Ministerin Walter: „Sanierte Drehbrücke stärkt die deutsch-niederländische Grenzregion“
Die Niedersächsische Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Melanie Walter, hat am (heutigen) Donnerstag auf Einladung der Bentheimer Eisenbahn AG an der feierlichen Wiedereinsetzung der historischen Drehbrücke über den Coevorden-Piccardie-Kanal in den Niederlanden teilgenommen.
Die Brücke ist ein zentrales Element für die Reaktivierung der grenzüberschreitenden Bahnstrecke zwischen dem deutschen Neuenhaus und dem niederländischen Coevorden, auf der ab Dezember 2026 wieder regelmäßiger Personenverkehr angeboten werden soll. Für die Umsetzung stehen insgesamt rund 50 Millionen Euro zur Verfügung. Finanziert wird das Vorhaben durch Bundesmittel, Beiträge des Landes Niedersachsen sowie Förderungen der Provinz Drenthe und des niederländischen Zentralstaates.
„Mit der sanierten Drehbrücke setzen wir heute ein weiteres wichtiges Puzzlestück auf dem Weg zur Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Neuenhaus und Coevorden ein. Hier ist es gelungen, historische Infrastruktur zu bewahren und zugleich die Voraussetzungen für moderne Mobilität zu schaffen. Die Wiederinbetriebnahme der Strecke bringt einen echten Mehrwert für Pendlerinnen und Pendler, für den Tourismus und für die Unternehmen zwischen Ems und Vechte. Deshalb hat Niedersachsen weitere Schnittstellenmaßnahmen mit zusätzlichen eine Million Euro unterstützt. Es geht dabei um mehr als neue Gleise und bessere Verbindungen: Die grenzüberschreitende Bahnverbindung wird die deutsch-niederländische Grenzregion noch enger zusammenführen und ihre gemeinsame Entwicklung weiter voranbringen. Sie ist ein starkes Zeichen für Mobilität, wirtschaftliche Entwicklung und ein lebendiges Europa“, sagte Ministerin Walter.
Die mehr als 100 Jahre alte Drehbrücke befindet sich auf niederländischer Seite in unmittelbarer Nähe des Europarks Coevorden-Emlichheim und stellt künftig ein wesentliches Bindeglied für den sogenannten Regiopa Express dar. Anstelle eines vollständigen Neubaus wurde das Bauwerk in den vergangenen zehn Monaten durch die „Neuero Railtec GmbH“ in Emlichheim umfassend modernisiert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Unter anderem wurde die Brücke an die Leit- und Sicherungstechnik angebunden, sodass sie künftig vom Stellwerk in Nordhorn aus ferngesteuert werden kann. Die Sanierungskosten von rund zwei Millionen Euro werden vollständig von niederländischer Seite getragen.
Die Reaktivierung der rund 28 Kilometer langen Bahnstrecke Neuenhaus-Coevorden ist das letzte Teilstück des grenzüberschreitenden Gesamtprojekts zwischen Bad Bentheim und Coevorden. Mit der geplanten Aufnahme des regulären Zugverkehrs am 11. Dezember 2026 entsteht erstmals seit Jahrzehnten wieder eine direkte Schienenverbindung zwischen der Grafschaft Bentheim und Coevorden. Der vorgesehene Stundentakt soll die Mobilität in der Grenzregion stärken, neue Impulse für Tourismus und Wirtschaft setzen und die Zusammenarbeit zwischen Niedersachsen und den Niederlanden weiter vertiefen.
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erstellt am:
27.08.2026
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