Niedersächsische Staatskanzlei

Europaministerin Melanie Walter reist mit Delegation nach Schottland

Die Niedersächsische Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Melanie Walter, reist heute Abend gemeinsam mit einer rund zwölfköpfigen Delegation aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nach Schottland. Stationen der Reise sind Edinburgh und St. Andrews.

Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs wird am 30. September zur Delegation stoßen, als Mitgastgeber des Empfangs zum Tag der Deutschen Einheit in Edinburgh. Der Staatssekretär des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur Prof. Dr. Joachim Schachtner ist als Delegationsteilnehmer bei allen Programmpunkten dabei.

Im Mittelpunkt der Reise stehen die Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft, die Entwicklung ländlicher Räume sowie Fragen der Energiepolitik, des Klimaschutzes und der demokratischen Teilhabe in Europa.

Schottland und Niedersachsen verbindet eine enge Partnerschaft mit vielfältigen Berührungspunkten in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Vor dem Hintergrund des Brexit sollen bestehende Kontakte vertieft und neue Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet werden.

So wird beispielsweise das gesamte Vereinigte Königreich, einschließlich Schottland, ab 2027 wieder als assoziiertes Programmland am EU-Programm Erasmus+ teilnehmen. Ab dem Studienjahr 2027/2028 können EU-Studierende wieder gebührenfrei nach Schottland reisen und umgekehrt.

Zum Auftakt wird die Delegation in Edinburgh von der Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Schottland, Christiane Hullmann, über aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklungen informiert.

Ein Schwerpunkt des Besuchs liegt auf dem Austausch mit der University of St Andrews, einer der ältesten und renommiertesten Hochschulen des Vereinigten Königreichs. In Gesprächen mit Universitätsleitung und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stehen die Zusammenarbeit mit niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie gemeinsame Ansätze zur Regionalentwicklung im Fokus. Darüber hinaus befassen sich mehrere Fachgespräche unter anderem mit Fragen der Wiederherstellung von Moorlandschaften als Kohlenstoffspeicher sowie der Entwicklung ländlicher Räume.

Am zweiten Reisetag besucht die Delegation das Schottische Parlament. Geplant sind Gespräche mit der schottischen Ministerin für Klimaschutz und ländliche Angelegenheiten, Gillian Martin, sowie mit dem Minister für Europa, Auswärtige Angelegenheiten und Energie, Stephen Gethins. Themen sind unter anderem die Förderung ländlicher Regionen, die Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen Schottland, Niedersachsen und der Europäischen Union nach dem Brexit sowie Strategien zur Stärkung demokratischer Strukturen in Europa.

Weiterer Programmpunkt ist eine Gesprächsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern der schottischen Zivilgesellschaft zur Stärkung des europäischen Gedankens und des demokratischen Engagements.

Am Abend des 30. September nimmt die Delegation an einem Abendempfang anlässlich des Tages der Deutschen Einheit in den Edinburgh City Chambers teil, zu dem die Deutsche Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland im Vereinigten Königreich, Susanne Baumann, gemeinsam mit der Generalkonsulin Christiane Hullmann und Minister Falko Mohrs einlädt.

Am Abschlusstag der Reise stehen Gespräche mit der Royal Society of Edinburgh und dem European Centre for Advanced Studies auf dem Programm. Dabei geht es insbesondere um Kooperationen in den Bereichen regionale Entwicklung und ländliche Räume. Darüber hinaus informiert sich die Delegation über den City Region Deal Edinburgh & South East Scotland, der als Modell für regionale Innovationsförderung und die Verzahnung städtischer und ländlicher Entwicklung gilt. Übergeordnetes Ziel des auf 15 Jahre angelegten Investitionsabkommens für Edinburgh und den Südosten Schottlands ist ein inklusives Wachstum. Von der wirtschaftlichen Entwicklung sollen neben Edinburgh auch ländliche Gebiete, strukturschwächere Teilregionen und benachteiligte Bevölkerungsgruppen profitieren.

Ministerin Melanie Walter: „Niedersachsen und Schottland pflegen in vielen Bereichen enge Beziehungen. Beide Länder stehen vor ähnlichen Herausforderungen, sei es bei der Stärkung ländlicher Regionen, beim Moor- und Klimaschutz, bei der Energiewende und bei der Innovationskraft von Wissenschaft und Forschung. Der direkte Austausch mit unseren schottischen Partnerinnen und Partnern eröffnet wertvolle Chancen für neue Kooperationen in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Ziel der Reise ist es, bestehende Kontakte auszubauen und neue Impulse für die Zusammenarbeit zwischen Niedersachsen und Schottland zu gewinnen. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher und geopolitischer Veränderungen sind starke europäische Netzwerke wichtiger denn je.“

Die Delegation kehrt am 1. Oktober 2026 zurück nach Niedersachsen.

Presseinformationen Bildrechte: Stk

Artikel-Informationen

erstellt am:
28.09.2026

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946

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