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905 Millionen Euro bis 2020 für Innovationspolitik in den Regionen - Landesregierung stellt Konzept zu Fachkräftesicherung und Wissenstransfer vor


Die Fachkräftesicherung und der Transfer von Wissen, Kompetenzen und Technologien zwi­schen Wissenschaft und Wirtschaft sind für die niedersächsische Landesregierung zentrale politische Aufgaben. Nach dem am (heutigen) Dienstag beschlossenen Konzept investiert das Land bis 2020 insgesamt 905 Millionen Euro. Damit setzt die Landesregierung alles daran, um dem demografischen Wandel wirkungsvoll zu begeg­nen und den niedersächsischen Unternehmen ein optimales Umfeld im Wettbewerb zu schaffen. Das von Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium gemeinsam entwickelte Kon­zept mit dem Titel „Stärkung der regionalen Entwicklung durch Fachkräftesicherung und Ausbau des Wissenstransfers“ stellten Ministerpräsident Stephan Weil, Wissenschaftsminis­terin Gabriele Heinen-Kljajić und Wirtschaftsminister Olaf Lies als Gesamtschau der niedersächsischen Inno­vationspolitik in Hannover vor.

Ziel des im Rahmen der Kabinettssitzung in Bad Pyrmont beschlossenen Konzeptes sei es, so Ministerpräsident Weil, Fachkräfte hervorragend auszubilden, im Land zu halten und Un­ternehmen mit dem Know-how aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu unterstüt­zen, damit diese effektiver, umweltschonender und kostengünstiger arbeiten könnten.

Die Landesregierung hat dazu bereits zahlreiche Aktivitäten angestoßen, unter anderem die Fachkräfteinitiative, den Demografiebeirat der Landesregierung, die neue Ausrichtung der EFRE-Förderung für die Förderperiode 2014 bis 2020 und das Fachhochschulentwicklungs­programm (FEP), mit dem rund 3400 Studienanfängerplätze verstetigt werden. Aufbauend auf diesen Bausteinen gelte es nun, weitere Initiativen zur Ausbildung akademischer Fach­kräfte zu starten und den Wissenstransfer zu fördern, betonte Wissenschaftsministerin Hei­nen-Kljajić. Hochschulen und Forschungseinrichtungen seien dabei wichtige Impulsgeber für die Regionen. Sie sorgten dafür, dass nicht nur die großen Städte, sondern auch der ländli­che Raum in seiner Entwicklung gestärkt werde.

Neben Forschungsprojekten und -infrastrukturen gelte es auch, direkte Kooperationsprojek­te zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter auszubauen, sagte Wirtschaftsminister Lies. So entstehe in Wolfsburg derzeit ein Zentrum für Forschung und Entwicklung von Leichtbau­teilen für einen effizienten und ökologischen Automobilbau, die sogenannte „Open Hybrid LabFactory“. Aus EU-Mitteln gebe es Förderung für Kooperationsvorhaben von Unterneh­men mit Forschungsinstituten und betriebliche Innovationsprojekte.

Entscheidend für den Wissenstransfer sei darüber hinaus, dass die regionale Vernetzung unterstützt wird. Niedersachsen fördert verstärkt Initiativen, die eine engere Kooperation und Kommunikation zwischen Forschung und Wirtschaft ermöglichen. Dazu gehören beispiels­weise

  • Innovationsnetzwerke, die konkrete Themen vorantreiben und dafür den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft organisierten,

  • die Transferberatung für kleine und mittlere Unternehmen,

  • Praktika fortgeschrittener Studierender in regionalen Unternehmen oder

  • Veranstaltungen, bei denen Wissenschaftseinrichtungen über relevante Themen in­formieren.

Eine frühzeitige und enge Vernetzung verhindere auch, dass Fachkräfte abwanderten. Weitere wichtige Elemente seien die Unterstützung für Gründungen mit Angeboten wie Techno­logie- und Gründerzentren, die Vergabe kleiner Kredite ohne große Sicherheiten und die Moderation bei anstehender Unternehmensnachfolge.

Presseinformationen
Artikel-Informationen

24.03.2015

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
Fax: 0511/120-6833

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