsziel Nr. 12.3 ist diese Forderung Ausgangspunkt der aktuellen politischen Debatte in der Europäischen Union. Mit Bezug darauf hat die Europäische Kommission im Rahmen des Kreislaufwirtschaftspakets ein Maßnahmenbündel zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung vorgeschlagen. Als Akteur der Wertschöpfungskette soll der Lebensmittelhandel ebenfalls seinen Beitrag dazu leisten. Das betrifft zum einen Maßnahmen sowohl zur Senkung eigener Verluste als auch zur Verbraucheraufklärung. Zum anderen soll durch die Entwicklung einer gemeinsamen Methodologie zur Messung der verschwendeten Lebensmittel eine transparente Erfassung der aktuellen Verlustmengen ermöglicht werden. Die BVLH diskutierte dieses mit seinen Gästen. Im Lebensmittelhandel seien die Lebensmittelverluste gering. Der Anteil des Lebensmittelhandels liege nur bei 5 %, der der privaten Haushalte bei 61 %. Künftige Messmethoden müssten praktikabel sein. Der BVLH plädierte für eine Beibehaltung des Mindeshaltbarkeitsdatums, vor allem bei solchen Produkten, bei denen es zur Beurteilung der spezifischen Eigenschaften eine große Entscheidungshilfe sei. Auf keinen Fall dürfe die Lebensmittelsicherheit gefährdet werden. Für das Land Niedersachsen wurde auf den „Runden Tisch Lebensmittelwertschätzung" und den fraktionsübergreifenden Entschließungsantrag des Landtages hingewiesen. Das Motto „Lebensmittel wertschätzen statt wegwerfen" muss im Vordergrund stehen. Um diese Verschwendung zu reduzieren, sitzen in Niedersachsen alle relevanten Wirtschafts- und Sozialpartner - unter anderem neben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung auch Vertreter der Kirchen, der Landwirtschaft, des Handels, der Gewerkschaften, der Wissenschaft sowie von Nicht-Regierungsorganisationen an einem Tisch. Insbesondere die Schwerpunkte „Außer-Haus-Verpflegung" und" Ernährungsbildung" stünden derzeit auf der Agenda.


Sommerlicher Empfang

31.05.2016
Kommissar Oettinger besucht sommerlichen Empfang des Wirtschaftsministers
200 Gäste aus den europäischen Institutionen Parlament, Kommission und Rat sowie aus den Brüsseler Vertretungen von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden sind der Einladung von Wirtschaftsminister Lies gefolgt, sich bei einem sommerlichen Empfang in der Landesvertretung zu aktuellen europäischen Themen und Entwicklungen auszutauschen. Teilgenommen haben auch eine Delegation der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Unternehmerverbände Niedersachsen, die sich zu Informationsgesprächen in Brüssel aufhielten. In seiner Eröffnungsansprache hob der Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft Günther Oettinger die große Bedeutung der Digitalisierung für alle Bereiche der Wirtschaft hervor und warb eindringlich für den Zusammenhalt der europäischen Union. Minister Lies nahm seinen Besuch zum Anlass, sich mit dem Generaldirektor des europäischen Stahlverbandes über die Situation der Stahlindustrie auszutauschen. Daran anknüpfend führte er mit Vertretern der Europäischen Kommission Gespräche zu Handelsschutzinstrumenten gegen Dumping-Preise der chinesischen Stahlhersteller. Weiterhin warb Minister Lies bei der Kommission dafür, zuzustimmen, dass Unternehmen, die Strom für den eigenen Verbrauch erzeugen, von der EEG-Umlage befreit werden. Nur so könne die energieintensive Stahlbranche im internationalen Wettbewerb bestehen.

