Niedersächsische Staatskanzlei klar

Partnerschaft mit dem Gebiet Tjumen (Russische Förderation)

Niedersachsen nutzte die neuen Chancen für einen Austausch mit Russland, die sich nach dem Ende der Sowjetunion eröffneten. Bereits 1992 schloss das Land eine Partnerschaft mit dem westsibirischen Gebiet Tjumen.

Die „Gemeinsame Erklärung" der Partnerschaft zwischen Niedersachsen und Tjumen wurde zuletzt durch Gouverneur Wladimir Jakuschew und den damaligen Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister 2012 in Hannover aktualisiert.

Zu den aktuellen inhaltlichen Schwerpunkten der Zusammenarbeit zählen wissenschaftlicher Austausch wie das Projekt „Nachhaltiges Landmanagement und Anpassungsstrategien an den Klimawandel für den Westsibirischen Getreidegürtel" unter Beteiligung niedersächsischer Hochschulen in Osnabrück oder die Kooperation der TU Clausthal mit der Staatlichen Tjumener Öl- und Gas-Universität, künstlerischer Austausch, Weiterbildungsveranstaltungen des Zentrums für Ost-West-Kommunikation Lüneburg sowie Kooperationsprojekte im Sozialbereich.

Der Deutschunterricht in Tjumen wird unterstützt. 2015 wurde dem Gymnasium 83 in Tjumen dafür eine entsprechende Auszeichnung des deutschen Auswärtigen Amtes verliehen. Im landwirtschaftlichen Bereich unterstützt die Deula Nienburg den Aufbau neuer Ausbildungsstrukturen an der Agrarfachschule Jalutorowsk. In Anwesenheit des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil konnte dort im September 2015 der erste Ausbildungsjahrgang für Traktoristen nach dem neuen Modell starten.

Wichtig für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit sind Begegnungen der führenden Politiker beider Regionen. Zuletzt trafen der Niedersächsische Ministerpräsident Weil und Staatssekretärin Birgit Honé mit Gouverneur Jakuschew während eines Besuchs in Tjumen Ende August/Anfang September 2015 zusammen.

Die Stadt Celle ist Partnerstadt der Gebietshauptstadt Tjumen.

Das Gebiet Tjumen

Fläche: 161.800 km² bzw. mit autonomen Bezirken 1,4 Mio. km² (ca. 8% des Russischen Staatsgebiets); Bevölkerung: 3,5 Mio. (inkl. autonome Bezirke; 2012).

Im Gebiet Tjumen, zu dem verwaltungsmäßig auch die autonomen Bezirke der Chanten und Mansen-Jugra sowie der Jamal-Nenzen gehören, liegen 64 Prozent der Erdölvorkommen und 91 Prozent der Erdgaslagerstätten Russlands in einem Gebiet mit der vierfachen Fläche Deutschlands. Sie machen 84 Prozent der Industrieproduktion im Gebiet Tjumen aus. Ergänzt wird dies durch Energiewirtschaft, chemische und petrochemische Industrie, Forst- und Landwirtschaft sowie Maschinenbau im südlichen Teil des Gebiets Tjumen.

Ansprechpartner:

Herr Mattias Hirschfeld

Tel.: +0049 (0) 511/120-6784

Email: mattias.hirschfeld@stk.niedersachsen.de

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