Gut versorgt im Landkreis Cuxhaven: Niedersachsen investiert 1,2 Millionen Euro in das Regionale Versorgungszentrum Schiffdorf
Das Regionale Versorgungszentrum (RVZ) Wurster Nordseeküste in Nordholz wird um eine Zweigstelle erweitert. Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter hat am (heutigen) Dienstag den Förderbescheid in Höhe von 1,2 Millionen Euro für den Aufbau des RVZ Schiffdorf überreicht. In zentraler Lage entsteht dort ein Neubau, der die hausärztliche Versorgung mit mindestens einem zusätzlichen Arztsitz stärkt und wichtige Angebote der Daseinsvorsorge bündelt.
Der Standort überzeugt nicht nur durch seine gute Erreichbarkeit – zu Fuß, mit dem Bus oder dem PKW –, sondern auch durch sein breites Angebot: Unter dem Dach des neuen RVZ soll die örtliche Sozialstation eingebunden und für den Südkreis ein weiterer Anlaufpunkt für die Jugendhilfe geschaffen werden. Zudem sind medizinnahe Dienstleistungen wie Physiotherapie und eine Apotheke vorgesehen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Tagespflege sowie betreutes Wohnen. Telemedizin und der Einsatz von nichtärztlichen Praxisassistentinnen und ‑assistenten (NäPAs), die Hausbesuche übernehmen und delegierbare medizinische Aufgaben wie beispielsweise eine Blutentnahme durchführen können, sparen Wege und verbessern so die Versorgung insbesondere für ältere Bürgerinnen und Bürger.
„Eine verlässliche und wohnortnahe Versorgung sichert Lebensqualität und Zukunft in ländlichen Räumen. Mit den Regionalen Versorgungszentren schaffen wir Strukturen, die medizinische und soziale Angebote bündeln und näher zu den Menschen bringen. Das neue Zentrum in Schiffdorf zeigt: Gemeinsam mit engagierten Partnerinnen und Partnern vor Ort gelingt es uns, Versorgungslücken zu schließen und attraktive Arbeitsbedingungen für Hausärztinnen und Hausärzte zu schaffen – ein wichtiger Baustein für ein starkes und zukunftsfähiges Niedersachsen“, sagte die Ministerin.
Landrat Thorsten Krüger dankt allen Beteiligten für die erfolgreiche Umsetzung: „Die Gesundheitsversorgung gehört zwar zu den freiwilligen, aber für mich zu den zentralen Aufgaben der Kreisverwaltung. Die Menschen im Cuxland müssen sich darauf verlassen können, dass medizinische Versorgung vorhanden ist. Wir danken dem Land Niedersachsen und Ministerin Walter für die Förderung. Mein Dank gilt allen, die sich daran bereits beteiligt und dafür engagiert haben.“
Hintergrund:
Ein Regionales Versorgungszentrum (RVZ) umfasst ein kommunales Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sowie verschiedene Angebote der Daseinsvorsorge. Dazu gehören zum Beispiel Tagespflege und Beratungsangebote, Physiotherapiepraxen, Dienstleistungen rund um Haus und Garten (Handwerker oder Reinigungskräfte) oder auch Cafés als Treffpunkt. Was vor Ort benötigt wird, legen die Kommunen fest.
Mit dem Ende der Modellphase 2025, in der Niedersachsen bereits 13,5 Millionen Euro investiert hat, wurde die Förderung ab 2026 mit 2,5 Millionen Euro jährlich im Landeshaushalt verstetigt. Damit unterstützt das Land Kommunen landesweit bei der Sicherung wohnortnaher Versorgung. Fünf RVZ arbeiten bereits (Wesermarsch, Auetal, Wurster Nordseeküste, Leinebergland, Baddeckenstedt), drei weitere befinden sich im Aufbau (Südheide, Gnarrenburg, Borkum).
Artikel-Informationen
erstellt am:
24.03.2026
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