Niedersächsische Staatskanzlei klar

Frühkindliche, Schulische und Informelle Bildung

Frühkindliche Bildung

Frühkindliche Bildung legt den Grundstein für die gesamte Bildungsbiografie eines Kindes. Deshalb ist die Förderung der Qualität in der frühkindlichen Bildung eine wichtige Herausforderung. Hier spielen die Kita-Fachkräfte eine besondere Rolle, die im Laufe ihres Berufslebens viele Hundert junge Kinder betreuen und ganze Generationen prägen. Es bedarf daher dringend an Konzepten zur Nachwuchskräftegewinnung, zur Steigerung der Attraktivität dieses Berufes sowie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von erzieherischen Fachkräften. Außerdem müssen Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung verstärkt werden.

Die Angebote der frühkindlichen Bildung müssen - auch mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingssituation - auf den steigenden Anteil von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte reagieren, deren Potenziale noch weitgehend unerschlossen sind. Hier ist insbesondere die frühe Sprachförderung von großer Bedeutung.

Durch den demografischen Wandel sind einige Regionen Niedersachsens von Bevölkerungsrückgang und einer sinkenden Anzahl von Kindern betroffen. Hier wird es darauf ankommen, Angebote der frühkindlichen Bildung weiterhin wohnortnah bereitzustellen. Dadurch kann die Attraktivität ländlicher Räume als Lebensort für Familien erhöht und die Erwerbsbeteiligung von Müttern und Vätern in diesen Regionen gesichert werden. Eine bessere Kooperation der Angebote der frühkindlichen Bildung mit anderen Bildungseinrichtungen kann dazu wesentlich beitragen.

Als mögliche Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels hat das Zukunftsforum bewährte Praxisbeispiele zu frühkindlicher Bildung (PDF, 0,83 MB) zusammengestellt. Bei den Modellen und Empfehlungen handelt es sich sowohl um vor Ort bereits praktizierte und bewährte Vorhaben als auch um neu initiierte Projektideen.

Schulische Bildung

Die Sicherung eines qualitativ hochwertigen und erreichbaren schulischen Angebots ist gerade im Flächenland Niedersachsen mit seinen ausgeprägten ländlichen Räumen die zentrale Herausforderung. Schulen sind Teil der staatlichen Daseinsvorsorge und ihr Angebot vor Ort sichert die Attraktivität der ländlichen Räume als Lebens- und Arbeitsort. Wichtige Voraussetzungen dafür, ein solches Angebot vor Ort bzw. mit zumutbaren Schulwegen vorhalten zu können, sind die Förderung der schulform- und ggf. auch schulträgerübergreifenden Zusammenarbeit. Dies gilt gleichermaßen für die Kooperation von Schulen mit anderen Bildungsangeboten.

Insbesondere die Schülerschaft in den Ballungsräumen ist von einer hohen Anzahl von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte gekennzeichnet. Die Schulen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Integration von jungen Menschen mit ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Das schulische Angebot muss so weiterentwickelt werden, dass die kulturelle Vielfalt eine Chance und Bereicherung des schulischen Alltags wird.

Schülerinnen und Schüler stehen bei ihrem Einstieg in die Arbeitswelt vor deutlich veränderten Qualifikationsanforderungen. Die Vorbereitung auf diese zukünftigen Anforderungen ist ein wichtiger Beitrag, um die Innovations- und Leistungsfähigkeit der Gesellschaft zu erhalten und für die Berufs- und Arbeitswelt von morgen gerüstet zu sein. Lehrkräfte müssen qualifiziert werden, Schülerinnen und Schüler auf diese Herausforderungen vorzubereiten.

Als mögliche Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels hat das Zukunftsforum bewährte Praxisbeispiele zu schulischer Bildung (PDF, 0,75 MB) zusammengestellt. Bei den Modellen und Empfehlungen handelt es sich sowohl um vor Ort bereits praktizierte und bewährte Vorhaben als auch um neu initiierte Projektideen.

Informelle Bildung

Bildung wird nicht nur in formellen Zusammenhängen des Lebens erworben. Kinder und Jugendliche finden auch außerhalb der Schule Orte und Institutionen, in denen sie Wissen und Können erwerben können. Sozialkompetenz beispielsweise erwirbt man am besten im gemeinsamen Erleben und Handeln; Organisationsfähigkeit bei der Planung und Durchführung

eigener Projekte. Wesensmerkmal der informellen Bildung ist die Freiwilligkeit der Teilnahme und das bürgerschaftliche Engagement.

Durch die organisierten Angebote u. a. im Bereich der Kultur, der Jugendarbeit und des Sports werden hervorragende Orte und Gelegenheiten des informellen Lernens eröffnet.

Doch diese Angebote sind vielerorts von den Auswirkungen des demografischen Wandels betroffen. Die zurückgehende Zahl von Kindern und Jugendlichen, Mobilität und Abwanderung von engagierten jungen Erwachsenen in Richtung der Ballungszentren sowie die kulturelle und zum Teil auch sprachliche Heterogenität der Zielgruppen haben große Auswirkungen auf die Angebotsstruktur vor Ort.

Darüber hinaus sind die außerschulischen Orte des informellen Lernens durch die Ausweitung des Ganztagsschulangebots und durch ein verändertes Freizeitverhalten junger Menschen herausgefordert.

Insgesamt steht die informelle Bildung vor den Herausforderungen eines allgemeinen Unterstützungs-, Vernetzungs-, und Qualifizierungsbedarfs.

Als mögliche Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels hat das Zukunftsforum bewährte Praxisbeispiele zu informeller Bildung (PDF, 0,82 MB) zusammengestellt. Bei den Modellen und Empfehlungen handelt es sich sowohl um vor Ort bereits praktizierte und bewährte Vorhaben als auch um neu initiierte Projektideen.


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