Niedersächsische Staatskanzlei klar

Veranstaltungen und Termine

Mit Veranstaltungen präsentiert die Landesvertretung das Land als innovativen Wirtschaftsstandort sowie als attraktive Wissenschafts-, Kultur- und Tourismusregion auf europäischer Bühne. Die Landesvertretung bietet mit Round-Table-Gesprächen und Podiumsdiskussionen ein häufig genutztes Diskussionsforum für wichtige europapolitische Themen.

Die Landesvertretung empfängt in großem Umfang Besuchergruppen aus allen politischen und gesellschaftlichen Bereichen Niedersachsens, die sich über die europapolitischen Aktivitäten in Brüssel informieren oder Gespräche mit Abgeordneten des Europäischen Parlamentes, mit Dienststellen der Institutionen, mit Interessenvertretungen oder Nichtregierungsorganisationen in Brüssel führen wollen.

Damit trägt die Landesvertretung zu einem besserem Verständnis der Europäischen Union bei den Bürgerinnen und Bürgern des Landes sowie in umgekehrter Richtung zur Wahrnehmung niedersächsischer Akteure und Anliegen in Brüssel bei.

Anfragen richten Sie bitte an:

Andreas Mumme
Tel: +32 2 235 08 19

Catherine Béhague
Tel: +32 2 235 08 13



 
Veranstaltung Giganetz: v.l.n.r. Thomas Abel, Dr. Sonja Witte, Cornel Pampu, Ralf Borchers, Tjark Bartels, Isabel Janssen, Matthias Büning, Anne Neumann, Peter Eberl
Bildrechte: Alexander Louvet

27.09.2017

Veranstaltung zum Breitbandausbau im ländlichen Raum

Am 27.09. fand in der Landesvertretung Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) und dem Breitbandbüro des Bundes eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Auf dem Weg zum Giganetz - Konnektivität im ländlichen Raum stärken" statt. Über 50 Gäste aus dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission, Regionalen Vertretungen sowie Verbänden und Unternehmen informierten sich über den aktuellen Stand der Diskussionen zum Telekommunikationsrechtsrahmen und erhielten einen Einblick in aktuelle Herausforderungen des Breitbandausbaus in Deutschland.
Der Abteilungsleiter im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Ralf Borchers betonte, dass eine flächendeckende Verfügbarkeit hochleistungsfähiger Internetzugänge unerlässlich ist, um soziale Gerechtigkeit und Teilhabe zu ermöglichen und eine digitale Spaltung zwischen Stadt und Land zu verhindern. Er stellte die Frage, ob das Ziel der Europäischen Kommission, bis 2025 für alle europäischen Privathaushalte Zugang zu einem Internetanschluss mit mindestens 100 Mbit/s zu schaffen, der auf Gigabit-Geschwindigkeit aufgerüstet werden kann, dafür ausreiche. Nach seiner Auffassung sollte geprüft werden, ob nicht die Definition eines Infrastrukturziels besser geeignet sei als die Definition einer Zielbandbreite.
Thomas Abel, Geschäftsführer Telekommunikation des VKU legte dar, dass in schwer zu versorgenden Gebieten des ländlichen Raums vielfach die Kommunen selbst die Initiative ergriffen haben. Um den Erfolg und die Fortsetzung dieser Ausbauprojekte zu gewährleisten, müsse ein strategisch motivierter und destruktiver Doppel- bzw. Überbau zumindest zeitlich befristet wirksam unterbunden werden können. Dies solle insbesondere dann greifen, wenn Fördermittel in Anspruch genommen werden.
Peter Eberl von der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien der Europäischen Kommission erläuterte die regulatorischen Anreize für mehr Investitionen, die mit dem Europäischen Kodex für Elektronische Kommunikation gesetzt werden sollen. Isabel Janssen aus dem Büro der Europaabgeordneten Constanze Krehl stellte den aktuellen Diskussionsstand im Europäischen Parlament vor dem Hintergrund der am 2.10. anstehenden Abstimmung vor. Insbesondere bei der symmetrischen Regulierung und dem Ko-Investment sieht das Parlament noch Änderungsbedarf am vorliegenden Vorschlag.
Landrat Tjark Bartels aus Hameln-Pyrmont berichtete von den praktischen Erfahrungen und Hürden in der Realisierung von Breitbandprojekten. Das größte Hemmnis aus seiner Sicht ist aktuell das deutsche DigiNetz-Gesetz, welches die Mitverlegung von Lehrrohren oder Leitungen von Mitbewerbern vorsieht, was den Investitionsanreiz für den Erstausbauer zerstört, da er die Kosten für den Ausbau nicht angemessen mit dem Mitverleger teilen kann.
Matthias Büning, Leiter Recht und Regulierung der EWE Tel GmbH, machte deutlich, dass man sich in einem extrem dynamischen Markt bewege und dass man sich seitens der ausbauenden Unternehmen ein wenig Flexibilität in den Markterkundungsverfahren wünsche. Förderprojekte sollten zügig umgesetzt werden, denn Kalkulationen können sich durch veränderte Rahmenbedingungen auch verändern.
Im Fazit zeigte sich, dass der flächendeckende Breitbandausbau nur durch das faire Zusammenspiel aller Akteure gelingen kann und dafür braucht es regulatorische Sicherheit, gesunden Wettbewerb und kluge Förderung.

 
Ausstellung des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie
Bildrechte: Landesvertretung Niedersachsen bei der EU

