Niedersächsische Staatskanzlei

Meeresforschung für resiliente Küstenregionen: Landesvertretung bringt Wissenschaft und Politik in Brüssel zusammen

Wie kann die Meeresforschung dazu beitragen, Europas Küstenregionen widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen? Und welche politischen Weichen müssen heute gestellt werden, damit Forschung und Innovation bis 2035 einen wirksamen Beitrag zu nachhaltigem Küstenschutz, maritimer Sicherheit und einer resilienten blauen Wirtschaft leisten können? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die gemeinsame Veranstaltung „Horizon 2035 – Advancing Marine Science for Society and the Resilience of Coastal Regions“, zu der die Landesvertretung gemeinsam mit der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) am 2. Juli 2026 nach Brüssel eingeladen hatte.

Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung Melanie Walter eröffnete die Veranstaltung und hob die besondere Bedeutung der Meeres- und Küstenforschung für Niedersachsen als Nordseeland hervor. Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen zum nächsten MFR der EU sowie zum künftigen Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe betonte sie, dass die Entscheidungen der kommenden Monate die europäische Meeresforschung bis weit in die nächste Dekade prägen werden. „Eine resiliente Zukunft Europas wird nur mit resilienten Küstenregionen möglich sein. Und resiliente Küstenregionen brauchen starke Wissenschaft, langfristige Investitionen, europäische Zusammenarbeit und den Mut, über kurzfristige politische Zyklen hinauszudenken.“

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, welche Erwartungen Gesellschaft und Politik künftig an die Meeres- und Küstenforschung richten und welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um den Herausforderungen des Klimawandels, des Küstenschutzes und einer nachhaltigen Nutzung der Meere wirksam zu begegnen. Der European Ocean Pact, die OceanEye-Initiative der KOM sowie die laufenden Verhandlungen über den nächsten EU-Haushalt und das künftige Forschungsrahmenprogramm bilden hierfür einen entscheidenden politischen Rahmen.

Prof. Dr. Torsten Schlurmann (Vorstand der Deutschen Allianz Meeresforschung und Leibniz Universität Hannover) eröffnete die Veranstaltung. James Morrison, Direktor für Healthy Planet der KOM, hielt die Keynote und moderierte die Podiumsdiskussion.

Im Mittelpunkt der anschließenden Podiumsdiskussion standen die Erwartungen von Gesellschaft und Politik an die Meeresforschung bis zum Jahr 2035. Vertreterinnen und Vertreter führender deutscher Forschungseinrichtungen, darunter das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, das Alfred-Wegener-Institut, das Deutsche Schifffahrtsmuseum, das Helmholtz-Zentrum Hereon, die Technische Universität Braunschweig sowie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, diskutierten über die Herausforderungen und Potenziale der Meeres- und Küstenforschung.

Mit der Veranstaltung setzten die Landesvertretung Niedersachsen und die Deutsche Allianz Meeresforschung ein gemeinsames Zeichen für die Bedeutung exzellenter Wissenschaft als Grundlage einer zukunftsfähigen europäischen Meerespolitik. Gleichzeitig bot der Abend eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis und unterstrich die Rolle Niedersachsens als bedeutender Forschungs- und Innovationsstandort im Bereich der Meeres- und Küstenforschung.

  Bildrechte: Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU
  Bildrechte: Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU
  Bildrechte: Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU
  Bildrechte: Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU
  Bildrechte: Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln