Niedersächsische Staatskanzlei

Ministerpräsident Olaf Lies reist mit einer Delegation in Niedersachsens französische Partnerregion Normandie

Ministerpräsident Olaf Lies reist vom (heutigen) Dienstag, 2. Juni 2026, bis zum Freitag, 5. Juni 2026, mit einer rund 15-köpfigen Delegation aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft in Niedersachsens französische Partnerregion Normandie. Im Mittelpunkt der Reise stehen die Unterzeichnung einer neuen Kooperationsvereinbarung im Bereich Bildung und Jugend zwischen Niedersachsen und der Normandie, Gespräche zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit, Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg sowie der Austausch mit Jugendlichen. Niedersachsen und die Normandie verbindet eine über 40-jährige Partnerschaft.

Ministerpräsident Olaf Lies: „Die deutsch-französischen Beziehungen sind geprägt von Vertrauen, Zusammenarbeit und einem tiefen Verständnis für unsere gemeinsame Geschichte. Der Jahrestag des D-Day am 6. Juni erinnert an das unermessliche Leid, das – ausgehend von Deutschland – Europa damals im Zweiten Weltkrieg erlebt hat und an die Befreiung vom menschenverachtenden Nationalsozialismus. Die über vier Jahrzehnte bestehende Patenschaft zwischen Niedersachsen der Normandie ist auch Ausdruck von gelebter Versöhnung, von Frieden und Solidarität. Die Reise bietet uns die Gelegenheit, bestehende Kooperationen weiter zu vertiefen und neue Impulse für die Zusammenarbeit zu setzen. Deshalb bin ich dem Präsidenten der Region Normandie, Hervé Morin, sehr dankbar für die Einladung.“

Nach der Ankunft in Paris und dem Bustransfer in die Normandie beginnt das Programm in Giverny. Dort trifft die niedersächsische Delegation Vertreterinnen und Vertreter der Regionalregierung der Normandie zum Austausch. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Bildungs-, Jugend- und Tourismuspolitik sowie der kulturellen Zusammenarbeit. Im Anschluss gibt es eine Führung durch Haus und Gärten von Claude Monet, der Giverny zu einem international bekannten Kulturort gemacht hat. Anlässlich des Gedenkjahres zum 100. Todestag wird Monet 2026 besonders gewürdigt und als Ausnahmekünstler der Normandie gefeiert.

Nach einem Gespräch mit dem Präsidenten der Region Normandie, Hervé Morin, wird Ministerpräsident Olaf Lies gemeinsam mit Morin ein neues Kooperationsabkommen für Bildung und Jugend unterzeichnen.

„Wir wollen den Schülerinnen- und Schüleraustausch intensivieren, Begegnungen von Jugendlichen und Bildungsprojekte fördern,“ so Niedersachsens Ministerpräsident.

Der zweite Tag steht im Zeichen der Erinnerung an die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Goetheschule Hannover besucht die Delegation mit Omaha Beach einen der zentralen Landungsabschnitte der Alliierten am D-Day. Anschließend folgen Besuche und Kranzniederlegungen durch Ministerpräsident Lies auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer und auf dem deutschen Soldatenfriedhof in La Cambe.

Am Nachmittag steht ein Besuch des Mémorial de Caen auf dem Programm. Im Anschluss findet ein Austausch mit den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern über ihre Eindrücke des Tages statt. Ein Gespräch an der Universität Caen dient der Intensivierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit.

Der Tag endet mit einem Empfang in der Abbaye aux Dames, bei dem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft aus der Normandie mit der Delegation zusammenkommen. Dabei wird Ministerpräsident Lies mit der Medaille der Region Normandie ausgezeichnet.

Am dritten Tag stehen wirtschaftliche und wissenschaftliche Kooperationen im Mittelpunkt. Bei einem Treffen mit der Wirtschaftsagentur AD Normandie werden Chancen der Zusammenarbeit, insbesondere im Energiesektor, erörtert. Ein Besuch der Forschungsanlage GANIL (Schwerionenbeschleuniger) gibt Einblicke in die internationale Spitzenforschung in der Normandie.

Ein Höhepunkt der Reise ist die Teilnahme an der Verleihung des „Prix Liberté“ im Zénith de Caen vor rund 4.000 Gästen, darunter rund 3.500 Schülerinnen und Schüler aus der Normandie sowie Delegationen von Jugendlichen aus Deutschland und den USA. Ministerpräsident Lies wird dort ein Grußwort halten. Jugendliche zeichnen mit dem „Prix Liberté“ Personen aus, die sich in besonderer Weise für die Freiheit einsetzen – auch Schülerinnen und Schüler aus Hannover und Göttingen sind regelmäßig Teil der internationalen Jury.

Am letzten Tag besucht die Delegation den Standort der ArianeGroup in Vernon. Im Mittelpunkt stehen die europäische Raumfahrt sowie die deutsch-französische Zusammenarbeit in Hochtechnologie und Innovation. Im Anschluss findet ein Gespräch mit dem CEO der ArianeGroup, Christophe Bruneau, statt.

Am Freitagnachmittag reist die Delegation zurück nach Hannover.

Presseinformationen Bildrechte: Stk

Artikel-Informationen

erstellt am:
02.06.2026

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946

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