18.09.2017

Ausstellung des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie

Es sind drei ganz unterschiedliche Geschichten, die der Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover ab Montag, den 18.09.2017 in den Räumen der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union in Brüssel zeigt:
Emile Ducke beschreibt in seiner Reportage, wie Menschen in Sibirien fernab jeder ärztlichen Versorgung, durch eine Klinik-Zug betreut werden. Das Krankenhaus auf Schienen ist ausgestattet mit einem Labor für Bluttests, Sonographie, EEG, EKG und Röntgen-Apparaten. Dort behandeln 17 Ärzte und deren Assistenten rund 15 000 Patienten im Jahr.
Hannes Jung beschäftigt sich in seiner schwarz-weiß fotografierten Abschlussarbeit mit der hohen Zahl von Suiziden in Litauen. Das Land hat die höchste Suizidrate Europas und eine der höchsten der Welt. Proportional mehr als dreimal so viele Menschen wie in der Europäischen Union bringen sich jährlich um, im ländlichen Raum steigt die Rate bis um das neunfache. Betroffen sind vor allem Männer zwischen 40 und 50 Jahren.
Jakob Schnetz besuchte Messen in ganz Deutschland, vor allem aber das Messegelände in Hannover, und beobachtete dabei sowohl komische als auch surreale Szenen. Mit insgesamt bis zu 10 Millionen Besuchern und mehr als 170 überregionalen Messen pro Jahr gilt Deutschland weltweit als wichtigster Messestandort.
Die ganz persönlichen Blicke auf Themen unserer Zeit sind ein Querschnitt von Geschichten und Bildsprachen, die deutlich machen, dass Fotojournalismus mehr ist als die schnell lesbare Illustration von Infohäppchen durch allwissende Welterklärer. Die hier ausgestellten Fotografen stellen Fragen zu Themen, die Menschen heute bewegen, reflektieren die Zeit in der wir leben und formulieren ihre Haltung dazu. Die drei mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Fotografen erzählen ihre Geschichten in persönlichen Visualisierungen und formulieren so ihre eigenen Positionen. Sie zeigen damit, wie Fotojournalismus an einem der weltweit erfolgreichsten Studiengänge für Fotojournalismus verstanden und vermittelt wird. Zuvor wurden diese Arbeiten auf dem renommierten Fotojournalismus-Festival „Visa pour l'Image" in Perpignan gezeigt.

 
Erster norddeutscher Science Slam in Brüssel
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13.09.2017

Erster norddeutscher Science Slam in Brüssel

Aus Anlass der 10. Brüssel-Konferenz der norddeutschen EU-Hochschulbüros und der für Wissenschaft zuständigen Referentinnen und -Referenten der norddeutschen Länder in Brüssel veranstalteten die Länder Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen in den Räumen der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union am Abend des 13.09.2017 einen Science Slam. In kurzen Vorträgen präsentierten fünf Wissenschaftler aus Norddeutschland in einem Wettstreit Spannendes aus ihren jeweiligen Forschungsgebieten. Im Mittelpunkt stand dieses Mal allerdings nicht die „Exzellenz" und der wissenschaftliche „Impact" der jeweiligen Forschungsfragen, sondern ob das Thema unterhaltsam und originell aufbereitet und vorgetragen wurde. Um dieses festzustellen, wurde das Publikum aktiv eingebunden und durfte abstimmen. Im bis zum letzten Platz gefüllten Veranstaltungsraum der Landesvertretung präsentierte der Sprecher der niedersächsischen EU-Hochschulbüros Andreas Hebbelmann von der TU Braunschweig am Ende des Abends den Sieger. Dies war Dr. Marcello Natalicchio von der Universität Hamburg mit seinem Vortrag zu dem von der EU geförderten Forschungsprojekt BIOCLIMA, direkt gefolgt und fast gleichauf: Dr. Ketil Koop-Jakobsen vom MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen zu dem EU-Projekt COOPEUS, Dr. Felix Büsching vom Institut für Betriebssysteme und Rechnerverbund der TU Braunschweig mit einem Vortrag zum EU-Projekt GINSENG, Prof. Dr. Leef H. Dierks aus dem Fachbereich Maschinenbau und Wirtschaft der FH Lübeck mit einem Vortrag unter dem Motto „Money, money, money... must be funny... in a rich man's world" sowie Dr. Oliver Keszöcze von der Group of Computer Architecture der Universität Bremen mit „The Laboratory In A Nutshell".

 
Minister Meyer trifft Gesundheitskommissar Andriukaitis
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07.06.2017

Minister Meyer trifft Gesundheitskommissar Andriukaitis

Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer traf in der Landesvertretung Niedersachsen in Brüssel Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Meyer diskutierte in einem von ihm organsierten Roundtable-Gespräch mit dem Kommissar und weiteren Vertretern europäischer Verbände aus Handel (Independent Retail Europe), Landwirtschaft (Copa Cogeca) und Zivilgesellschaft (Eurogroup for Animals) über Tierschutz und Binnenmarkt. Fehlende europaweite Haltungsvorschriften und unterschiedliche Standards in den Mitgliedstaaten bei einigen Tierarten (beispielsweise Puten) behinderten den Binnenmarkt trotz länderübergreifenden gesellschaftlichen Forderungen der Konsumenten. Ebenso bestünden Wettbewerbsverzerrungen zwischen den europäischen Produzenten und Handelspartnern aus Drittstaaten, wenn die Europäische Kommission die Problematik der Langzeittransporte in Drittländern nicht in Handelsabkommen angehe. Die bisher teils vereinbarte Äquivalenz der Systeme reiche - so auch Copa Cogeca - nicht aus. Diskutiert wurde ebenso die Kennzeichnung von Fleisch, ähnlich dem längst praktizierten und anerkannten System bei Eiern.


 
Veranstaltungsreihe „Europa, aber fair!“
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06.06.2017

Veranstaltungsreihe „Europa, aber fair!" startet in der niedersächsischen Landesvertretung

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer setzt sich für einen Systemwechsel der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) ab 2020 ein. „Künftig müssen die Direktzahlungen aus Brüssel fairer verteilt und stärker an gesellschaftliche Leistungen orientiert werden", so Meyer. „Es ist nicht gerecht, dass in der EU die 20 % größten Betriebe 80 % der einkommensstützenden Direktzahlungen bekommen und kleine sowie mittlere Betriebe weitgehend leer ausgehen", sagte der Agrarminister zum Start der Veranstaltungsreihe „Europa, aber fair!" in der niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel. Agrarminister Meyer diskutierte nach seinem Eingangsstatement und einem Vortrag von Prof. Dr. Stephan von Cramon-Taubadel (Universität Göttingen) mit Mike Mackenzie (Europäische Kommission), MdEP Maria Noichl (Europäisches Parlament) und Samuel Féret vom Think Tank Groupe de Bruges unter Moderation von Hendrik Kafsack (F.A.Z.) über eine nachhaltige Neuausrichtung der künftigen Agrarförderung. Auch der Umweltschutz und das Tierwohl kämen beim jetzigen Fördersystem laut Meyer deutlich zu kurz. So gingen bisher die Tier- und Weidehalter weitgehend leer aus, obwohl sie die größten Anstrengungen für den nachhaltigen Umbau der Landwirtschaft zu leisten hätten. „In der neuen EU-Förderperiode ab 2020 brauchen wir dringend wirksame Anreize für Umwelt- und Tierschutz in der Agrarpolitik statt Förderung großer Agrarkonzerne", sagte Meyer. Er forderte, dass jährlich mindestens 1 Mrd. EUR bundesweit in die Honorierung von Tierschutz- und Umweltleistungen über die zweite Säule fließen müsse. Die Fördermittel müssten gezielt an gesellschaftlich gewünschte Leistungen wie mehr ökologische Vielfalt, mehr Klima- und Naturschutz und mehr Tierwohl gebunden werden.

