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Neue Technologien für umweltfreundliche Mobilität – Ministerpräsident Weil und Wissenschaftsministerin Heinen-Kljajić besuchen Forschungszentren in Braunschweig

Der Bund und das Land haben die Region Braunschweig-Wolfsburg in den vergangenen Jahren mit 86 Millionen Euro zum Spitzenstandort für den Forschungsbereich Mobilität ausgebaut. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung umweltfreundlicher, geräuscharmer und energiesparender Fahrzeuge und Flugzeuge. Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil und die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić diskutierten am (heutigen) Mittwoch bei einem Besuch des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF) und des Niedersächsischen Forschungszentrums für Luftfahrt (NFL) mit Vertretern der Forschungszentren und der TU Braunschweig künftige Herausforderungen für Mobilität auf der Straße und in der Luft.

NFF und NFL betreiben an den Standorten MobileLifeCampus in Wolfsburg sowie am Forschungsflughafen Braunschweig Mobilitätsforschung von internationalem Rang. Beide Einrichtungen arbeiten mit außeruniversitären Partnern wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Fraunhofer-Gesellschaft und verschiedenen Unternehmen zusammen. Zuletzt hatte sich das NFF im Forschungscampus-Wettbewerb des Bundes mit seinem Leichtbauprojekt „Open Hybrid Lab Factory“ durchsetzen können.

„Die Forschungszentren tragen entscheidend zur Innovations- und Zukunftsfähigkeit des Standortes Niedersachsen und zur Lösung der großen Herausforderungen im Bereich Mobilität bei“, sagt Ministerpräsident Weil. Nur mit erheblich leichteren Fahrzeugen und leiseren, emissionsärmeren Flugzeugen könnten die ehrgeizigen CO²-Reduktionen bis zum Jahr 2050 erreicht werden.

Das NFF arbeitet mit Unternehmen, darunter auch vielen mittelständischen Firmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie der Fraunhofer Gesellschaft zusammen. Auf die Frage nach einer zukunftsfähigen Mobilität hätten die Forscherinnen und Forscher mit der spannenden Vision eines Autos für die Stadt der Zukunft reagiert, ergänzt Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić. „Das Faszinierende an der Arbeit des NFF ist sein interdisziplinärer, ganzheitlicher Ansatz“, sagt die Ministerin. Seine innovativen Konzepte wie das intelligente und das emissionsarme Fahrzeug sowie seine Nutzungsmodelle seien auf die neuen Mobilitätsbedürfnisse in den Ballungsräumen der Welt zugeschnitten.

Eine effizientere Flugzeugtechnik zum Schutz der Umwelt steht im Mittelpunkt der Arbeit des Niedersächsischen Forschungszentrums für Luftfahrt. Zukunftsvision der Forscherinnen und Forscher ist das umweltfreundliche Flugzeug, das so leise und spritsparend fliegt und so kurze Startbahnen benötigt, dass es auch künftig in dichtbesiedelten Gebieten starten und landen kann. Forschungen rund um die Physik des Auftriebs sowie neue Konstruktionen von Triebwerken und Klappen gehören zu den Aufgabenfeldern der Wissenschaftler der TU Braunschweig und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

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Hintergrund:

Das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) hat aktuell 19 Mitglieder. Neben der Technischen Universität Braunschweig sind die Leibniz Universität Hannover, die Technische Universität Clausthal und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt beteiligt. Diese Kompetenzen werden unter dem Dach der Niedersächsischen Technischen Hochschule NTH fachbezogen zusammen geführt. Hauptstandort des NFF, das bislang auf dem MobileLifeCampus in Wolfsburg angesiedelt ist, wird ein Neubau am Forschungsflughafen Braunschweig sein. Auf rund 7500 Quadratmetern sollen dort zehn Institute aus fünf Fakultäten der TU Braunschweig konzentriert werden. Die Gesamtkosten, die Bund und Land sich teilen, belaufen sich voraussichtlich auf rund 49 Millionen Euro. Zusammen mit der OpenHybrid LabFactory und dem Fraunhofer-Projektzentrum Wolfsburg entsteht ein deutschlandweit einmaliger Kompetenzstandort der Fahrzeug- und Verkehrstechnik.

Das Niedersächsische Zentrum für Luftfahrt (NFL) hat aktuell 18 Mitglieder. Dazu gehören zehn Institute der Luft- und Raumfahrttechnik der TU Braunschweig, sechs luftfahrttechnische Institute des DLR sowie jeweils ein Institut der Leibniz Universität Hannover und des Fraunhofer Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik. Standort des NFL-Forschungsbaus ist der Braunschweiger Forschungsflughafen.

Presseinformationen

Artikel-Informationen

erstellt am:
24.09.2014

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
Fax: 0511/120-6833

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