24.05.2016
Forschernetzwerk zu Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft
Das vom in Braunschweig ansässigen Thünen-Institut geleitete europäische Forschernetzwerk FACCE MACSUR (Modelling European Agriculture with Climate Change for Food Security) veranstaltete am 24.05. in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU einen Workshop für und mit Entscheidungsträgern. Schwerpunkt des diesjährigen Workshops waren Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft in verschiedenen europäischen Regionen und Konflikte mit EU- und nationalen Regelungen bei der Anpassung an den Klimawandel. Konflikte zeigten sich vor allem im Bereich Wasser, Düngung und Landbesitz. Redebeiträge von Vertretern der europäischen Lebensmittelindustrie, der europäischen Landeigentümer und der europäischen Kommission zeigten hierbei eine Übereinstimmung bei den zukünftigen Herausforderungen der Nahrungsmittelproduktion: Klimawandel, zunehmende Weltbevölkerung und eine alternde Bevölkerung in den Industriestaaten. Für die globale Nahrungssicherung in etwa 30 Jahren werde es nötig sein, ökonomisch tragfähige Lösungen zu finden, die sowohl Landwirte und Konsumenten befriedigten als auch die Umwelt und das Klima schonten.
Zu den Lösungen gehörten verbesserte landwirtschaftliche Techniken, so dass mit weniger Ressourcen mehr und bessere Nahrung produziert werden könnten, die Produktion von Futterpflanzen nur auf Flächen, die nicht für den Anbau von Nahrungsmitteln geeignet sind, die Vermeidung von Nahrungsmittelverlusten (bei Anbau, Verarbeitung und Konsum) und Regulierungen auf nationaler und EU-Ebene, die auf regionale Besonderheiten des Klimas und der Umwelt eingehen können.
Für konkretere Planungen seien detaillierte Modellberechnungen erforderlich, die jedoch wegen der vielen gegenseitigen Abhängigkeiten von Klima, Umwelt, Handel, Landwirtschaft, Gesellschaft und Natur oft nicht kurzfristig zu bewerkstelligen sind. So sei in Zukunft eine noch engere und eine regelmäßige Abstimmung zwischen Entscheidungsträgern, Forschern, Nahrungsmittelindustrie, Landwirten und Konsumenten notwendig, um schrittweise tragfähige und nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden. Eine große europäische Forschungsinitiative zum Thema „Auswirkungen des Klimawandels auf die Nahrungsmittelkette" könnte entscheidend zur Lösungsfindung beitragen.

26.04.2016
Veranstaltung zur Reform der Kabel- und Satellitenrichtlinie
Am 26.04. fand in der Landesvertretung Niedersachsen in Zusammenarbeit mit Deutschlands Digitalverband bitkom, dem Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber ANGA und dem europäischen Wirtschaftsverband für Kabelnetzbetreiber Cable Europe eine Diskussionsveranstaltung zur geplanten Reform der Kabel- und Satellitenrichtlinie statt. Über 80 Gäste, vorwiegend aus Wirtschaftsverbänden im Bereich der Telekommunikation und des Rundfunks, aber auch aus dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission sowie der Ständigen Vertretungen und regionalen Büros informierten sich über den aktuellen Stand des Reformvorhabens und diskutierten Positionen. Hauptrednerin Maria Martin-Prat aus der Generaldirektion Kommunikationsnetze, -inhalte und -technologien betonte, dass die geplante Reform keineswegs den Wettbewerb auf dem europäischen Markt bedrohe. Besonders umstritten sei eine mögliche Ausweitung des Herkunftsprinzips der Richtlinie auf Online-Inhalte, was bedeuten würde, dass Satelliten- und Kabel-TV-Anbieter Lizenzen nur in dem EU-Mitgliedstaat einholen müssen, in dem sie Inhalte direkt übertragen. Wenn in anderen Mitgliedstaaten die Signale ebenfalls empfangen werden können, müssten dort keine gesonderten Rechte mehr eingeholt werden.
Anschließend an den Beitrag von Martin-Prat verdeutlichte eine Podiumsdiskussion zwischen Vertretern vom Europäischen Parlament, vom Medien- und Unterhaltungsunternehmen Discovery Communications, von der Mobilfunkgesellschaft Vodafone und von der European Broadcasting Union, dass die jetzige Gesetzgebung im Bereich der Lizenzen eine echte Hürde vor allem für neue Unternehmen ist und hier ein schnellerer und effizienterer Prozess vorgeschlagen werden sollte. Dennoch sollte der aktuelle rechtliche Rahmen rund um das Urheberrecht bestehen bleiben. Der Vertreter des Parlaments versicherte, dass es auch im Sinne des Parlaments sei, wenn die funktionierenden Prinzipien der Richtlinie nicht reformiert werden, sondern lediglich gute Erfahrungen in die Reform einfließen.


20.04.2016
Podiumsdiskussion zu Rechtspopulismus und Gegenstrategien "Right wing populism on the rise - Progressive counter strategies for Europe"
Vertreter/-innen aus acht europäischen Ländern diskutierten am 20.04. bei der ersten gemeinsamen Veranstaltung der Landesvertretung Brüssel und der Foundation for European Progressive Studies (FEPS) in Brüssel die aktuellen Entwicklungen und Bedrohungen durch Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in ihren Ländern und tauschten Ideen für Gegenstrategien aus.
„Die Menschen in Europa fühlen sich von der wirtschaftlichen Entwicklung und der wachsenden Kluft zwischen arm und reich bedroht und suchen nach Feindbildern und vermeintlich Schuldigen. Nationaler Egoismus täuscht einfache Lösungen für gesamteuropäische Probleme vor. Minderheiten werden dadurch ausgegrenzt und dies führt zu einem Gegeneinander statt einem Miteinander." erklärte Birgit Honé, Staatssekretärin für Europa und regionale Landesentwicklung.
Rechtspopulismus und Rechtsextremismus seien ein europäisches Problem, so Honé weiter, Parteien wie AfD, Front National oder die Wilders-Partei PW arbeiteten gegen ein demokratisches Europa zusammen, deshalb müssten auch Gegenstrategien gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden.
Nach der Begrüßung durch Staatssekretärin Birgit Honé und Dr. Ernst Stetter, Generalsekretär der FEPS stellten Tanja Fajon, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der S&D und der ungarische Wissenschaftler Tamas Boros derzeitige Entwicklungen und Bedrohungen durch den Rechtspopulismus in der EU vor. Einen aktuellen Bericht aus vier EU - Ländern gaben Elsa Di Méo Sozialistischen Partei Frankreichs, Marta Lorimer, London School of Economics, Eleonora Poli, Professorin für internationale Politik der Universität London und FEPS-Vizepräsident Christophe Sente, Freien Universität Brüssel.
Rechtspopulismus in Deutschland analysierten in einem zweiten Panel Maren Brandenburger, Präsidentin des niedersächsischen Verfassungsschutzes, sowie Philipp Rösener von der Supporters Crew 05 aus Göttingen und Extremismusforscher Matthias Quent von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

06.04.2016
Podiumsdiskussion „Migration und Identität in der europäischen Zeitgeschichte - eine historisch-politische Analyse aus polnischer und deutscher Perspektive"
Die Staatssekretärin für Europa und regionale Landesentwicklung in der Niedersächsischen Staatskanzlei Birgit Honé und der Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien Cezary Przybylski luden anlässlich des 25. Jahrestages des "Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit" zu einer gemeinsamen Podiumsdiskussion in die Landesvertretung Brüssel ein. Als Kooperationspartner beteiligte sich der Landesverband Niedersachsen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Zum Thema „Migration und Identität in der europäischen Zeitgeschichte - eine historisch-politische Analyse aus polnischer und deutscher Perspektive" wurde nach vier Impulsreferaten intensiv diskutiert, wie bei dem aktuell kontroversen Flüchtlingsthema die Geschichte bzw. unsere Erinnerung an wichtige historische Ereignisse prägt und welche Rolle die regionale, nationale und europäische Perspektive dabei spielen. Migration stellt den Regel- und keinesfalls Ausnahmefall in der europäischen Geschichte dar.
Für den Marschall begrüßte Jacek Pilawa, Vize-Vorsitzender des Ausschusses Internationale Kooperation im Sejmik der Woiwodschaft Niederschlesien, neben Frau Staatssekretärin Honé die Gäste. Zur Einführung in das Thema sprach der Migrationsforscher der Uni Osnabrück Apl. Prof. Jochen Oltmer über Migration als gesellschaftliche und politische Herausforderung in Deutschland. Der Publizist der Polityka und ausgewiesene Experte für deutsch-polnische Themen Adam Krzeminski erläuterte Migrationen und Wandlung der nationalen Identität in Polen nach 1945 und nach 1989. Frau Porf. Dr. Elżbieta Opiłowska vom Willy Brandt Zentrum für deutsche und europäische Studien der Universität Wroclaw fokussierte Migration und regionale Identität am Beispiel deutsch-polnischen Grenzregion Niederschlesien. Prof. Wernstedt, Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Niedersachsen, eröffnete die europäische Perspektive mit der Frage nach dem Thema Flucht als historisch-politischer „Erinnerungsfall" der Europäer - Aus der Geschichte lernen? Unter der glänzenden Moderation des ZEIT-Journalisten Matthias Krupa wohnten ca. 90 Gäste einer differenzierten anspruchsvollen Debatte bei.