Einig waren sich alle Teilnehmer, dass sich angesichts eines mindestens Brexitbedingten sinkenden Agrarbudgets die Agrarförderung neu legitimieren müsse. Ob Direktzahlungen in der bisherigen Höhe in einer proportional sehr starken ersten Säule bei den aktuellen Herausforderungen noch das richtige Instrument seien, wurde von vielen Teilnehmern in Frage gestellt. Es zeigte sich in der Diskussion auch mit dem Publikum eine Tendenz hin zu mehr gezielten und messbaren auf die Region zugeschnittenen Maßnahmen anstatt dem Beibehalten des jetzigen Systems des hohen Anteils der Einkommensstützung aus dem Budget der Agrarförderung. Nicht nur Wissenschaft und Think Tank empfahlen ein Auslaufenlassen der Direktzahlungen. Die neue Förderperiode müsse diesen Transformationsprozess einleiten.


 
Sommerlicher Empfang 2017
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30.05.2017

Brüsselreise und Sommerlicher Empfang von Wirtschaftsminister Olaf Lies

Gut 200 Gäste aus den europäischen Institutionen Parlament, Rat und Kommission sowie aus den Brüsseler Vertretungen von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden sind der Einladung von Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies gefolgt, sich bei einem sommerlichen zu aktuellen europäischen Themen und Entwicklungen auszutauschen. Teilgenommen hat auch eine Delegation der Unternehmerverbände Niedersachsen, die sich zu Informationsgesprächen in Brüssel aufhielten. Minister Lies hatte mit der für Regionalpolitik zuständigen EU-Kommissarin Corina Cretu über das Thema EU-Förderung gesprochen. „Wir müssen die Förderung in allen Regionen Europas fortführen", so Lies. Der Minister nutzte die Gelegenheit im Beisein einer Delegation der Conference of Peripheral Maritime Regions, der fast alle Küstenregionen der EU angehören, der Kommissarin die große Bedeutung der Förderung deutlich zu machen. Minister Lies nahm seinen Besuch auch zum Anlass, sich mit dem stellvertretenden Generaldirektor Gert-Jan Koopman von der Generaldirektion Wettbewerb über das im November 2016 vorgestellte Energie-Winterpaket auszutauschen. Des weiteren traf sich der Minister mit Direktor Anthony Whelan aus der Generaldirektion Connect. Hier standen die drei Themenkomplexe Review des Telekommunikationsrechtsrahmens, Umsetzungsstrategien für 5G und WiFi4EU auf der Agenda.


 
Open Science und Digital Humanities
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25.04.2017

Paneldiskussion zu Open Science und Digital Humanities

Unter dem Titel „'The long tail of science' ? Humanities, Social Sciences, and Open Science and Innovation" diskutierten am 25.04.2017 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Niedersächsischen Landesvertretung vor einem interessierten Fachpublikum. Sie waren der gemeinsamen Einladung der Niedersächsischen Landesvertretung und des Netzwerks „The Guild of European Research-Intensive Universities" gefolgt, einem Zusammenschluss von 18 exzellenten europäischen Forschungsuniversitäten, an dem aus Niedersachsen die Universität Göttingen beteiligt ist. Weitere Mitglieder des Netzwerks sind Aarhus University, The University of Bologna, Ghent University, The University of Glasgow, The University of Groningen, Jagiellonian University, King's College London, University of Louvain, University of Ljubljana, The University of Oslo, University Paris Diderot, Radboud University, University of Tartu, The University of Tübingen, Uppsala University, The University of Vienna, The University of Warwick.

Es diskutierten Expertinnen und Experten aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, die sich wissenschaftlich mit Aspekten der Open Science, Open Innovation und den Digital Humanities befassen. Sie stellten unterschiedliche Anwendungsfehler von Open Science vor und beschrieben anstehende Herausforderungen für die zukünftige Forschungsinfrastruktur in Europa. Im Einzelnen sprachen Prof. Sheila Anderson vom King's College London, Prof. Eivind Engebretsen von der University of Oslo sowie Prof. Gerhard Lauer von der Georg August Universität in Göttingen. Die Kommission war mit der Referatsleiterin Fabienne Gautier aus der Generaldirektion Forschung und Innovation vertreten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Jan Palmowski, dem Generalsekretär von „The Guild".

Zur Website von The Guild of European Research-Intensive Universities

 
Veranstaltungsreihe #nachhaltig, #global, #regional
Bildrechte: Landesvertretung Niedersachsen bei der EU

