Niedersächsische Staatskanzlei

EU- und Landesmittel in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro stärken Berufsorientierung, Freizeit und Innovation in der Zukunftsregion Hannover-Hildesheim

Starke Unterstützung für starke Ideen im Amtsbezirk Leine-Weser: Niedersachsens Europa- und Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter hat am (heutigen) Freitag Förderbescheide aus dem Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ an die Stadt Hildesheim, die Region Hannover und die Stadt Pattensen überreicht. Alle drei Partner arbeiten, gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover und dem Landkreis Hildesheim, eng unter dem Dach der aus EU-Mitteln geförderten „Zukunftsregion Hannover-Hildesheim“ zusammen, um Projekte zur regionalen Innovationsfähigkeit sowie Kultur und Freizeit voranzubringen. Ergänzt durch zwei Förderbescheide aus dem Landesprogramm „Kofinanzierungshilfen", überreicht durch den Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung Leine-Weser Ottmar von Holtz, fließen so rund 1,9 Millionen Euro in die Region.

„Die Zukunftsregion Hannover-Hildesheim zeigt, wie Europa und Niedersachsen gemeinsam ganz konkret vor Ort wirken. Mit rund 1,9 Millionen Euro fördern wir Projekte, die den Menschen im Alltag zugutekommen: von sozialen Innovationen in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft über digitale Berufsorientierung für junge Menschen bis hin zu attraktiven Sport- und Freizeitangeboten für alle Generationen. Damit stärken wir den Zusammenhalt, geben Antworten auf Herausforderungen und steigern die Lebensqualität in Stadt und Land. EU- und Landesmittel wirken dabei Hand in Hand, so dass gute Ideen zu spürbaren Verbesserungen für die Menschen vor Ort werden“, sagte Melanie Walter, Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung.

„Die Kofinanzierungshilfe ist ein viel gefragtes Förderinstrument des Landes. Nur mit ihr sind viele Kommunen überhaupt erst in der Lage, EU-geförderte Projekte zu finanzieren. Auf diese Weise trägt das Land dazu bei, dass gute Ideen, die unsere Region weiter stärken, tatsächlich umgesetzt werden können“, sagte Ottmar von Holtz, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Leine-Weser.


Über die geförderten Projekte:

Social Innovation Center – Impact Region

Das Social Innovation Center (SIC) ist ein kooperativ getragenes Innovations- und Gründungszentrum für soziale Innovationen und gemeinwohlorientierte Geschäftsmodelle in der Region Hannover und Hildesheim. Im Projekt „Impact Region“ sollen innovative Ansätze in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft gefördert und Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über eine interkommunale Plattform miteinander vernetzt und durch Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote gefördert werden. Unternehmen der Sozialwirtschaft erhalten gezielte Unterstützung bei Innovationsprozessen, während Gründungsteams praxisnah begleitet werden und Zugang zu einem Reallabor erhalten. So entstehen neue Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen und ein starkes regionales Ökosystem für Social Entrepreneurship (Gesamtkosten: 498.000,85 Euro, Förderung aus der Richtlinie „Zukunftsregionen“: 199.200,34 Euro für die Region Hannover).

„Start.Gut – Innovation für Sozial- und Gesundheitswirtschaft“

Die Stadt Hildesheim plant, das rund zwei Kilometer nordwestlich der Innenstadt gelegene „Gut Steuerwald“ zu einem Hotspot weiterzuentwickeln. In Kooperation mit dem Social Innovation Center (SIC) soll ein Ort zum Austausch und Entwicklung innovativer Geschäftsideen im sozialen Bereich für Studierende, Gründerinnen und Gründer, Unternehmen und Institutionen geschaffen werden, der Gesundheits- und Sozialwirtschaft mit der Wissenschaft (HAWK, Universität Hildesheim) verknüpft sowie Verwaltung, Vereine (u.a. Kongregation der barmherzigen Schwestern) und Ehrenamt in den Fokus rückt. So sollen beispielsweise Techniken und Verfahren im Hospiz und in den betreuten Wohngemeinschaften erprobt werden (Gesamtkosten: 683.257,28 Euro, Förderung aus der Richtlinie „Zukunftsregionen“: 273.302,53 Euro, Kofinanzierungshilfen: 305.981,85 Euro für die Stadt Hildesheim).

