Niedersächsische Staatskanzlei klar

Opferschutz: Niedersachsen verstetigt sein Engagement für die Opfer von Straftaten

Die niedersächsische Landesregierung hat in ihrer Sitzung am (heutigen) Dienstag den von der Fachstelle Opferschutz vorgelegten Umsetzungsbericht zur Opferschutzkonzeption gebilligt und beschlossen, die erfolgreiche Arbeit der Fachstelle, die auch den Bericht verfasst hat, fortzusetzen. Dazu wird diese vom 1. August 2017 an dauerhaft eingerichtet.

Die Opferschutzkonzeption wird seit Anfang 2013 im Landespräventionsrat Niedersachsen in der dort - zunächst befristet bis Ende 2017 - eingerichteten Fachstelle umgesetzt. Die Umsetzung folgt den Zielen der entsprechenden EU-Richtlinie (2012/29/EU) zu Mindeststandards für Opfer von Straftaten in allen EU-Staaten. Sie betrifft die Handlungsfelder Information, Beratung, Begleitung und Schutz der Opfer sowie Ausgleich der durch die Straftat erlittenen Folgen.

Der dem Kabinett vorgelegte Bericht fasst den Fortschritt des Opferschutzes in Niedersachsen in insgesamt 16 Handlungsfeldern zusammen. Insbesondere der Aufbau einer Webseite zur Information für alle Opfer von Straftaten über ihre Rechte, Hilfsangebote und über den Ablauf von Strafverfahren in mittlerweile vier Sprachen stellt einen Schwerpunkt der Arbeit dar (www.opferschutz-niedersachsen.de). Daneben wurde der landesweite Ausbau der professionellen Begleitung von Opfern in Strafverfahren durch die Ausbildung von Helferinnen und Helfern sowie psychosozialen Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleitern ermöglicht.

Opferschutz sei als wesentlicher Bestandteil von Strafverfolgung und Prävention eine wichtige Querschnittsaufgabe, erklärte Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz, in deren Ressort die Fachstelle Opferschutz beim Landespräventionsrat angesiedelt ist. Durch die nun dauerhafte Einrichtung der Fachstelle sei eine professionelle Koordinierung der Maßnahmen gewährleistet. Niedersachsen werde so auch in Zukunft in der Gesamtheit der Bundesländer eine herausragende Rolle im Opferschutz innehaben.

Neben der Fortführung der Webseite www.opferschutz-niedersachsen.de wird sich die Fachstelle Opferschutz insbesondere mit den folgenden Themen befassen: Opferschutz in den Medien, Schutz und Begleitung für Geflüchtete, die Opfer von Straftaten geworden sind, Opferschutz im Zusammenhang mit dem Internet als digitalem Lebensraum und der Opferschutz in der Prävention.

Der Umsetzungsbericht zur Opferschutzkonzeption der Landesregierung finden sich unter http://lpr.niedersachsen.de/go/opferschutz bzw. http://lpr.niedersachsen.de/nano.cms/fachstelle-opferschutz?XA=details&XID=153.

Presseinformationen
Artikel-Informationen

04.04.2017

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
Fax: 0511/120-6833

http://www.niedersachsen.de

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