22.03.2017

Podiumsdiskussion zur Nachhaltigkeit in Bildung und Forschung

Die Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union stand am Abend des 22.03.2017 ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Um weltweit eine nachhaltige Entwicklung in ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen zu befördern, hat sich die Weltgemeinschaft 2015 auf dem UN-Gipfel in New York auf 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung, sog. „Sustainable Development Goals" verständigt. Da die Rolle von Bildung und Forschung zur Erreichung dieser Ziele essenziell ist, fand in der Vertretung des Landes Niedersachsen eine Paneldiskussion zu diesem Thema statt. Die Veranstaltung mit dem Titel „Schlüsselkompetenz Nachhaltigkeit - Regionale und überregionale Strategien und Projekte" war Teil der von der niedersächsischen Staatssekretärin Birgit Honé initiierten Reihe #nachhaltig #global #regional. Es diskutieren der Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, Dr. Roland Bernecker, Prof. Dr. Matthias Barth von der Leuphana Universität Lüneburg und Axel Unger, der Geschäftsführer des Internationalen Schulbauernhof Hardegsen in Südniedersachsen mit der Niedersächsischen Kultusministerin, Frauke Heiligenstadt und der Staatssekretärin aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Andrea Hoops.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie die regionale und überregionale Ebene gemeinsam in Forschung und Bildung Beiträge zur Nachhaltigkeit leisten kann. Ein Schwerpunkt war dabei die Vorstellung des UNESCO Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE), mit dem jungen Menschen in der schulischen, außerschulischen und hochschulischen Bildung die Kompetenzen vermittelt werden sollen, die für eine ‚Nachhaltigkeits-Transformation' und zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen notwendig sind. „Bildung für nachhaltige Entwicklung ist in Niedersachsen u. a. in einem großen und stetig wachsenden Netzwerk von schulischen und außerschulischen Lernstandorten lebendig. Allein 58 anerkannte außerschulische Lernstandorte kooperieren gegenwärtig eng mit unseren Schulen. Diese Landschaft von Lernorten, die sich einer Bildung für nachhaltige Entwicklung verpflichtet fühlen, ist deutschlandweit einmalig. Wir wollen bei all unseren Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein dafür schaffen, dass unser Handeln und unsere Entscheidungen Auswirkungen auf das eigene und das Leben anderer haben - heute und in der Zukunft.", so die niedersächsische Kultusministerin. Auch Forschung spielt hierbei eine zentrale Rolle: „Unter dem Titel ‚Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung' fördert das Land Niedersachsen daher fachübergreifende wissenschaftliche Projekte, die einen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft leisten.", so Wissenschaftsstaatssekretärin Hoops. Prof. Dr. Barth stellte in seinem Eröffnungsvortrag einige dieser Forschungsaktivitäten vor. Außerdem hat das Wissenschaftsministerium die Thematik in die Zielvereinbarungen mit den Hochschulen aufgenommen und damit den Aspekt Nachhaltigkeit in Strategiediskussionen der Hochschulen eingebettet. In ihrem Schlusswort brachte es die Gastgeberin, Birgit Honé abschließend noch einmal auf den Punkt: „Wenn wir die globalen Zusammenhänge verstehen, können wir auch lokal nachhaltiger und verantwortungsvoller handeln. Wenn jeder einen Teil beiträgt, bringt dies im Netzwerk sehr viel."


 
Veranstaltungsreihe #nachhaltig, #global, #regional
Bildrechte: www.ulrich-heemann.de

11.03.2017

Center for World Music zu Gast in Brüssel

Am Samstag, den 11.03. ab 20 Uhr präsentierten auf Einladung der Deutschen Botschaft Brüssel und der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union Musikerinnen und Musiker im Rahmen des Musikfestivals ARTS'ifices im historischen Ambiente des Schlosses von La Hulpe bei Brüssel das Center for World Music der Universität Hildesheim. Die Gäste erlebten ein packendes und abwechslungsreiches Konzert der kulturellen Vielfalt musikalischer Traditionen. Das musikethnologische Institut ist Teil der Stiftung Universität Hildesheim in Niedersachsen, an dem seit 2011 der europaweit einzigartige Studiengang "musik.welt - Kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung" durchgeführt wird.

Die Musikerinnen und Musiker begeisterten das Publikum durch eine mitreißende Verschmelzung von Musik und Instrumenten aus dem Iran, der Mongolei, Georgien, Indien und Europa. So präsentierte der aus Teheran stammende Musiker, Kioomars Mussayyebi auf der Santur, einer persischen Zither, traditionelle und eigene Kompositionen. Weitere Musiker waren die Schwestern Dr. Lalitha und Nandini Muthuswammy (Violinenduett karnatischer Musik) aus Südindien sowie die Formation „Omid and Friends". Dies sind Tinatin Tsereteli (Gesang), Omid Bahadori (Gitarre), Naranbaatar Purevtorj (Bass), Arne Dreske (Klavier) und Eike Ernst (Percussion).

Nach dem Konzert gab es die Gelegenheiten, mit den Musikerinnen und Musikern ins Gespräch zu kommen und mehr über deren unterschiedliche Instrumente zu erfahren. Eröffnet wurde das Konzert durch Frau Morena Piro vom Center for World Music und den Musikethnologen Prof. Dr. Raimund Vogels. Der gelungene Abend klang mit einer gemeinsamen Musiksezession aller beteiligter Musikerinnen und Musiker aus. Das Konzert wurde aus Mitteln des Bundes und des Landes Niedersachsen unterstützt.

Zum Center for World Music:

www.center-for-world-music.de

Zum Festival im Château La Hulpe:

http://www.chateaudelahulpe.be/domaine/fr/presentation_evenements/ARTS'ifices+2017


 
Grünkohlessen 2017
Bildrechte: FKPH

07.02.2017
Niedersächsisches Grünkohlessen der Landesvertretung in Brüssel
Zum 20. Mal fand am 07.02. das niedersächsische Grünkohlessen in der „Hauptstadt Europas" statt. Ministerpräsident Stephan Weil begrüßte in Brüssel ca. 300 hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien. Botschafter Reinhard Silberberg hielt die „Grünkohl-Festansprache". Als Kooperationspartner konnten sich in diesem Jahr der Landkreis Lüneburg und die Hansestadt Lüneburg dem Brüsseler Publikum präsentieren. Staatssekretärin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Birgit Honé, stand den Gästen für informative Gespräche zur Verfügung. Dietmar Wischmeyer, alias „Günther der Treckerfahrer", ist seit 25 Jahren regelmäßiger Begleiter der Veranstaltungen der Landesvertretung. Er rundete die Veranstaltung mit seiner kabarettistischen Einlage amüsant ab.

