Gemeinschaft, Kultur und Nachhaltigkeit – Niedersachsen investiert über zwei Millionen Euro in Zukunftsräume-Projekte im Amtsbezirk Weser-Ems
Städte und Gemeinden aus dem Amtsbezirk Weser-Ems haben am (heutigen) Freitag Förderbescheide aus dem Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ erhalten. Bei einem gemeinsamen Termin im Rathaus Quakenbrück überreichte Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter die Bewilligungen in Höhe von über zwei Millionen Euro aus Landesmitteln, die nun Investitionen von mehr als vier Millionen für Gemeinschaft, Kultur und Nachhaltigkeit möglich machen.
„Mit dem Programm ‚Zukunftsräume Niedersachsen‘ unterstützen wir gezielt Projekte, die das Leben in unseren ländlichen Regionen nachhaltig stärken. Die neunte und bisher erfolgreichste Förderrunde zeigt, wie vielfältig und zukunftsweisend die Ideen in unseren Städten und Gemeinden sind – allein im Amtsbezirk Weser-Ems sind es insgesamt zehn Projekte mit einem Gesamtvolumen von über vier Millionen Euro. Niedersachsenweit kommen wir auf 40 neue Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 15 Millionen Euro. Seite an Seite mit den engagierten Akteurinnen und Akteuren vor Ort gestalten wir so ein lebens- und liebenswertes Niedersachsen“, sagte die Ministerin.
Das sind die geförderten Projekte im Amtsbezirk Weser-Ems:
Stadt Aurich: Attraktivierung der Auricher Innenstadt
Unter dem Motto „Aurich x 21 – Orte, Menschen & Geschichten“ sollen Wimmelbilder der 21 Ortsteile mit lokaltypischen und heimatbezogenen Elementen entstehen. Die Kunst im öffentlichen Raum soll die Innenstadt Aurichs lebendiger und attraktiver machen, neue Orte und Anlässe zur Begegnung schaffen, Kreativität fördern und das Gemeinschaftsgefühl zwischen Stadt- und Dorfbewohnern stärken. Ergänzend entsteht ein Tastmodell-Stadtplan aus Bronzeguss, der die Teilhabe von sehbeeinträchtigten Menschen fördert (Gesamtkosten: 163.600 Euro, Förderung: 98.160 Euro).
Gemeinde Bad Zwischenahn: Attraktivierung und Belebung der Bahnhofstraße unter Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsaspekten
Mit frischen Ideen soll die Bahnhofsstraße in Bad Zwischenahn wieder zu einem Ort werden, an dem man gern ankommt, flaniert und verweilt: mit begrünten Bereichen, modernen Sitz- und Spielelementen, schattenspendenden Bäumen, Lichtinszenierungen und Trinkbrunnen. So entsteht ein Straßenraum, der klimafreundlich gestaltet ist und neue Impulse für Handel, Gastronomie und Begegnung gibt. Gemeinsam mit der regionalen Baumschulwirtschaft sollen nachhaltige Gestaltungslösungen umgesetzt werden – ein starkes Signal auf dem Weg zur geplanten Bewerbung als Ausrichtungsort der Landesgartenschau 2032 (Gesamtkosten: 500.000 Euro, Förderung: 300.000 Euro).
Gemeinde Essen (Oldenburg): Förderung einer Personalstelle
Es soll eine Personalstelle für zentrales Projektmanagement und Koordinierung des Fördermittelmanagements geschaffen werden. Die Tätigkeit umfasst die Koordination und Bündelung zahlreicher Förderprojekte sowie die Begleitung zentraler Entwicklungs- und Planungsprozesse für eine lebendige Orts- und Dorfentwicklung. Im Mittelpunkt steht die Stärkung des Miteinanders, aktive Bürgerbeteiligung und die Unterstützung Ehrenamtlicher. Zu den Projekten zählen die Dorferneuerung in der Essener Ortsmitte, das Leader-Projekt „Historischer Mühlenplatz“ und kreative Ideen wie das Quartiersprojekt „Pfiffikus“. Ergänzende Aktionen zu Klimaschutz, Nahversorgung, Mobilität und Gemeinschaftsleben sollen den Ort fit für die Zukunft machen (Gesamtkosten: 289.713 Euro, Förderung: 173.827,80 Euro).
Gemeinde Großenkneten: Jugendzentrum Großenkneten
Das bisherige Jugendzentrum in Großenkneten ist baufällig und kann nicht mehr wirtschaftlich saniert werden. Damit Kinder und Jugendliche weiterhin einen zentralen Treffpunkt haben, soll ein markantes Gebäude im Ortskern zu einem modernen, offenen Jugendzentrum umgestaltet werden. Auf rund 230 Quadratmetern entsteht ein vielseitiger Begegnungsort mit Aufenthalts- und Spielbereichen, Tischtennisraum, Musikangeboten und Platz für gemeinsame Aktivitäten. Eine großzügige, integrierte Küche lädt zudem zum gemeinsamen Kochen ein – ein Ort, der Gemeinschaft, Kreativität und Freizeit neu verbindet (Gesamtkosten: 702.152,49 Euro, Förderung: 300.000 Euro).
Gemeinde Herzlake: Generationenpark Herzlake
An der Hase soll ein Mehrgenerationenpark mit Wiesen, Blühflächen, Sitzgruppen, Bewegungsangeboten und Ruhezonen entstehen. Grundlage für die Gestaltung ist ein gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelter Ausbauplan. Der neue Park wird so zu einem zentralen Ort der Begegnung, der Austausch und Bewegung fördert. Aus der Nutzung heraus sollen langfristig neue Formen des Miteinanders und freiwillige Unterstützungsstrukturen wachsen – eine Idee, die aus einem studentischen Wettbewerb hervorgegangen ist (Gesamtkosten: 465.000 Euro, Förderung: 279.000 Euro).
