Niedersächsische Staatskanzlei klar

Landesregierung beschließt Bericht über das Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“

Am (heutigen) Dienstag hat das niedersächsische Kabinett den vom Umweltministerium federführend erarbeiteten Fünfjahresbericht über die Entwicklung des Biosphärenreservats „Niedersächsische Elbtalaue" beschlossen. Der Bericht wird nun, wie im Biosphärenreservatsgesetz von 2002 vorgesehen, dem Niedersächsischen Landtag zugeleitet.

Die Elbtalaue erstreckt sich über fast 100 Flusskilometer entlang der Mittelelbe von Schnackenburg im Landkreis Lüchow-Dannenberg bis Hohnstorf im Landkreis Lüneburg. Sie ist eine der wertvollsten und vielfältigsten Landschaften Niedersachsens und wurde vom niedersächsischen Landtag vor 15 Jahren einstimmig als Biosphärenreservat unter Schutz gestellt. Der dritte Fünfjahresbericht zeigt, dass dieser Schutz wirkt: Die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Kulturlandschaft konnten bewahrt und aufgewertet werden. Die biologische Vielfalt ist bemerkenswert; viele Tierarten wie zum Beispiel Weißstorch, Kranich, Seeadler, nordische Gastvögel, Fischotter, Biber oder Fledermäuse lassen sich häufiger als früher beobachten. Gleichzeitig wird das Ziel eines Biosphärenreservats verfolgt, gemäß den Kriterien der UNESCO als Modellregion für nachhaltige Entwicklung zu fungieren und ein vorbildliches Miteinander von Mensch und Natur zu erproben.

Durch die enge Zusammenarbeit der Biosphärenreservatsverwaltung mit zahlreichen Institutionen in der Elbtalaue hat sich ein konstruktives Miteinander auch bei schwierigeren Themen entwickelt.

Zahlreiche Förderprojekte zur Landschaftsentwicklung und zum Naturerlebnis kommen auch einem nachhaltigen Tourismus zu Gute. Der Bericht zeigt auf, dass dafür insgesamt in den letzten fünf Jahren annähernd zehn Millionen Euro an Landes- und EU-Mitteln in das Biosphärenreservat gelenkt worden sind. Zusätzlich wurden für die naturschutzgerechte Bewirtschaftung insbesondere von Grünland jährlich rund 2,6 Millionen Euro an landwirtschaftliche Betriebe bewilligt. Der Anteil an biologisch bewirtschafteter Fläche liegt mit etwa zwölf Prozent im Biosphärenreservat deutlich höher als im Landesdurchschnitt.

Die regionalen Akteure, das heißt die bei der Berichtserstellung beteiligten Landkreise und der Biosphärenreservatsbeirat, teilen die Ansicht der Landesregierung, dass das Biosphärenreservat ein interessantes Instrument für eine nachhaltige Landschafts-, Regional- und Tourismusentwicklung darstellt.

Das 15jährige Bestehen des Biosphärenreservats „Niedersächsische Elbtalaue" wird auch bei der Tagung des Biosphärenreservats „Natur und Kultur in der Elbtalaue" am 4. November 2017 in Bleckede Anlass zur Rückschau wie zum Blick nach vorn geben.

Artikel-Informationen

12.09.2017

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
Fax: 0511/120-6833

http://www.niedersachsen.de

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