06.12.2016
Podiumsdiskussion „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit" mit Staatssekretärin Honé
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „nachhaltig, global, regional" fand auf Einladung von Europa-Staatssekretärin Birgit Honé am 06.12. in der niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel die Veranstaltung „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit - Regionale Strategien zur Implementierung der globalen Nachhaltigkeitsziele" statt. Honé stellte vor den rund 70 Vertretern aus den EU-Institutionen, europäischen Regionalvertretungen und Nichtregierungsorganisationen die regionale Perspektive bei der Implementierung der nachhaltigen Entwicklungsziele der UN im Bereich der Entwicklungspolitik in den Vordergrund. Die Veranstaltungsreihe umfasst insgesamt vier Veranstaltungen, bei denen spezifische Ziele der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" der Vereinten Nationen beleuchtet werden.
Staatssekretärin Honé erläuterte, dass das Land mit der Nachhaltigkeitsstrategie und den „Entwicklungspolitischen Leitlinien" einen aktiven Beitrag zur Unterstützung der UN-Nachhaltigkeitsziele der UN leisten will. In der Entwicklungszusammenarbeit konzentriere sich die Landesregierung auf Projektförderungen in Tansania und in der südafrikanischen Partnerregion Eastern Cape. Beides seien Aufnahmeländer für Geflüchtete aus umliegenden Regionen. Niedersachsen lege Wert darauf, dass hilfsbedürftige Flüchtlinge sowie die oftmals ebenfalls notleidende ortsansässige Bevölkerung von der Projektarbeit gleichermaßen profitieren, sagte die Staatssekretärin.
Staatssekretärin Honé sowie die Podiumsteilnehmer - Vertreter der Vereinten Nationen, der Europäischen Kommission und des Baskenlandes - diskutierten, wie die Nachhaltigkeitsziele im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit sinnvoll regional umgesetzt werden können.
Projekte, die die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig verbessern, dienten immer zugleich der Prävention von Flucht und Migration, betonte Staatssekretärin Honé abschließend. Die Veranstaltung zeigte, dass das Thema der sinnvollen Implementierung der UN-Nachhaltigkeitsziele endgültig in die Spitze der wichtigsten zu erledigenden Politikmaßnahmen vorgedrungen ist.
Hintergrund: Die Mitgliedstaaten der UN hatten sich im September 2015 in New York auf einen gemeinsamen Weltzukunftsvertrag geeinigt. Mit der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" wird ein Paradigmenwechsel von der „klassischen Entwicklungshilfe" für die ärmsten Länder der Welt hin zu nachhaltigen Entwicklungszielen vollzogen, die weltweit für alle Länder verpflichtend sind. 17 Ziele („Sustainable Development Goals/SDG") sollen bis 2030 die weltweite nachhaltige Entwicklung in wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fragen befördern.

 
Ausstellung „Feldkulturerbe"
Bildrechte: Landesvertretung Niedersachsen bei der EU

14.11.2016
Ausstellung „Feldkulturerbe - Soziokultur auf dem Land" eröffnet
Am Montag wurde in den Räumen der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union die Fotografieausstellung „Feldkulturerbe - Soziokultur auf dem Land" eröffnet. Die Ausstellung wurde von den Studiengängen Fotojournalismus und Dokumentarfotografie sowie Journalistik der Hochschule Hannover zusammen mit der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur konzipiert und u. a. bereits im Niedersächsischen Landtag in Hannover gezeigt. Eröffnet wurde die Ausstellung von Frau MdEP Rebecca Harms, Frau Dr. Annette Schwandner (Leiterin der Kulturabteilung im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur), Frau Marta Krajinović (Hochschule Hannover), Herrn Gerd Dallmann (Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur) sowie dem Leiter der Landesvertretung, Herrn Michael Freericks. Die Vorträge anlässlich der Ausstellungseröffnung befassten sich mit der Rolle und Bedeutung der Soziokultur besonders auf dem Land, der Wichtigkeit von Kulturarbeit und kulturelle Infrastrukturen vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen sowie dem Potential von Kultur bei Integration und Teilhabe.
Die ausgestellten Fotografien zeigen berührende Porträts, künstlerische Stillleben und erzählende Reportagen zur Kulturarbeit auf dem Land. Die Ausstellung ist bis zum 31.05.2017 in den Räumen der Vertretung des Landes Niedersachsen zu sehen.

06.10.2016
Auftakt der Veranstaltungsreihe „#nachhaltig, #global, #regional" mit Sozialministerin Cornelia Rundt bei Veranstaltung "Nachhaltige Integration geflüchteter Frauen in Gesellschaft und Arbeitswelt"
Sozialministerin Cornelia Rundt hat sich am 06.10. bei einer Veranstaltung in der Landesvertretung in Brüssel für eine nachhaltige Gleichstellung und Integration geflüchteter Frauen in Gesellschaft und Arbeitsmarkt ausgesprochen.
Die Diskussionsveranstaltung, an der sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Celle (Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende), der European Trade Union Confederation(Barbara Helfferich) und des UNHCR (Peter O´Sullivan) sowie die Netzaktivistin Kübra Gümüsay und die Schriftstellerin Barbara Sichtermann beteiligten, bildet den Auftakt der von Staatssekretärin Birgit Honé initiierten Veranstaltungsreihe „#nachhaltig, #global, #regional".
Sozialministerin Cornelia Rundt betonte, Menschen in Not müsse geholfen werden, sie seien hier herzlich willkommen. Gleichzeitig könne von den zugewanderten Menschen - egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft oder welcher Religion - erwartet werden, dass sie die hier geltenden Rechtsnormen und Werte befolgen. Dazu zähle ohne Wenn und Aber der Gleichheitsgrundsatz aus Art. 3 Abs. 2 unseres Grundgesetzes.
Gaby Willamowius, Abteilungsleiterin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, stellte auf der Veranstaltung das Bündnis „Niedersachsen packt an" vor.

22.-23.09.2016
9. Brüssel-Tagung der norddeutschen EU-Hochschulbüros
In diesem Jahr richtete die Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union zum 9. Mal die Brüssel-Tagung der EU-Hochschulreferentinnen und -referenten der norddeutschen Länder aus. Am 22. und 23. 09. nahmen rund 40 Personen an der Fachtagung teil. Als Expertinnen und Experten für EU-Förderung sind sie die ersten Ansprechpartner für alle Hochschulangehörigen im Kontext der europäischen Förderlandschaft. Die Arbeit der U-Hochschulbüros ist damit ein wichtiger Baustein der europäischen aber auch der norddeutschen Forschungs¬zusammenarbeit.
Ein schneller Wissenstransfer, neue Kooperationsbeziehungen und eine frühzeitige Information über Fördermöglichkeiten sind Aufgaben dieser Expertinnen und Experten in Norddeutschland. Als Referentinnen und Referenten der Tagung konnten Fachleute aus der Generaldirektion Forschung sowie zahlreiche Akteure aus der Forschungspolitik in Brüssel gewonnen werden. Das diesjährige Programm umfasste acht Bereiche, die von der Zwischenevaluierung des Forschungsprogramms Horizont 2020 über die Vorstellung von EU-Planungen zu Forschungsinfrastrukturen und ganz praktischen Hinweisen bei aktuellen Ausschreibungen und der Projektabwicklung bis zu einem ersten Ausblick auf das kommende Forschungsförderprogramm reichten.
In seiner Begrüßung der von den norddeutschen Länderbüros Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein in Brüssel gemeinsam vorbereiteten Konferenz hob der Leiter der niedersächsischen Landesvertretung, Herr Freericks, die Bedeutung und die lange Tradition der norddeutschen Kooperation bei Forschungsfragen hervor. Ziel sei, die fünf nord¬deutschen Länder in Brüssel gemeinsam sichtbarer zu machen und effektiv zu präsentieren. Ein Abendempfang am 22.09. brachte Brüsseler Expertinnen und Experten aus der Kommission, den Büros der Forschungsinstitutionen und der Forschungspolitik sowie anderer Landesvertretungen zu einem intensiven Gedankenaustausch mit den Gästen aus Norddeutschland zusammen.