Gemeinde Moormerland: Naherholung Fehntjer Berg
Der „Fehntjer Berg“ in Warsingsfehn soll sich zu einem lebendigen Natur- und Erholungsraum entwickeln, der Menschen aller Generationen zum Begegnen und Verweilen einlädt. Ökologische Aufwertungsmaßnahmen sollen die Artenvielfalt stärken und das Gelände behutsam zu einem naturnahen Freizeitort umgestalten.
Neue Wege, insektenfreundliche Beleuchtung, Spiel- und Fitnessgeräte sowie barrierefreie Aufenthaltsbereiche machen das Areal erlebbar und inklusiv. So entsteht ein grüner Rückzugsort, der Lebensqualität, Gemeinschaft und die Attraktivität des Grundzentrums Warsingsfehn spürbar erhöht (Gesamtkosten: 480.000 Euro, Förderung: 300.000 Euro).
Stadt Nordhorn: Der Wochenmarkt - Ein Herzstück unserer Stadt
Die Nordhorner Wochenmärkte sollen zu Treffpunkten für Einkauf, Begegnung und Kultur werden – mit frischen Ideen für mehr Leben und Anziehungskraft. Handel und Stadtgesellschaft wollen ein ganzheitliches Konzept entwickeln, das die Marktgemeinschaft stärkt, neue Besucherinnen und Besucher mit Themenmärkten, moderne Inszenierungen und kreativen Kampagnen anlockt und durch Sitzecken, mobiles Grün sowie klimafreundliche Gestaltung zum Verweilen einlädt – für Orte, an denen Handel blüht und Nachbarschaft entsteht (Gesamtkosten: 180.000 Euro, Förderung: 108.000 Euro).
Stadt Quakenbrück: ZukunftsPlatz Quakenbrück
Der Marktplatz in Quakenbrück soll zu einem multifunktionalen Ort für Wochenmarkt, Kultur und Bewegung für alle Generationen werden – barrierefrei, inklusiv und voller Leben. Spiel- und Wasserelemente, gemütliche Sitzecken, blühende Grünflächen, schattige Ruhezonen sowie smarte interaktive Highlights sollen zum Verweilen, Spielen und Feiern einladen. So wird das Herz der Innenstadt belebt und zukunftsfähig gestaltet (Gesamtkosten: 830.000 Euro, Förderung: 300.000 Euro).
Stadt Schortens: Umgestaltung urbanes Areal Schortens
Der zentrale City-Parkplatz soll zu einem grünen, barrierefreien und vielseitig nutzbaren Begegnungsraum umgestaltet werden. Seine Funktion soll erhalten bleiben, gleichzeitig aber auch Raum für Wochenmarkt, Veranstaltungen, Kultur, Begegnung und Erholung bieten und so soziale Leben in der Innenstadt stärken. Durch mehr Grünflächen, entsiegelte Bereiche und ein modernes Regenwassermanagement wird der Platz zugleich klimafreundlicher und attraktiver. Neue Sitzgelegenheiten, Trinkbrunnen, Fahrradstellplätze, E‑Ladestationen sowie digitale Infotafeln sorgen dafür, dass der Platz für alle Generationen gut erreichbar, komfortabel und lebendig wird (Gesamtkosten: 370.048,35 Euro, Förderung: 300.000 Euro).
Hinweis: Dieser Bewilligungsbescheid wurde bereits von Ministerpräsident Olaf Lies am 11. Januar 2026 auf dem Neujahrsempfang der Stadt Schortens übergeben.
Stadt Esens: Barrierefreie und klimafreundliche Neugestaltung des Kirchplatzes
Der Kirchplatz in Esens soll zu einem barrierefreien, klimaangepassten Begegnungs- und Marktort umgestaltet werden, der das soziale Leben im Herzen der Stadt stärkt. Stufenlose Zugänge, kontrastreiche Pflasterung und neue Übergänge sorgen künftig für sichere und inklusive Wege für alle Generationen. Durch Baumpflanzungen, Verschattung und energieeffiziente Beleuchtung entsteht ein angenehmes Klima und ein einladender Aufenthaltsort.
Historische Elemente bleiben erhalten, sodass der Kirchplatz auch künftig als lebendiger, identitätsstiftender Mittelpunkt für Märkte, Kultur und Gemeinschaft bestehen bleibt (Gesamtkosten: 421.633,30 Euro, Förderung: 144.979,98 Euro).
Hinweis: Der offizielle Bewilligungsbescheid für Esens wird voraussichtlich an einem anderen Termin überreicht.
Hintergrund:
Das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ unterstützt niedersächsische Klein- und Mittelstädte sowie Gemeinden und Samtgemeinden mit zentralen Orten in ländlichen Räumen. Diese Zentren übernehmen wichtige Funktionen für ihr Umland – etwa bei der medizinischen Versorgung, dem Einzelhandel oder auch der Kultur. Sie sind wesentliche Motoren der regionalen Entwicklung. Das Programm fördert stadtregionale Kooperationen und Projekte, die zentrale Orte in ländlichen Regionen stärken und deren Entwicklung vorantreiben.
Weitere Informationen zum Programm und zu den Konferenzergebnissen finden Sie unter:
www.zukunftsraeume-niedersachsen.de
sowie
https://www.arlwe.niedersachsen.de/startseite/foerderung_amp_projekte/zukunftsraume/zentrale-orte-in-landlichen-raumen-starken-179884.html
Artikel-Informationen
erstellt am:
13.03.2026
Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung
Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946

