Niedersächsische Staatskanzlei klar

Partnerschaft mit der Region Perm (Russische Förderation)

Nach dem Wegfall des „Eisernen Vorhangs" nutzte Niedersachsen die neuen Möglichkeiten, an historisch gute Kontakte mit Russland anzuknüpfen. Mit den rohstoffreichen, aber teilweise noch unerschlossenen Regionen Tjumen und Perm wurden 1992 bzw. 1993 Partnerschaften geschlossen, die den Aufbau demokratischer und offener Strukturen unterstützten und einen breiten Austausch ermöglichen.

Niedersachsen und Perm vereinbarten 1993, im Umweltschutz, in der Wirtschaft und Landwirtschaft, in der Wissenschaft und Technik, im Kultursektor und Gesundheitswesen sowie in der Aus- und Weiterbildung des Verwaltungspersonals zusammenzuarbeiten. Außerdem beschlossen sie, direkte Kontakte zwischen Industriebetrieben hier und dort sowie Organisationen zu fördern.

Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil und der Gouverneur der Region Perm, Wiktor Basargin, aktualisierten die Partnerschaftserklärung 2013 in Moskau.

Zu den Konstanten der Zusammenarbeit gehören die Bereiche Sport (Judo, Biathlon, Handball, Hockey und Fechten) und Bildung. Das Kultusministerium entsendet eine niedersächsische Lehrkraft und Referenten zur Weiterbildung für Deutsch-Lehrkräfte in Perm und in Niedersachsen. Das Zentrum für Ost-West Kooperation organisiert Seminarprogramme für Germanistikstudierende in der Region Perm. Die TU Braunschweig lädt Studenten zu den internationalen Sommerkursen „Deutsche Sprache und Landeskunde" ein.

In den letzten Jahren wurden durch Niedersachsen außerdem Projekte in den Bereichen Brand- und Katastrophenschutz, Kultur, Justiz sowie Umweltschutz gefördert. Im Rahmen der Justizpartnerschaft zwischen Braunschweig und Perm werden Zivil- und Strafrecht, Strafvollstreckung oder Verwaltungsrecht der Jugendgerichtsbarkeit behandelt. Damit werden gegenseitiges Verständnis und Rechtssicherheit gefördert. Fachdelegationen aus dem Umweltbereich informieren sich beispielsweise über Planung, Implementierung und Management von Naturparks oder über naturschutzorientiertes Gewässermanagement.

Führende Politiker beider Regionen tragen zur Weiterentwicklung der Partnerschaft bei. Zuletzt trafen der Permer Gouverneur Wiktor Basargin und der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil am Rande eines Besuchs in Moskau im November 2013 zusammen. Staatssekretärin Birgit Honé besuchte in dieser Zeit die Region Perm.

Die Region Perm

Die Verwaltungsregion Perm liegt an der Grenze zwischen Europa und Asien, rund 1.100 km östlich von Moskau an den Westhängen des Ural.

Fläche: 160.236 km², Bevölkerung: 2,6 Mio. Einwohner (2015).

Die jetzige Region Perm ist zum 1.12.2005 durch die Fusion des Gebiets Perm mit dem Autonomen Kreis der Komipermjaken geschaffen worden. Perm gehört zum Föderationskreis Wolga und ist ein Verkehrsknotenpunkt mit Zugang zum Meer über den Fluss Kama und eine Durchlaufstation für acht Pipelines. Mit rund 3% des dort erwirtschafteten BIP Russlands zählt Perm zu den gut entwickelten Regionen. 74,6% der Einwohner leben in Städten. Zu den wichtigsten Industriezweigen zählen die chemische Industrie, die Ölverarbeitung und die Holzverarbeitung.

Material/Anlage: Partnerschaftserklärung 2013 in dt. und russ.
Link: http://www.perm.ru/

Ansprechpartner:

Herr Mattias Hirschfeld

Tel.: +0049 (0) 511/120-6784

Email: mattias.hirschfeld@stk.niedersachsen.de

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