28.06.2016
Kreislaufwirtschaftspaket - Sicht des Lebensmitteleinzelhandels
Am 28.06. lud der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH) zu einer Veranstaltung zum Thema „Kreislaufwirtschaftspaket und UN-Nachhaltigkeitsziel - eine Betrachtung aus Sicht des Lebensmitteleinzelhandels" in die Landesvertretung ein. Bis 2030 soll die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbiert werden. So hat es die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 01.09.2015 im Rahmen der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" beschlossen. Als nachhaltiges Entwicklungsziel Nr. 12.3 ist diese Forderung Ausgangspunkt der aktuellen politischen Debatte in der Europäischen Union. Mit Bezug darauf hat die Europäische Kommission im Rahmen des Kreislaufwirtschaftspakets ein Maßnahmenbündel zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung vorgeschlagen. Als Akteur der Wertschöpfungskette soll der Lebensmittelhandel ebenfalls seinen Beitrag dazu leisten. Das betrifft zum einen Maßnahmen sowohl zur Senkung eigener Verluste als auch zur Verbraucheraufklärung. Zum anderen soll durch die Entwicklung einer gemeinsamen Methodologie zur Messung der verschwendeten Lebensmittel eine transparente Erfassung der aktuellen Verlustmengen ermöglicht werden. Die BVLH diskutierte dieses mit seinen Gästen. Im Lebensmittelhandel seien die Lebensmittelverluste gering. Der Anteil des Lebensmittelhandels liege nur bei 5 %, der der privaten Haushalte bei 61 %. Künftige Messmethoden müssten praktikabel sein. Der BVLH plädierte für eine Beibehaltung des Mindeshaltbarkeitsdatums, vor allem bei solchen Produkten, bei denen es zur Beurteilung der spezifischen Eigenschaften eine große Entscheidungshilfe sei. Auf keinen Fall dürfe die Lebensmittelsicherheit gefährdet werden. Für das Land Niedersachsen wurde auf den „Runden Tisch Lebensmittelwertschätzung" und den fraktionsübergreifenden Entschließungsantrag des Landtages hingewiesen. Das Motto „Lebensmittel wertschätzen statt wegwerfen" muss im Vordergrund stehen. Um diese Verschwendung zu reduzieren, sitzen in Niedersachsen alle relevanten Wirtschafts- und Sozialpartner - unter anderem neben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung auch Vertreter der Kirchen, der Landwirtschaft, des Handels, der Gewerkschaften, der Wissenschaft sowie von Nicht-Regierungsorganisationen an einem Tisch. Insbesondere die Schwerpunkte „Außer-Haus-Verpflegung" und" Ernährungsbildung" stünden derzeit auf der Agenda.


31.05.2016
Kommissar Oettinger besucht sommerlichen Empfang des Wirtschaftsministers
200 Gäste aus den europäischen Institutionen Parlament, Kommission und Rat sowie aus den Brüsseler Vertretungen von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden sind der Einladung von Wirtschaftsminister Lies gefolgt, sich bei einem sommerlichen Empfang in der Landesvertretung zu aktuellen europäischen Themen und Entwicklungen auszutauschen. Teilgenommen haben auch eine Delegation der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Unternehmerverbände Niedersachsen, die sich zu Informationsgesprächen in Brüssel aufhielten. In seiner Eröffnungsansprache hob der Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft Günther Oettinger die große Bedeutung der Digitalisierung für alle Bereiche der Wirtschaft hervor und warb eindringlich für den Zusammenhalt der europäischen Union. Minister Lies nahm seinen Besuch zum Anlass, sich mit dem Generaldirektor des europäischen Stahlverbandes über die Situation der Stahlindustrie auszutauschen. Daran anknüpfend führte er mit Vertretern der Europäischen Kommission Gespräche zu Handelsschutzinstrumenten gegen Dumping-Preise der chinesischen Stahlhersteller. Weiterhin warb Minister Lies bei der Kommission dafür, zuzustimmen, dass Unternehmen, die Strom für den eigenen Verbrauch erzeugen, von der EEG-Umlage befreit werden. Nur so könne die energieintensive Stahlbranche im internationalen Wettbewerb bestehen.

24.05.2016
Forschernetzwerk zu Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft
Das vom in Braunschweig ansässigen Thünen-Institut geleitete europäische Forschernetzwerk FACCE MACSUR (Modelling European Agriculture with Climate Change for Food Security) veranstaltete am 24.05. in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU einen Workshop für und mit Entscheidungsträgern. Schwerpunkt des diesjährigen Workshops waren Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft in verschiedenen europäischen Regionen und Konflikte mit EU- und nationalen Regelungen bei der Anpassung an den Klimawandel. Konflikte zeigten sich vor allem im Bereich Wasser, Düngung und Landbesitz. Redebeiträge von Vertretern der europäischen Lebensmittelindustrie, der europäischen Landeigentümer und der europäischen Kommission zeigten hierbei eine Übereinstimmung bei den zukünftigen Herausforderungen der Nahrungsmittelproduktion: Klimawandel, zunehmende Weltbevölkerung und eine alternde Bevölkerung in den Industriestaaten. Für die globale Nahrungssicherung in etwa 30 Jahren werde es nötig sein, ökonomisch tragfähige Lösungen zu finden, die sowohl Landwirte und Konsumenten befriedigten als auch die Umwelt und das Klima schonten.
Zu den Lösungen gehörten verbesserte landwirtschaftliche Techniken, so dass mit weniger Ressourcen mehr und bessere Nahrung produziert werden könnten, die Produktion von Futterpflanzen nur auf Flächen, die nicht für den Anbau von Nahrungsmitteln geeignet sind, die Vermeidung von Nahrungsmittelverlusten (bei Anbau, Verarbeitung und Konsum) und Regulierungen auf nationaler und EU-Ebene, die auf regionale Besonderheiten des Klimas und der Umwelt eingehen können.
Für konkretere Planungen seien detaillierte Modellberechnungen erforderlich, die jedoch wegen der vielen gegenseitigen Abhängigkeiten von Klima, Umwelt, Handel, Landwirtschaft, Gesellschaft und Natur oft nicht kurzfristig zu bewerkstelligen sind. So sei in Zukunft eine noch engere und eine regelmäßige Abstimmung zwischen Entscheidungsträgern, Forschern, Nahrungsmittelindustrie, Landwirten und Konsumenten notwendig, um schrittweise tragfähige und nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden. Eine große europäische Forschungsinitiative zum Thema „Auswirkungen des Klimawandels auf die Nahrungsmittelkette" könnte entscheidend zur Lösungsfindung beitragen.

