Die gemeinsame Mediengesellschaft Niedersachsens und Bremens
Seit Anfang 2001 ist auf der Expo-Plaza Hannover die nordmedia Fonds als Tochter der gemeinsamen Mediengesellschaft der Länder Niedersachsen und Bremen für die Medienschaffenden in Niedersachsen aktiv.
Die frühere Filmförderung des Landes wurde mit der Gründung der Gesellschaft um eine Multimedia-Förderung erweitert und im Volumen insgesamt deutlich gesteigert. Zu den Fördermittelgebern gehören neben den Ländern Niedersachsen und Bremen vor allem der Norddeutsche Rundfunk (NDR) sowie das ZDF und Radio Bremen (RB). Die Fördermittel werden von der nordmedia Fonds GmbH vergeben. Über die Förderanträge entscheidet ein Vergabeausschuss auf der Grundlage von Förderrichtlinien. Jährlich steht ein Fördervolumen von rund 10 Mio. Euro zur Verfügung.
Seit die nordmedia im Jahr 2001 die Weiterentwicklung der Medienstandorte übernommen hat, ist die Zahl der Produktionen sprunghaft angestiegen. Ob TV-Serie oder Dokumentarfilm, ob Kinoproduktion, TV-Spielfilm oder Telenovela - an vielen Orten in Niedersachsen und Bremen wird gedreht. Der Medienstandort Niedersachsen ist heute so attraktiv wie nie zuvor und wird immer leistungsfähiger. Die Filmbranche hat Niedersachsen und Bremen mit ihren vielen unterschiedlichen Motiven entdeckt.
nordmedia geförderte Produktionen zeigen eindrucksvoll, dass auch mit knappen Mitteln spektakuläre TV-Eventfilme und großes internationales Kino entstehen können und dass Qualität und Quote keine Gegensätze sein müssen. Davon zeugen zahlreiche Auszeichnungen für Film- und Fernsehprojekte aus Niedersachsen wie der "Silberne Bär" für "Yella" bei der Berlinale 2007. 25 Preise gingen allein im Jahr 2006 an 17 Produktionen, darunter der Deutsche Filmpreis 2006 als bester Dokumentarfilm für "Lost Children –Verlorene Kinder" von Ali Samadi-Ahadi und Oliver Stoltz.
Rund 250 Millionen Fernsehzuschauer sahen Film- und TV-Produktionen, die von der nordmedia und ihren Vorgängerförderungen unterstützt worden sind. So wie der Zweiteiler "Die Sturmflut", den 11,3 bzw. 10,9 Millionen Zuschauer verfolgten. Der Animationsfilm "Urmel aus dem Eis" lockte fast 700.000 Zuschauer ins Kino und die Telenovela "Rote Rosen", gedreht in Lüneburg, hat sich im Nachmittagsprogramm der ARD etabliert. Ebenso erfolgreich war der im März 2007 auf ARTE und der ARD ausgestrahlte Zweiteiler "Die Flucht", der in Kooperation mit den Ländern Bayern und Berlin-Brandenburg gefördert wurde. Der Film erzählt auf der Grundlage von Fakten und Begebenheiten erstmals die Geschichte von Menschen während ihrer Flucht aus dem ehemaligen Ostpreußen im Winter 1945.
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