Erfolgsgeschichte „Soziale Innovation“ geht weiter: Regionalentwicklungsministerin Walter verkündet Start der sechsten Förderrunde
Ab sofort können neue Projektideen zur Förderung durch Niedersachsens erfolgreiches Programm „Soziale Innovation“ eingereicht werden. Das gab Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter beim heutigen Fachforum mit den Richtlinienpartnern Dr. Ernesto Harder (Deutscher Gewerkschaftsbund Niedersachsen), Christoph Meinecke (Unternehmerverbände Niedersachen) und Rifat Fersahoglu-Weber (Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege) bekannt. Während die fünfte Förderrunde den Fokus auf Projekte zu „KI und Robotik“ legt, ist die sechste thematisch offen: Willkommen sind innovative Vorschläge, die mit kreativen Ideen die Daseinsvorsorge stärken und Antworten auf die Herausforderungen einer Arbeitswelt im Wandel geben.
„Heute schlagen wir ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte „Soziale Innovation“ auf: Seit 2015 bringen wir kluge Ideen auf den Weg, die aus den Bedürfnissen der Menschen in den Regionen entstehen und genau dort ihre innovative Wirkung entfalten. Gemeinsam mit unseren Sozialpartnern und den drei Stellen für Soziale Innovation bei DGB, Unternehmerverbänden und der Wohlfahrtspflege stärken wir Innovation und Zusammenhalt, fördern wirtschaftliche Stärke, Teilhabe und gleichwertige Lebensverhältnisse. Aus Niedersachsen und für Niedersachsen gestalten wir mit europäischen Fördermitteln Zukunft vor Ort“, sagte Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter.
„Soziale Innovationen sind ein entscheidender Schlüssel, damit die Beschäftigten im technologischen Wandel mitgenommen werden. Als Gewerkschaften bringen wir die Perspektive der Beschäftigten in die Projekte ein: von Guter Arbeit und Mitbestimmung über Qualifizierung bis zum Gesundheitsschutz. Die Richtlinie Soziale Innovation mit den drei Projektstellen sind dafür das Herzstück, denn sie machen aus guten Ideen konkrete Verbesserungen im Arbeitsalltag und tragen erfolgreiche Modelle in die Fläche“, sagte Dr. Ernesto Harder, Vorsitzender Deutscher Gewerkschaftsbund Niedersachsen.
„Soziale Innovation ist ein Schlüssel zur Bewältigung der Transformation in der Wirtschaft und der Daseinsvorsorge – und Social Entrepreneure sowie engagierte und innovative Projektträger sind ihre Treiber. Sie stärken die Region, schaffen Zukunft vor Ort und unterstützen die wirtschaftliche Entwicklung. Mit der Richtlinie und den drei sozialpartnerschaftlichen Stellen für soziale Innovation zeigt Niedersachsen bundesweit, wie konsequente Förderung aussieht“, sagte Christoph Meinecke, stellvertretender Hauptgeschäftsführer Unternehmerverbände Niedersachen.
„Soziale Innovation entsteht dort, wo wir den Mut haben, eingefahrene Strukturen zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Gerade in Zeiten knapper Kassen dürfen wir nicht nur verwalten, sondern müssen gestalten. Mit unserer Stelle für soziale Innovation schaffen wir Raum für praxisnahe Ideen, die Menschen konkret helfen und erfolgreiche Ansätze in die Breite tragen“, sagte Rifat Fersahoglu-Weber, stellvertretender Vorsitzender Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege.
Hintergrund
Gleichwertige Lebensverhältnisse unabhängig von der Postleitzahl – das ist das Ziel nieder-sächsischer Regionalentwicklung. Mit der Richtlinie „Soziale Innovation“ fördert die Landesregierung daher seit 2015 neue und übertragbare Lösungsansätze für die Herausforderungen unserer Zeit in den Handlungsfeldern „Arbeitswelt im Wandel“ und „Soziale Daseinsfürsorge“. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF+).
In der abgeschlossenen Förderperiode 2014-2020 wurden 145 Ideen eingereicht und 52 Projekte mit rund 12,4 Millionen Euro gefördert. In der aktuellen EU-Förderperiode 2021-2027 waren ursprünglich insgesamt 18,6 Millionen Euro aus ESF+-Mitteln für die Förderung von Projekten aus der Richtlinie Soziale Innovation vorgesehen. Als Reaktion auf den großen Bedarf und das enorme Interesse an der Förderung konnte der Betrag auf aktuell 21,7 Millionen Euro erhöht werden. Nach nunmehr vier Förderaufrufen wurden bisher insgesamt 35 sozial-innovative Projekte aus 166 Ideenbekundungen nach Durchlaufen des zweistufigen Antragsverfahrens ausgewählt. Bewilligende Stelle ist die NBank, die damit in der laufenden Förderperiode bereits Mittel in Höhe von insgesamt 16,8 Millionen durch Zuwendungsbescheide gebunden hat. Aktuell läuft seit Dezember bis zum 06.03.2026 der 5. Förderaufruf für Projektideen mit dem Fokusthema: „KI und Robotik. Dynamo für Soziale Innovation zur Arbeitswelt im Wandel und Daseinsvorsorge“.
Um Interessenten und Antragsstellende (Kommunen, gemeinnützige Organisationen, und soziale Einrichtungen) im Förderprozess bestmöglich zu unterstützen, kofinanzieren die Sozialpartner Deutscher Gewerkschaftsbund Niedersachsen, Unternehmerverbände Niedersachsen und die Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege Niedersachsen die Stellen für Soziale Innovation. Mit ihrer Hilfe bei der Entwicklung und Begleitung sozial-innovativer Projekte leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Richtlinie.
Sozial-innovative Projektideen zur 6. Förderrunde können ab sofort bei der NBank als Bewilligungsstelle bis zum 22.05.2026 eingereicht werden.
Artikel-Informationen
erstellt am:
16.02.2026
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