26.04.2016
Veranstaltung zur Reform der Kabel- und Satellitenrichtlinie
Am 26.04. fand in der Landesvertretung Niedersachsen in Zusammenarbeit mit Deutschlands Digitalverband bitkom, dem Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber ANGA und dem europäischen Wirtschaftsverband für Kabelnetzbetreiber Cable Europe eine Diskussionsveranstaltung zur geplanten Reform der Kabel- und Satellitenrichtlinie statt. Über 80 Gäste, vorwiegend aus Wirtschaftsverbänden im Bereich der Telekommunikation und des Rundfunks, aber auch aus dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission sowie der Ständigen Vertretungen und regionalen Büros informierten sich über den aktuellen Stand des Reformvorhabens und diskutierten Positionen. Hauptrednerin Maria Martin-Prat aus der Generaldirektion Kommunikationsnetze, -inhalte und -technologien betonte, dass die geplante Reform keineswegs den Wettbewerb auf dem europäischen Markt bedrohe. Besonders umstritten sei eine mögliche Ausweitung des Herkunftsprinzips der Richtlinie auf Online-Inhalte, was bedeuten würde, dass Satelliten- und Kabel-TV-Anbieter Lizenzen nur in dem EU-Mitgliedstaat einholen müssen, in dem sie Inhalte direkt übertragen. Wenn in anderen Mitgliedstaaten die Signale ebenfalls empfangen werden können, müssten dort keine gesonderten Rechte mehr eingeholt werden.
Anschließend an den Beitrag von Martin-Prat verdeutlichte eine Podiumsdiskussion zwischen Vertretern vom Europäischen Parlament, vom Medien- und Unterhaltungsunternehmen Discovery Communications, von der Mobilfunkgesellschaft Vodafone und von der European Broadcasting Union, dass die jetzige Gesetzgebung im Bereich der Lizenzen eine echte Hürde vor allem für neue Unternehmen ist und hier ein schnellerer und effizienterer Prozess vorgeschlagen werden sollte. Dennoch sollte der aktuelle rechtliche Rahmen rund um das Urheberrecht bestehen bleiben. Der Vertreter des Parlaments versicherte, dass es auch im Sinne des Parlaments sei, wenn die funktionierenden Prinzipien der Richtlinie nicht reformiert werden, sondern lediglich gute Erfahrungen in die Reform einfließen.


20.04.2016
Podiumsdiskussion zu Rechtspopulismus und Gegenstrategien "Right wing populism on the rise - Progressive counter strategies for Europe"
Vertreter/-innen aus acht europäischen Ländern diskutierten am 20.04. bei der ersten gemeinsamen Veranstaltung der Landesvertretung Brüssel und der Foundation for European Progressive Studies (FEPS) in Brüssel die aktuellen Entwicklungen und Bedrohungen durch Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in ihren Ländern und tauschten Ideen für Gegenstrategien aus.
„Die Menschen in Europa fühlen sich von der wirtschaftlichen Entwicklung und der wachsenden Kluft zwischen arm und reich bedroht und suchen nach Feindbildern und vermeintlich Schuldigen. Nationaler Egoismus täuscht einfache Lösungen für gesamteuropäische Probleme vor. Minderheiten werden dadurch ausgegrenzt und dies führt zu einem Gegeneinander statt einem Miteinander." erklärte Birgit Honé, Staatssekretärin für Europa und regionale Landesentwicklung.
Rechtspopulismus und Rechtsextremismus seien ein europäisches Problem, so Honé weiter, Parteien wie AfD, Front National oder die Wilders-Partei PW arbeiteten gegen ein demokratisches Europa zusammen, deshalb müssten auch Gegenstrategien gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden.
Nach der Begrüßung durch Staatssekretärin Birgit Honé und Dr. Ernst Stetter, Generalsekretär der FEPS stellten Tanja Fajon, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der S&D und der ungarische Wissenschaftler Tamas Boros derzeitige Entwicklungen und Bedrohungen durch den Rechtspopulismus in der EU vor. Einen aktuellen Bericht aus vier EU - Ländern gaben Elsa Di Méo Sozialistischen Partei Frankreichs, Marta Lorimer, London School of Economics, Eleonora Poli, Professorin für internationale Politik der Universität London und FEPS-Vizepräsident Christophe Sente, Freien Universität Brüssel.
Rechtspopulismus in Deutschland analysierten in einem zweiten Panel Maren Brandenburger, Präsidentin des niedersächsischen Verfassungsschutzes, sowie Philipp Rösener von der Supporters Crew 05 aus Göttingen und Extremismusforscher Matthias Quent von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

06.04.2016
Podiumsdiskussion „Migration und Identität in der europäischen Zeitgeschichte - eine historisch-politische Analyse aus polnischer und deutscher Perspektive"
Die Staatssekretärin für Europa und regionale Landesentwicklung in der Niedersächsischen Staatskanzlei Birgit Honé und der Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien Cezary Przybylski luden anlässlich des 25. Jahrestages des "Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit" zu einer gemeinsamen Podiumsdiskussion in die Landesvertretung Brüssel ein. Als Kooperationspartner beteiligte sich der Landesverband Niedersachsen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Zum Thema „Migration und Identität in der europäischen Zeitgeschichte - eine historisch-politische Analyse aus polnischer und deutscher Perspektive" wurde nach vier Impulsreferaten intensiv diskutiert, wie bei dem aktuell kontroversen Flüchtlingsthema die Geschichte bzw. unsere Erinnerung an wichtige historische Ereignisse prägt und welche Rolle die regionale, nationale und europäische Perspektive dabei spielen. Migration stellt den Regel- und keinesfalls Ausnahmefall in der europäischen Geschichte dar.
Für den Marschall begrüßte Jacek Pilawa, Vize-Vorsitzender des Ausschusses Internationale Kooperation im Sejmik der Woiwodschaft Niederschlesien, neben Frau Staatssekretärin Honé die Gäste. Zur Einführung in das Thema sprach der Migrationsforscher der Uni Osnabrück Apl. Prof. Jochen Oltmer über Migration als gesellschaftliche und politische Herausforderung in Deutschland. Der Publizist der Polityka und ausgewiesene Experte für deutsch-polnische Themen Adam Krzeminski erläuterte Migrationen und Wandlung der nationalen Identität in Polen nach 1945 und nach 1989. Frau Porf. Dr. Elżbieta Opiłowska vom Willy Brandt Zentrum für deutsche und europäische Studien der Universität Wroclaw fokussierte Migration und regionale Identität am Beispiel deutsch-polnischen Grenzregion Niederschlesien. Prof. Wernstedt, Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Niedersachsen, eröffnete die europäische Perspektive mit der Frage nach dem Thema Flucht als historisch-politischer „Erinnerungsfall" der Europäer - Aus der Geschichte lernen? Unter der glänzenden Moderation des ZEIT-Journalisten Matthias Krupa wohnten ca. 90 Gäste einer differenzierten anspruchsvollen Debatte bei.