„Date Your Job – zentrale digitale Plattform zur Berufsorientierung“

Eine Umfrage unter 1.800 Schülerinnen und Schülern in der Region Hildesheim hat gezeigt, dass sich rund 70 Prozent von ihnen bei der Berufswahl unsicher sind. Die Stadt Hildesheim möchte ihnen mit einer interaktiven und digitalen Plattform zur Berufsorientierung helfen, die richtigen Antworten auf ihre Fragen rund um Ausbildungsplätze, Praktika und Informationsveranstaltungen zu finden. Spielerische Elemente und Matching-Funktionen sollen Unternehmen und Jugendliche der Region zusammenführen, um den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern und die Fachkräftelücke kleiner werden zu lassen (Gesamtkosten: 456.812,71 Euro, Förderung aus der Richtlinie „Zukunftsregionen“: 182.725,08 Euro, Kofinanzierungshilfen: 204.522,23 Euro für die Stadt Hildesheim).

„Sparkassen SportCourt Pattensen“

Die Stadt Pattensen plant auf einer Fläche von mehr als 5.000 Quadratmetern eine moderne, vielseitige und barrierearme Sport- und Freizeitfläche für alle Altersgruppen. Die Anlage bietet Raum für Rollsportarten, Streetball, Calisthenics, Pumptrack, Outdoorfitness und vieles mehr. So sollen Bewegung, Begegnung und Teilhabe gefördert und im ländlichen Raum weitere attraktive Freizeitangebote jenseits des Fußballs geboten werden. Das Projekt wird wesentlich von der Sparkasse Hannover sowie durch zahlreiche Sportvereine unterstützt, darunter der Verein für Jugend und Sport in Pattensen e. V., die Hannover Indians, ESC Wedemark Scorpions, SC Bison Calenberg und weitere Rollsport- und Inklusionssportvereine (Gesamtkosten: 1.794.579,84 Euro, Förderung: 717.617,71 Euro für die Stadt Pattensen).


Hintergrund

Mit dem Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ unterstützt das Land Niedersachsen die Zusammenarbeit von Landkreisen und kreisfreien Städten, um regionale Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Die insgesamt 14 Zukunftsregionen erhalten dafür regionale Budgets für kreisübergreifende Projekte und Unterstützung für Regionalmanagements, die regionale Projekte entwickeln. Für diesen wichtigen Baustein einer aktiven Regionalpolitik setzt die Landesregierung bis zum 31. Dezember 2029 rund 96 Millionen Euro aus europäischen Fördermitteln (EFRE/ESF+) ein.

Die 14 anerkannten Zukunftsregionen in Niedersachsen sind: Elbtalaue-Heide-Wendland, Ems-Vechte, Hannover-Hildesheim, HeiDefinition, JadeBay, Mitte Niedersachsen, Moorregion Elbe-Weser, Ostfriesland, StadtLandZukunft OS, Süderelbe, Südniedersachsen, SüdOstNiedersachsen, Weserberglandplus, Zukunftsregion4Klima.

Die Zukunftsregion Hannover-Hildesheim umfasst den Landkreis Hildesheim, die Stadt Hildesheim und die Landeshauptstadt Hannover mit dem Leadpartner Region Hannover. Ihr stehen über das Förderprogramm rund 4,8 Millionen Euro Fördermittel aus den EU-Förderfonds EFRE und ESF+ bis 2029 für Projekte in den Handlungsfeldern „Regionale Innovationsfähigkeit“ (rund 2,8 Millionen) und „Kultur und Freizeit“ (rund 2 Millionen) zur Verfügung. Mit den EU-Mitteln können einschließlich regionaler Kofinanzierung bei einem zulässigen Fördersatz von 40 Prozent Projekte im Gesamtvolumen von über 12 Millionen Euro umgesetzt werden.

Weitere Informationen unter www.zukunftsregion-hannover-hildesheim.de

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Artikel-Informationen

erstellt am:
28.08.2026

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946

http://www.niedersachsen.de

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