Demografisches Profil des Landes - Zahlen, Daten, Fakten
Geburtenziffer 2024
Bevölkerungszahl
Die Bevölkerungszahl Niedersachsens lag Ende 2024 bei knapp 8,0 Mio. Einwohnerinnen und Einwohnern. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem geringen Rückgang von rund 3.650 Personen bzw. 0,05 %. In Deutschland lebten zum Jahresende 2024 insgesamt knapp 83,6 Mio. Menschen. Gegenüber 2023 stieg die Bevölkerungszahl in Deutschland um rund 121.000 Personen bzw. um 0,1 % an, mit Blick auf das Vorjahr 2022 (+338.000 bzw. 0,4 %) entspricht dies einem vergleichsweise geringen Bevölkerungswachstum.
Die größten Bevölkerungszuwächse verzeichneten Bayern, Berlin und Hamburg mit jeweils +0,6 %. Verluste gab es neben Niedersachsen in fünf weiteren Ländern – am stärksten in Thüringen (-0,7 %), Sachsen-Anhalt (-0,4 %) und Sachsen (-0,3 %).
Im Jahr 2024 überstieg das Geburtendefizit in Niedersachsen erstmalig seit 2012 den Wanderungssaldo. Dadurch fiel die Bevölkerungsbilanz insgesamt negativ aus und es kam zu einem geringfügigen Rückgang der Bevölkerungszahl im Vergleich zum Vorjahr. Je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner verlor Niedersachsen 2024 somit 0,4 Personen.
Das Durchschnittsalter betrug 2024: 45,1 Jahre. Die Niedersachsen waren dabei im Schnitt etwas älter als die Bevölkerung im restlichen Bundesgebiet (44,9 Jahre).
Lebenserwartung bei Geburt
Nach den Ergebnissen der Sterbetafel 2022/2024 lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt in Niedersachsen im Jahr 2024 für Jungen bei 78,0 Jahren und für Mädchen bei 82,6 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Lebenserwartung für Jungen um 0,2 Jahre und für Mädchen um 0,04 Jahre.Ausgeschöpftes Einbürgerungspotential
Der Indikator ausgeschöpftes Einbürgerungspotential (aEP) bezieht die Zahl der Einbürgerungen auf die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer mit einer Aufenthaltsdauer von 10 Jahren und mehr. Das aEP ist ein internationaler Indikator vor allem für eine erfolgreiche rechtliche Integration.
In Niedersachsen lag das ausgeschöpfte Einbürgerungspotential 2024 bei 6,2 % und damit wieder über dem bundesweiten Durchschnitt von 5,1 %. In den Ländern Thüringen (9,3 %), Sachsen-Anhalt (8,8 %) und Brandenburg (8,3 %) war die Quote am höchsten. Dagegen wurde in Baden-Württemberg (3,9 %) und Hessen (4,3 %) ein deutlich geringerer Anteil der Ausländerinnen und Ausländer mit einer Aufenthaltsdauer von mindestens 10 Jahren eingebürgert.
Anteil der ausländischen Bevölkerung
Ende 2024 lebten in Niedersachsen laut Bevölkerungsfortschreibung rund 932.000 Ausländerinnen und Ausländer, was einem Zuwachs von 1,6 % (+14.890 Personen) im Vergleich zum Vorjahr entspricht (Deutschland: +2,3 %). Bezogen auf die Gesamtbevölkerung ist der Anteil ausländischer Personen 2024 gegenüber 2023 um 0,2 Prozentpunkte auf 11,6 % gestiegen. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung ist im Jahr 2024 in allen Ländern gestiegen. Die höchsten Bevölkerungsanteile ausländischer Personen wiesen wie bereits im Jahr zuvor die Stadtstaaten Bremen (22,8%), Berlin (22,5%) und Hamburg (19,3%) auf. In Mecklenburg-Vorpommern war der Ausländeranteil mit 6,3 % am niedrigsten.
Quelle:
© 2026 Landesamt für Statistik Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover
https://www.statistik.niedersachsen.de
Regionale Bevölkerungsentwicklung
In Niedersachsen wird die Einwohnerzahl unter der Annahme moderater demografischer Entwicklungen bis 2045 nahezu flächendeckend zurückgehen. Ausgehend von gut acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern zum 31. Dezember 2024 wird ein Minus von rund 435.000 Personen (–5,4 Prozent) erwartet. Besonders stark betroffen sind die südöstlichen Regionen: Für die Statistische Region Braunschweig wird ein Rückgang um 7,6 Prozent prognostiziert, für den Landkreis Göttingen sogar um 17 Prozent. Deutliche Verluste zeichnen sich auch für den Heidekreis und den Landkreis Holzminden ab, während unter anderem die Landkreise Ammerland, Peine und Gifhorn vergleichsweise stabil bleiben.
Lediglich sieben der 89 betrachteten Gebiete können bis 2045 mit einem leichten Bevölkerungszuwachs rechnen, darunter die Gemeinde Ganderkesee und die Stadt Nordhorn. Insgesamt zeigen sich in Regionen im Einzugsgebiet der Städte Hannover und Wolfsburg sowie den Küstenregionen vergleichsweise geringere Bevölkerungsverluste.
Die Ergebnisse der 5. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung sind im Dashboard zur regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung in Niedersachsen interaktiv in Form von Karten, Grafiken und Tabellen in einem Dashboard dargestellt.

