Delegationsreise nach China - Lies: ”Niedersachsen stärkt Kooperation bei Mobilität, Häfen und Innovation”
China ist ein zentraler Partner Niedersachsens vor allen in den Bereichen Mobilität, Logistik und Wissenschaft. Dies betonte Ministerpräsident Olaf Lies bei seiner knapp einwöchigen Delegationsreise nach China. Es war sein erster Besuch in China in seiner Funktion als niedersächsischer Ministerpräsident.
Die Reise führte nach Shanghai sowie in die niedersächsische Partnerprovinz Anhui mit ihrer Hauptstadt Hefei. Im Mittelpunkt standen Gespräche zur Zukunft der Mobilität und zu Volkswagen China, zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit im Bereich Häfen und Logistik sowie der allgemeine Austausch mit chinesischen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Fokus Mobilität
Ein besonderer Fokus lag auf der Automobilindustrie und den tiefgreifenden Veränderungen im Mobilitätssektor. Ministerpräsident Lies betonte die Bedeutung der in China gewonnenen Erkenntnisse für Niedersachsen: „In China haben wir gesehen, wie schnell Innovationen im Bereich der Mobilität umgesetzt werden können. Volkswagen verfolgt dort erfolgreich die Strategie ‚In China, for China‘, um auch unter dem Motto ‚Support for the world‘ global insgesamt zu profitieren. Innerhalb kürzester Zeit kommen hier Fahrzeuge auf den Markt, die technologisch Weltklasse sind. Sie fahren autonom und verkörpern die nächste Generation von Mobilität. Diese Geschwindigkeit und Innovationskraft bieten wichtige Impulse auch bei uns in Niedersachsen.“
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
Ein weiteres zentrales Thema der Reise war die Zusammenarbeit im Bereich Häfen und Logistik. Die niedersächsischen Häfen – hier lag ein Fokus insbesondere auf dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven und dem Hafen in Brake – spielen eine Schlüsselrolle im internationalen Handel. Lies: „Die Gespräche mit unseren internationalen Partnern haben gezeigt, welches Potenzial in der weiteren Zusammenarbeit liegt. Kooperationen mit großen Hafenbetreibern wie Shanghai Ports, Cosco oder Ningbo-Zhoushan tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Standorte zu stärken. Wilhelmshaven wird mehr und mehr zu einem starken Umschlagplatz in Europa. Dabei müssen wir auch über zukünftige Hafenerweiterungen nachdenken, um die Effizienz zu steigern und Potenziale optimal zu nutzen.“
Wissenschaftsaustausch
Neben wirtschaftlichen Themen stand auch die Vertiefung bestehender Kontakte und des wissenschaftlichen Austauschs im Fokus der Reise. In Hefei traf die Delegation unter anderem Studierende der dortigen Partneruniversität. „Gerade der Austausch zwischen jungen Menschen ist von großer Bedeutung. Es ist wichtig, eigene Eindrücke zu gewinnen und gegenseitiges Verständnis zu fördern“, so Lies.
China als zentraler Partner für Niedersachsen
Zudem wurde mit Vertreterinnen und Vertretern der Volksregierung der Provinz Anhui und von Volkswagen China eine Absichtserklärung zur weiteren Zusammenarbeit der beiden Regionen unterzeichnet: „Unsere Reise hat deutlich gemacht: Eine Politik der Abschottung ist nicht zielführend. Wir brauchen eine ausgewogene China-Strategie mit offenen und fairen Bedingungen für beide Seiten. ‚Made in Germany‘ und ‚Made in China‘ können sich sinnvoll ergänzen, wenn wir die Zusammenarbeit verantwortungsvoll gestalten und gemeinsam neue Märkte erschließen wollen.“
Ministerpräsident Lies zog insgesamt eine positive Bilanz der Reise: „China bleibt ein zentraler Partner für Niedersachsen – gerade bei Zukunftstechnologien und der Bewältigung globaler Herausforderungen. Entscheidend ist, dass wir den Dialog fortsetzen, faire Wettbewerbsbedingungen für beide Seiten sichern und unsere Zusammenarbeit auf eine stabile und nachhaltige Grundlage stellen.“
Artikel-Informationen
erstellt am:
17.04.2026
zuletzt aktualisiert am:
22.04.2026
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