Niedersächsische Staatskanzlei

Aus Daten werden Lösungen: Niedersachsen stärkt mit dem Projekt „Smart Region Ostfriesland“ die digitale Souveränität in der Zukunftsregion Ostfriesland

Wie gut Regionen funktionieren, ist auch abhängig von Datenflüssen und der digitalen Infrastruktur vor Ort. In der Zukunftsregion Ostfriesland setzen die Landkreise Leer, Aurich, Wittmund und die kreisfreie Stadt Emden mit dem Projekt „Smart Region Ostfriesland“ daher auf den Aufbau eines digitalen Datenraums. Ohne eine zusätzliche zentrale Sammelstelle zu benötigen, sollen vorhandene Datenquellen über gemeinsame Standards, Schnittstellen und einen regionalen Metadatenkatalog für Kommunen, Unternehmen, Versorger und weitere Akteure auffindbar und nutzbar gemacht werden. Das Land unterstützt das Vorhaben für mehr Zusammenarbeit, Effizienz und digitale Souveränität in der Region mit rund 280.000 Euro aus dem Förderprogramm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ sowie mit Kofinanzierungshilfen.

Dazu überreicht Niedersachsens Europa- und Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter am (heutigen) Freitag gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung Weser-Ems Nikolaus Jansen die Bescheide und informiert sich vor Ort über die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Projekts. Dieses setzt von Beginn an auf konkrete Lösungen: Offene Schnittstellen und strukturierte Verwaltungsdaten ermöglichen eine automatisierte Berichterstellung und entlasten damit kommunale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Standardisierte Echtzeit-Zugriffe auf Pegel-, Wetter- und Sensordaten schaffen die Grundlage für Frühwarnsysteme im Katastrophenschutz. Offene Zählstellen und Bürgerfeedback zur Radwegeinfrastruktur helfen dabei, Sicherheitsmängel sichtbar zu machen und gezielt anzugehen.

„Wenn wir über Digitalisierung sprechen, denken wir häufig zuerst an Technik, Software oder neue Anwendungen. Doch der eigentliche Wert entsteht dort, wo Menschen, Organisationen und Regionen Informationen teilen, zusammenarbeiten und daraus neue Lösungen entwickeln. Das Projekt ‘Smart Region Ostfriesland‘ schafft die digitale Grundlage dafür, dass Daten zu praktischen Lösungen werden, die den Alltag der Menschen erleichtern, die Verwaltungen stärken und die Region insgesamt zukunftsfähiger machen“, sagte Melanie Walter, Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung. „Die heutige Übergabe der Bescheide macht zugleich deutlich, wie unterschiedliche Förderinstrumente des Landes ineinandergreifen: Während die Zukunftsregion Ostfriesland innovative Zusammenarbeit und strategische Entwicklung fördert, tragen die Konfinanzierungshilfen dazu bei, konkrete Vorhaben vor Ort zu ermöglichen und umzusetzen“, so die Ministerin weiter.

„Das Projekt ‘Smart Region Ostfriesland‘ verbindet Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und weitere Akteure und schafft mit dem digitalen Datenraum eine Grundlage, auf der auch künftig neue gemeinsame Lösungen für die Region entstehen können. Damit ist das Projekt ein hervorragendes Beispiel für die gelebte interkommunale Zusammenarbeit in Weser-Ems und zeigt, wie durch innovative digitale Infrastruktur partnerschaftliche Entwicklungen gefördert werden können", sagte Nikolaus Jansen, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Weser-Ems.

Hintergrund
Mit dem Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ unterstützt das Land Niedersachsen die Zusammenarbeit von Landkreisen und kreisfreien Städten, um regionale Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Die insgesamt 14 Zukunftsregionen erhalten dafür regionale Budgets für kreisübergreifende Projekte und Unterstützung für Regionalmanagements, die regionale Projekte entwickeln. Für diesen wichtigen Baustein einer aktiven Regionalpolitik setzt die Landesregierung bis zum 31. Dezember 2029 rund 96 Millionen Euro aus europäischen Fördermitteln (EFRE/ESF+) ein.

Die 14 anerkannten Zukunftsregionen in Niedersachsen sind: Elbtalaue-Heide-Wendland, Ems-Vechte, Hannover-Hildesheim, HeiDefinition, JadeBay, Mitte Niedersachsen, Moorregion Elbe-Weser, Ostfriesland, StadtLandZukunft OS, Süderelbe, Südniedersachsen, SüdOstNiedersachsen, Weserberglandplus, Zukunftsregion4Klima.

Die Zukunftsregion Ostfriesland umfasst die Landkreise Leer, Aurich, Wittmund und die kreisfreie Stadt Emden. Ihr stehen über das Förderprogramm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ rund 4,8 Millionen Euro Fördermittel aus den EU-Förderfonds EFRE und ESF+ bis 2029 für Projekte in den Handlungsfeldern „Regionale Innovationsfähigkeit“ (rund 2,8 Millionen) und „Kultur und Freizeit“ (rund 2 Millionen) zur Verfügung. Mit den EU-Mitteln können einschließlich regionaler Kofinanzierung bei einem zulässigen Fördersatz von 40 Prozent Projekte im Gesamtvolumen von über 12 Millionen Euro umgesetzt werden.

Weitere Informationen unter
www.zukunftsregion-ostfriesland.de

Presseinformationen Bildrechte: Stk

Artikel-Informationen

erstellt am:
04.09.2026

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946

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