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Ministerpräsident Stephan Weil: Durchbruch für Offshore

Nach langen und intensiven Verhandlungen ist es am (heutigen) Donnerstag in Berlin endlich gelungen, der Offshore-Windenergie in Deutschland eine gute und sichere Entwicklungsperspektive zu geben. Das teilte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil in Berlin mit. Das für einen schnellen weiteren Ausbau der Offshore-Anlagen in der Nordsee unerlässliche so genannte Stauchungsmodell soll bis 2019 verlängert werden. Damit können weitere Offshore-Anlagen geplant und finanziert werden, der Verlust tausender Arbeitsplätze in Norddeutschland wird verhindert, zusätzliche Arbeitsplätze können geschaffen werden und die überaus verlässlich Strom produzierenden Offshore-Windparks werden als feste Säule der Energiewende etabliert.

Das „Stauchungsmodell“ sieht für einen Zeitraum von acht Jahren eine Anfangsvergütung von 19 Cent pro Kilowattstunde (statt sonst 15 Cent) vor. So kann ein Teil der Fördervergütung zeitlich vorgezogen und die Projektrendite erhöht werden. Das drohende Auslaufen dieses Stauchungsmodells zum Jahr 2017 hatte aufgrund der danach unsicheren Renditeerwartungen zu einem Einbruch in der Planung der bislang noch sehr kostenintensiven Windenergieanlagen auf See geführt. Jetzt wird bis 2019 Finanzierungs- und damit Planungssicherheit für Investoren und Windenergieunternehmen geschaffen.

Für viele tausend zukunftsfähige Arbeitsplätze an der Küste kann jetzt eine langfristige ökonomische Perspektive geschaffen werden, so Weil in Berlin.

In Niedersachsen und Bremen gibt es derzeit noch rund 3500 Arbeitsplätze in der Offshore-Industrie, in ganz Norddeutschland sind rund 5000 Menschen in dieser Branche beschäftigt. Viele Arbeitsplätze sind aufgrund der derzeit vorhandenen Planungsunsicherheit bereits verloren gegangen. Nun kann die Branche neue Investitionen planen, der Bau neuer Anlagen kann vorbereitet werden, die in den Windenergieunternehmen und den Zulieferbetrieben tätigen Menschen haben wieder eine gute berufliche Zukunft.

Mit den jetzt möglichen weiteren Optimierungen beim Bau neuer Anlagen und der damit zu erwartenden sogenannten Lernkurve können die Kosten mittelfristig gesenkt und Offshore-Energie günstiger werden, sagte Ministerpräsident Weil. Die Offshore-Windenergie werde die Energiewende in Deutschland stabilisieren und andere Länder veranlassen, nachzuziehen.
Presseinformationen

Artikel-Informationen

erstellt am:
21.11.2013

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

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30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
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