07.03.2016
Experten-Workshop zu Finanzierungsinstrumenten
Am 07.03. fand in der Landesvertretung Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Öffentliche Banken und dem Europäischen Verband der Öffentlichen Banken ein Experten-Workshop zum Einsatz von Finanzinstrumenten in der Strukturfondsförderperiode 2014 bis 2020 statt. Über 80 Gäste aus Europäischen Parlament, Europäischer Kommission, Ständigen und Regionalen Vertretungen sowie Verbänden informierten sich über die Erfahrungen die beim Einsatz von beispielsweise Krediten, Bürgschaften, Garantien oder Venture Capital in Europa gemacht wurden. Dr. Jörg Lackenbauer von der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung gab zunächst einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Finanzinstrumenten und wies darauf hin, dass richtig eingesetzte Finanzinstrumente effektiver sein können als klassische Zuschüsse. Ende 2014 belief sich seinen Ausführungen zufolge die Gesamtsumme aus den Strukturfonds die in Finanzinstrumente zur Unterstützung von Unternehmen (hauptsächlich KMU) eingesetzt wurde auf 9,4 Mrd. EUR.
Im darauf folgenden Vortrag berichtete Ulrike Müller von der Niedersächsischen Investitions- und Förderbank (NBank) über die Erfahrungen mit Venture Capital, Mikrokrediten und Innovationskrediten, die in den letzten Jahren gesammelt werden konnten. Abschließend stellten Ewa Kołodziej und Mateusz Andrzejewski von der staatlichen Entwicklungsbank Gospodarstwa Krajowego (BGK) in Polen die Entwicklungsfunds für den städtischen und den ländlichen Raum vor.
Die Vertreter der beiden Banken waren sich einig, dass der Einsatz von Finanzierungsinstrumenten viele Möglichkeiten eröffnet, auch wenn deren Einsatz die Institute vor Herausforderungen im Hinblick auf regulatorische Bedingungen stellt. Beide durch die EU gibt, ist der größte Vorteil der Instrumente ihre flexible Anpassbarkeit.


Landkreise Göttingen und Osterode am Harz  
Partnerregion

01.03.2016
Niedersächsisches Grünkohlessen in der Landesvertretung
Zum 19. Mal fand am 01.03. das niedersächsische Grünkohlessen in der „Hauptstadt Europas" statt. Ministerpräsident Stephan Weil begrüßte in der Landesvertretung in Brüssel ca. 350 hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien. Rolf-Dieter Krause, Leiter des ARD Studios Brüssel, hielt die „Grünkohl-Festansprache". Als Kooperationspartner konnten sich in diesem Jahr die Landkreise Göttingen und Osterode am Harz dem Brüsseler Publikum präsentieren. Dabei kam die in diesem Jahr stattfindende Fusion beider Landkreise zur Sprache. Staatssekretärin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Birgit Honé, stand den Gästen für informative Gespräche zur Verfügung. Dietmar Wischmeyer, alias „Günther der Treckerfahrer", rundete die Veranstaltung mit seiner kabarettistischen Einlage amüsant ab.

25.01.2016
Neujahrsempfang Volkswagen AG
Mehr als 200 Gäste aus Brüsseler EU - Institutionen, Politik, Wirtschaft und Botschaften begrüßte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Matthias Müller, am 25.01. zum traditionellen Neujahresempfang. Dieses Mal fand der Empfang in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU statt. Quasi aus erster Hand konnten die Gäste Näheres zu den Umständen der aktuellen Probleme bei Volkswagen erfahren. Matthias Müller machte deutlich, dass man alles daran setzen werde, die Krise zu bewältigen. Dabei hob er insbesondere die künftig verstärkten Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität hervor. In vielen Gesprächen hatten die Gäste Gelegenheit, mit Matthias Müller die Themen zu vertiefen. Kulinarisch begleitet wurde der Empfang - sehr bodenständig - mit der Original „VW - Currywurst", im Volkswagenkonzern ein Muss und nun auch in Brüssel bekannt.

13.01.2016
„Radikalisierung - RATlos? - Prävention durch Wertevermittlung"
Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen haben am 13. Januar 2016 in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union die Aufgabe der Präventions- und Bildungsarbeit zur Verhinderung von Radikalisierungsprozessen in Europa diskutiert. Die gut besuchte Veranstaltung bildete den Abschluss der Reihe „Radikalisierung -RATlos?". Frauke Heiligenstadt, Niedersächsische Kultusministerin, und Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, stellten Maßnahmen und Aktivitäten des Landes zur Vermittlung gesellschaftlicher Werte als Instrument langfristiger Prävention in der schulischen Bildung und der Erwachsenenbildung in Niedersachsen vor. Nach einem Eröffnungsvortrag von Dr. Werner Zettelmeier (Universität Cergy-Pontoise) diskutierten auf dem Panel: Prof. Rudolf Leiprecht (Professor für Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Diversity Education der Universität Oldenburg), Friederike Otte (Didaktische Leiterin der Albert-Einstein-Schule, Laatzen), Reinhard Koch (Leiter des Zentrums Demokratische Bildung in Wolfsburg) und Dr. Andreas Schwegel (Leiter der Präventionsstelle für politisch motivierte Kriminalität beim niedersächsischen Landeskriminalamt).


Sts'in Hone, Ministerpräsident Weil und Kommissionspräsident Juncker  
Artikel-Informationen

02.10.2017

Ansprechpartner/in:
Herr Rafael Schubert

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