Transformation gemeinsam gestalten: Dialogforum Strukturwandel Wilhelmshaven-Friesland zeigt Erfolge und Chancen der Region
Die Region Wilhelmshaven-Friesland gestaltet den wirtschaftlichen und sozialen Wandel – aus eigener Kraft und mit Unterstützung von Bund und Land. Am (gestrigen) Dienstagabend diskutierte Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter beim Dialogforum Strukturwandel Wilhelmshaven-Friesland 2026 mit rund 60 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden über bisherige Erfolge und zukünftige Ziele. Die Ministerin hatte gute Nachrichten im Gepäck: Am Wochenende hat die Gemeinde Schortens eine 13 Millionen Euro-Förderung aus den Kohlestrukturmitteln erhalten, mit der das Bürgerhaus der Stadt zu einem modernen Kultur- und Veranstaltungszentrum ausgebaut werden soll. Und bereits kurz vor Weihnachten konnte sich das Unternehmen acs Coating Systems GmbH über eine Förderung in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro für die innovative Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten – ebenfalls aus den Kohlestrukturmitteln – freuen. Gemeinsam mit Landrat Sven Ambrosy, Oberbürgermeister Carsten Feist und dem Landesbeauftragten für Weser-Ems Nikolaus Jansen tauschte sich die Ministerin zu der vom Regionalmanagement Wilhelmshaven-Friesland entwickelten Strategie „Grüne Region am Meer“ aus. Diese Strategie dient als Leitplanke für die wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Entwicklung der Region bis zum Jahr 2030. Die Ergebnisse des Dialogforums fließen in den weiteren Strategieprozess und die Verwendung der Kohlestrukturmittel ein.
„Die Entwicklung zu einem europäischen Net-Zero-Valley Niedersachsens und die Förderung von Projekten wie dem Umbau des Bürgerhauses Schortens zu einem modernen Kultur- und Begegnungszentrum oder der neuen energieeffizienten Produktionslinie zur Herstellung von Bauteilen für Batterien und Windturbinen in der acs Coating Systems GmbH zeigen: Strukturwandel gelingt, wenn Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eng zusammenarbeiten. Durch gezielte Investitionen und dem Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern schaffen wir hier eine nachhaltige Zukunft für die Region“, sagte Europa- und Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter.
„Der regionale Prozess von Wilhelmshaven und Friesland gemeinsam mit dem Land ist wichtig. Vertrauen und Zuversicht sind das Gebot der Stunde: Vertrauen in die Stärke unserer Region, dass wir die notwendigen Änderungen schaffen und Zuversicht, dass durch die zusätzliche Wertschöpfung die Bürgerinnen und Bürger davon profitieren.
Die Idee des NetZeroValley ist gut, um Vorteile für unsere Region zu erreichen. Noch besser wäre es, wenn die niedersächsische Küste eine echte Sonderwirtschaftszone werden würde“, so Frieslands Landrat Sven Ambrosy.
„Die Transformation zur Wasserstoffregion ist die größte wirtschaftliche Chance für unsere Region seit Jahrzehnten. Sie sichert nicht nur Jobs – sie schafft eine Zukunft für unsere Kinder, die hierbleiben wollen. Trotz einer sehr angespannten Finanzlage konnten wir im Jahr 2025 etliche Verbesserungen in Wilhelmshaven realisieren, zum Beispiel durch hohe Investitionen in Infrastruktur und Sicherheit. Weiter steigende Gewerbesteuereinnahmen und der Kohlestrukturfonds eröffnen uns weitere Möglichkeiten, auch in den kommenden Jahren wichtige Projekte in der Stadt mit Strahlwirkung in den Landkreis Friesland umzusetzen. Diese Projekte haben oft einen langen Vorlauf und hier werden wir ansetzen, um schneller und noch konsequenter die ‚richtigen‘ Projekte zu identifizieren. Bei der Priorisierung hilft uns die Regionalstrategie ‚Grüne Region am Meer‘. Der Blick in die Zukunft ist und bleibt optimistisch“, sagte Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist.
Hintergrund
Mit dem Dialogforum Strukturwandel Wilhelmshaven-Friesland 2026 bieten das Land Niedersachsen und das Regionalmanagement Wilhelmshaven-Friesland regionalen Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden eine Plattform für Information, Austausch und aktive Mitarbeit.
Die Steinkohle-Region Wilhelmshaven erhält vom Bund bis zum Jahr 2038 Hilfen in Höhe von insgesamt 157 Millionen Euro, um den Strukturwandel durch den Kohleausstieg zu bewältigen. Mit dem Geld können Projekte mit bis zu 90 Prozent gefördert werden. Die Federführung für die Umsetzung liegt im Zuständigkeitsbereich der Niedersächsischen Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung Melanie Walter
Artikel-Informationen
erstellt am:
14.01.2026
Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung
Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946

