Niedersächsischer Landesbeauftragter Deniz Kurku startet Videowettbewerb zum Thema Heimatvertriebene
Der Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Deniz Kurku startet am (heutigen) Donnerstag den Videowettbewerb Heimat – Vertrieben. Der Videowettbewerb richtet sich an junge Menschen in Niedersachsen zwischen 12 und 20 Jahren. Einsendeschluss ist der 1. März 2026.
Nach dem Zweiten Weltkrieg haben über 12 Millionen Menschen aus den ehemals deutschen Ostgebieten in der neugegründeten Bundesrepublik eine Heimat gefunden. Auch nach Niedersachsen kamen rund 1,8 Millionen Menschen. Die Heimatvertriebenen haben das Land nachhaltig geprägt – ohne ihren Beitrag wäre Niedersachsen nicht das, was es heute ist.
Ziel des vom Landesbeauftragten Kurku initiierten Wettbewerbs ist es, das Schicksal der Heimatvertriebenen insbesondere der jungen Generation ins Gedächtnis zu rufen.
„Bei meiner Arbeit als Niedersächsischer Landesbeauftragter komme ich mit vielen Nachfahren von Heimatvertriebenen ins Gespräch. Dabei wird gelegentlich deutlich, dass gerade junge Menschen die Geschichte der Heimatvertriebenen nicht kennen – obwohl es in vielen Familien eigene Bezüge und Spuren gibt.
Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hilft uns, auch die Gegenwart besser zu verstehen. Flucht, Vertreibung und Neuanfang sind Themen, die uns gestern, heute und in Zukunft beschäftigen“, so der Landesbeauftragte Deniz Kurku.
Im Rahmen des Wettbewerbs sind Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren aufgerufen, mit einem fünfminütigen Film (mit dem Smartphone) zu zeigen, was „Heimatvertriebene“ für sie bedeuten, wie ihre Geschichten mit ihnen persönlich in Verbindung stehen – etwa durch Interviews, Erzählungen, Orte, Gegenstände oder Bezüge zur Gegenwart.
Eine unabhängige Jury wählt die drei besten Beiträge aus. Diese werden bei einer feierlichen Abschlussveranstaltung am 8. April 2026 im Niedersächsischen Landtag gemeinsam mit der Landtagspräsidentin Hanna Naber präsentiert und mit einem Preisgeld von jeweils 300 Euro ausgezeichnet.
Unterstützt wird der Wettbewerb inhaltlich durch das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung und Versöhnung in Berlin sowie vom Bund der Vertriebenen (Landesverband Niedersachsen e.V.).
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.migrationsbeauftragter-niedersachsen.de/videowettbewerb
Artikel-Informationen
erstellt am:
08.01.2026
Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung
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