Niedersächsische Staatskanzlei Niedersachen klar Logo

Ministerpräsident als Paketbote

Ministerpräsident Stephan Weil mit Zusteller Karl-Martin Heinrichson   Bildrechte: Niedersächsische Staatskanzlei / Pressestelle Stefanie Kleine
Ministerpräsident Stephan Weil mit Zusteller Karl-Martin Heinrichson

Ministerpräsident Stephan Weil hat im Dezember 2019 in der Reihe ‚Arbeit und Dialog’ einen Arbeitseinsatz als Paketzusteller bei DHL in Hannover absolviert. Der Ministerpräsident sprach im Anschluss von einer interessanten aber auch anstrengenden Erfahrung: „Es ging im hannoverschen Stadtteil List Treppe rauf und runter – Pakete zustellen ist wirklich einer harter Job. Oftmals hat der Paketzusteller heute aber auch eine Funktion wie früher der Postbote – da wird an der Haustür auch mal ein kurzer Schnack gehalten. Diese persönlichen Begegnungen gehören zum schönen Teil der Arbeit.“

Begrüssung durch Uwe Völker, Leiter des Regionalen Geschäftsbereichs Nord, DHL  
Begrüssung durch Uwe Völker, Leiter des Regionalen Geschäftsbereichs Nord, DHL
Im Fahrzeug  
Im Fahrzeug
Auf Zustelltour  
Auf Zustelltour
Auslieferung von Paketen  
Auslieferung von Paketen
DHL Scanner  
DHL Scanner
Übergabe von Paketen  
Übergabe von Paketen
In der Vorweihnachtszeit herrscht ‚Starkverkehr‘ bei den Paketzustelldiensten. Während in der Zustellbasis am Weidendamm in Hannover normalerweise pro Tag 8.000 Pakete sortiert, bearbeitet und verteilt werden, sind es rund um Weihnachten rund 12.000. Paketboten müssen Einzelsendungen von bis zu 31,5 Kilo ausliefern.

DHL zahlt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Tariflöhne, fast alle sind direkt beim Unternehmen angestellt und sozialversichert. Andere Paketunternehmen arbeiten fast ausschließlich mit Subunternehmern. Um die bei diesen Subunternehmen auftretenden Fälle von Ausbeutung und Lohndumping in Zukunft zu verhindern, hat der Bund unlängst auf Initiative Niedersachsens die sog. Nachunternehmerhaftung eingeführt. In Zukunft wird intensiver überprüft, ob überall für Paketboten Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden. Indirekt hat man damit eine bessere Kontrolle über die Lohn- und Arbeitsbedingungen. Auch hier sind Umgehungen über Beauftragungen im Ausland möglich. „Der nächste Schritt“, so Weil, „muss meines Erachtens ein branchenspezifischer Mindestlohn sein.“

DHL Zustellbasis in Hannover Bildrechte: Niedersächsische Staatskanzlei / Pressestelle Stefanie Kleine
DHL Zustellbasis in Hannover
Betrieb in der Zustellbasis kurz vor Start der Auslieferung Bildrechte: Niedersächsische Staatskanzlei / Pressestelle Stefanie Kleine
Betrieb in der Zustellbasis kurz vor Start der Zustellung

Weil weiter: „Besonders interessant fand ich das Projekt ‚Urbane Logistik‘. Darin haben sich DHL, die Stadt Hannover, Leibnitz Universität und TU Braunschweig, VWN, die Enercity AG und das Land Niedersachsen zusammengetan, um CO2 zu reduzieren. Gemeinsam wird darüber nachgedacht und berechnet, wie Verkehrsströme besser koordiniert und organisiert werden können, um Straßenverkehr generell und das Parken in zweiter Reihe im Besonderen zu reduzieren.“


In der DHL-Niederlassung Hannover sind rund 600 elektrobetriebene Zustellfahrzeuge unterwegs. Mit 100 % Ökostrom werden Paketsendungen ausgefahren. In Hannover Linden werden im Rahmen des Projektes Urbane Logistik zusätzlich Lastenräder eingesetzt, sog. Trikes, mit denen Briefe und kleine Pakete verteilt werden. In dem eng bebauten Linden gibt es auch nur für Elektrofahrzeuge reservierte Halte- und Ladebuchten, von denen aus zu Fuß mit der Sackkarre Pakete ausgetragen werden.

Umweltfreundlich mit Elektroantrieb unterwegs Bildrechte: Niedersächsische Staatskanzlei / Pressestelle Stefanie Kleine
Umweltfreundlich mit Elektroantrieb unterwegs
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln