Reformpaket im Hochschulzugang: Verständlichere Regel und Unterstützung auch für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler
Die Niedersächsische Landesregierung hat am (heutigen) Dienstag den Entwurf zur Änderung des Niedersächsischen Hochschulzulassungsgesetzes beschlossen. Der Gesetzentwurf wird nun in den Landtag eingebracht.
Der Gesetzentwurf dient zunächst der Umsetzung des bereits beschlossenen Ausbaus der Medizinstudienplätze am Standort Oldenburg: Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger soll ab dem Wintersemester 2026/2027 von derzeit 120 auf 200 pro Jahr steigen. Das geänderte Gesetz legt die dafür erforderliche höhere Zulassungshöchstzahl fest.
Darüber hinaus modernisiert der Entwurf die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Studienauswahl in örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen. Damit sollen aktuelle Entwicklungen – etwa eine stärkere Ausrichtung auf bestimmte Zielgruppen oder die wachsende Internationalisierung – besser berücksichtigt werden.
Vorgesehen ist unter anderem mehr Flexibilität bei der Drittstaaten- und Berufsqualifiziertenquote. Hochschulen sollen zudem zusätzliche Auswahlkriterien nutzen können, beispielsweise digitale Prüfungen. Für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler, die einem Olympiakader angehören und deshalb an einen bestimmten Ort gebunden sind, sollen künftig außerdem Studienplätze freigehalten werden.
Für Master- und andere weiterführende Studiengänge werden die bisherigen Vorgaben klarer gefasst und transparenter dargestellt. Gleichzeitig erhalten die Hochschulen mehr Möglichkeiten, die Eignung der Bewerbungen zu bewerten – etwa indem ein Teil der Studienplätze künftig unabhängig von der Bachelor-Note vergeben werden kann.
Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, dazu: „Mit der Überarbeitung des Hochschulzulassungsgesetzes schaffen wir klarere und verständlichere Regeln und geben den Hochschulen mehr Flexibilität. Davon profitieren sowohl die Hochschulen als auch die Bewerberinnen und Bewerber. Künftig sollen außerdem gezielt Studienplätze für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler im Olympiakader reserviert werden. Damit wollen wir ihre besonderen Leistungen und ihr Engagement für unser Land anerkennen.“
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Artikel-Informationen
erstellt am:
17.02.2026
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