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Wirkung durch Wissen – Niedersachsen baut kommunale Fördermittelberatung zur Projektagentur aus

Die Fördermittelberatung für kleine und mittlere Kommunen in Niedersachsen wird neu ausgerichtet: Aus der bisherigen Projektmanufaktur des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) entsteht eine „Projektagentur“, die Beratung künftig eng mit der systematischen Auswertung kommunaler Praxiserfahrungen verbindet. Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter übergab am Freitag einen Förderbescheid über 150.000 Euro an den NSGB.

150 Kommunen haben in den vergangenen Jahren die Projektmanufaktur genutzt – ein deutliches Signal für den hohen Bedarf. Die Rückmeldungen zeigen zugleich, an welchen Stellen Förderprogramme besonders stark nachgefragt werden, wo sich Hürden auftun und wie sich Verfahren vereinfachen ließen.

„Unsere Kommunen leisten tagtäglich enorm viel – doch der Weg zu Fördermitteln ist häufig zu komplex und zu zeitaufwendig“, sagte Ministerin Walter. „Mit der neuen Projektagentur ziehen wir Konsequenzen aus den Erfahrungen vor Ort: Wir bündeln Wissen, machen Hindernisse sichtbar und entwickeln konkrete Vereinfachungen. Damit stärken wir die kommunale Handlungsfähigkeit und sorgen dafür, dass Fördermittel schneller und gezielter dort ankommen, wo sie gebraucht werden – in den Städten und Gemeinden Niedersachsens.“

Auch der NSGB begrüßt die Weiterentwicklung. Präsident Dr. Marco Trips betonte: „Viele Städte und Gemeinden erleben, dass Förderverfahren immer komplexer und aufwendiger werden. Mit der Transformation der Projektmanufaktur in die Projektagentur gehen wir daher einen konsequenten Schritt weiter: Wir wollen das vorhandene Wissen und die gewachsene Vernetzung gezielt nutzen und zugleich noch stärker dazu beitragen, Förderprozesse transparenter und einfacher zu gestalten. Für die Förderung dieses wichtigen Vorhabens bedanken wir uns ausdrücklich. Unser Ziel ist klar: Fördermittel müssen dort ankommen, wo sie gebraucht werden – schnell, verständlich und praxisnah“, sagte Dr. Marco Trips, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes.

Hintergrund:

Die „Projektmanufaktur Leine-Weser für Kommunen“ wurde 2022 als Modellvorhaben der Regionalentwicklung eingerichtet und zunächst drei Jahre aus Landesmitteln gefördert. Die an den NSGB angegliederte Projektmanufaktur dient kleineren und mittleren Kommunen bis zu 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern als Anlauf‑, Erstberatungs- und Orientierungsstelle in Förderfragen. 2025 wurde das Angebot auf ganz Niedersachsen ausgeweitet, 2026 folgt die Weiterentwicklung zur „Projektagentur“. Neu ist vor allem, dass neben der Beratung auch Daten aus der kommunalen Praxis systematisch ausgewertet werden sollen, um Verbesserungen in Förderverfahren vorzuschlagen. Die Ergebnisse sollen in landesweite Prozesse einfließen – etwa in den „Förderfinder“ oder das Niedersächsische Kommunalfördergesetz (NKomFöG). Die Landesmittel sind bis Ende 2027 vorgesehen.

Das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser (ArL Leine-Weser) hat den Förderantrag geprüft, bewilligt und den Förderbescheid ausgestellt. Als zuständige Beratungs- und Bewilligungsbehörde unterstützt es Kommunen und Projektträger in der Region von der ersten Projektidee bis zur Umsetzung. Durch diese enge Zusammenarbeit fließen wertvolle Praxiserfahrungen durch die Vernetzung mit der Projektagentur gezielt ins Modellvorhaben ein.

Presseinformationen Bildrechte: Stk

Artikel-Informationen

erstellt am:
20.03.2026

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946

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