07.03.2016
Experten-Workshop zu Finanzierungsinstrumenten
Am 07.03. fand in der Landesvertretung Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Öffentliche Banken und dem Europäischen Verband der Öffentlichen Banken ein Experten-Workshop zum Einsatz von Finanzinstrumenten in der Strukturfondsförderperiode 2014 bis 2020 statt. Über 80 Gäste aus Europäischen Parlament, Europäischer Kommission, Ständigen und Regionalen Vertretungen sowie Verbänden informierten sich über die Erfahrungen die beim Einsatz von beispielsweise Krediten, Bürgschaften, Garantien oder Venture Capital in Europa gemacht wurden. Dr. Jörg Lackenbauer von der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung gab zunächst einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Finanzinstrumenten und wies darauf hin, dass richtig eingesetzte Finanzinstrumente effektiver sein können als klassische Zuschüsse. Ende 2014 belief sich seinen Ausführungen zufolge die Gesamtsumme aus den Strukturfonds die in Finanzinstrumente zur Unterstützung von Unternehmen (hauptsächlich KMU) eingesetzt wurde auf 9,4 Mrd. EUR.
Im darauf folgenden Vortrag berichtete Ulrike Müller von der Niedersächsischen Investitions- und Förderbank (NBank) über die Erfahrungen mit Venture Capital, Mikrokrediten und Innovationskrediten, die in den letzten Jahren gesammelt werden konnten. Abschließend stellten Ewa Kołodziej und Mateusz Andrzejewski von der staatlichen Entwicklungsbank Gospodarstwa Krajowego (BGK) in Polen die Entwicklungsfunds für den städtischen und den ländlichen Raum vor.
Die Vertreter der beiden Banken waren sich einig, dass der Einsatz von Finanzierungsinstrumenten viele Möglichkeiten eröffnet, auch wenn deren Einsatz die Institute vor Herausforderungen im Hinblick auf regulatorische Bedingungen stellt. Beide durch die EU gibt, ist der größte Vorteil der Instrumente ihre flexible Anpassbarkeit.


 
Grünkohlessen
Landkreise Göttingen und Osterode am Harz  
Partnerregion

01.03.2016
Niedersächsisches Grünkohlessen in der Landesvertretung
Zum 19. Mal fand am 01.03. das niedersächsische Grünkohlessen in der „Hauptstadt Europas" statt. Ministerpräsident Stephan Weil begrüßte in der Landesvertretung in Brüssel ca. 350 hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien. Rolf-Dieter Krause, Leiter des ARD Studios Brüssel, hielt die „Grünkohl-Festansprache". Als Kooperationspartner konnten sich in diesem Jahr die Landkreise Göttingen und Osterode am Harz dem Brüsseler Publikum präsentieren. Dabei kam die in diesem Jahr stattfindende Fusion beider Landkreise zur Sprache. Staatssekretärin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Birgit Honé, stand den Gästen für informative Gespräche zur Verfügung. Dietmar Wischmeyer, alias „Günther der Treckerfahrer", rundete die Veranstaltung mit seiner kabarettistischen Einlage amüsant ab.

 
Neujahrsempfang Volkswagen AG

25.01.2016
Neujahrsempfang Volkswagen AG
Mehr als 200 Gäste aus Brüsseler EU - Institutionen, Politik, Wirtschaft und Botschaften begrüßte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Matthias Müller, am 25.01. zum traditionellen Neujahresempfang. Dieses Mal fand der Empfang in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU statt. Quasi aus erster Hand konnten die Gäste Näheres zu den Umständen der aktuellen Probleme bei Volkswagen erfahren. Matthias Müller machte deutlich, dass man alles daran setzen werde, die Krise zu bewältigen. Dabei hob er insbesondere die künftig verstärkten Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität hervor. In vielen Gesprächen hatten die Gäste Gelegenheit, mit Matthias Müller die Themen zu vertiefen. Kulinarisch begleitet wurde der Empfang - sehr bodenständig - mit der Original „VW - Currywurst", im Volkswagenkonzern ein Muss und nun auch in Brüssel bekannt.

 
RATlos?

13.01.2016
„Radikalisierung - RATlos? - Prävention durch Wertevermittlung"
Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen haben am 13. Januar 2016 in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union die Aufgabe der Präventions- und Bildungsarbeit zur Verhinderung von Radikalisierungsprozessen in Europa diskutiert. Die gut besuchte Veranstaltung bildete den Abschluss der Reihe „Radikalisierung -RATlos?". Frauke Heiligenstadt, Niedersächsische Kultusministerin, und Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, stellten Maßnahmen und Aktivitäten des Landes zur Vermittlung gesellschaftlicher Werte als Instrument langfristiger Prävention in der schulischen Bildung und der Erwachsenenbildung in Niedersachsen vor. Nach einem Eröffnungsvortrag von Dr. Werner Zettelmeier (Universität Cergy-Pontoise) diskutierten auf dem Panel: Prof. Rudolf Leiprecht (Professor für Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Diversity Education der Universität Oldenburg), Friederike Otte (Didaktische Leiterin der Albert-Einstein-Schule, Laatzen), Reinhard Koch (Leiter des Zentrums Demokratische Bildung in Wolfsburg) und Dr. Andreas Schwegel (Leiter der Präventionsstelle für politisch motivierte Kriminalität beim niedersächsischen Landeskriminalamt).


Artikel-Informationen

23.12.2016

Ansprechpartner/in:
Herr Rafael Schubert

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