Strukturwandel in Niedersachsen: Region Wilhelmshaven-Friesland stellt sich zukunftsfest auf
Mit gezielten Projekten treibt Niedersachsen gemeinsam mit den Kommunen den Strukturwandel voran. Regionalministerin Melanie Walter hat das Kabinett in der (heutigen) Sitzung über den aktuellen Stand der Maßnahmen informiert, die durch die Kohlestrukturmittel in den kommenden Jahren umgesetzt werden.
Im Mittelpunkt stehen Vorhaben, die neue Perspektiven eröffnen und den Wandel konkret vor Ort erlebbar machen. Der Strukturwandel in Wilhelmshaven‑Friesland vollzieht sich im Zuge des vom Bund beschlossenen Kohleausstiegs bis 2038, der durch Strukturhilfen für betroffene Regionen begleitet wird. Diese Mittel ermöglichen es, Investitionen anzustoßen, die Energiewende voranzubringen und die Lebensqualität nachhaltig zu stärken.
Ein prägendes Beispiel ist die geplante Weiterentwicklung des Bürgerhauses in Schortens zu einem modernen Begegnungs‑ und Veranstaltungszentrum mit regionaler Ausstrahlung. Das Projekt stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schafft einen neuen kulturellen Ankerpunkt für die Region. Ergänzend werden vorbereitende Schritte unternommen, um Abwärme aus der Wasserstoffproduktion perspektivisch für ein kommunales Wärmenetz zu nutzen und damit einen Beitrag zu einer klimafreundlichen Energieversorgung zu leisten.
Als Teil des regionalen Kulturveranstaltungsverbundes „Nordkurve“, dem weitere Veranstaltungsstätten in Wilhelmshaven und Bremen angehören und der durch die gemeinsame Veranstaltungskonzeption auch Künstlerarrangements ermöglicht, wird das Bürgerhaus für die gesamte Region Wilhelmshaven-Friesland zu einem kulturellen Hotspot ausgebaut. Das wäre nicht möglich, wenn die Veranstalter allein agierten. Insgesamt 13 Millionen Euro stehen aus den Kohlestrukturmitteln für dieses Projekt zur Verfügung.
Die Wasserstoffpark Friesland Infrastruktur- und Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG erhält für die Planungen zur Errichtung eines Wärmenetzes, das durch grüne Abwärme einer Elektrolyseanlage gespeist werden soll, Projektmittel aus den Strukturhilfen. Ziel dieser vorbereitenden Maßnahme ist die umfassende Untersuchung der technischen, wirtschaftlichen und strukturellen Machbarkeit, wie die Wärme, die bei der Wasserstoffproduktion entsteht, für das kommunale Wärmenetz genutzt werden kann. Hierfür stehen rund 350.000 Euro zur Verfügung.
Der Strukturwandel in Wilhelmshaven‑Friesland folgt einem ganzheitlichen Ansatz, der wirtschaftliche Entwicklung, Klimaschutz und soziale Belange zusammendenkt. Zentrale Voraussetzung für den Erfolg ist der enge Schulterschluss zwischen Land, Kommunen und regionalen Akteuren, der eine passgenaue Umsetzung der Projekte ermöglicht.
Regionalministerin Melanie Walter: „Der Strukturwandel in Wilhelmshaven und Friesland ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die wir nur im engen Schulterschluss mit den Kommunen und den Menschen vor Ort erfolgreich gestalten können. Wichtig ist dabei, dass die Projekte passgenau auf die Bedürfnisse der Region zugeschnitten sind und langfristige Perspektiven eröffnen. Mit gezielten Investitionen in wirtschaftliche Entwicklung, Klimaschutz und gesellschaftlichen Zusammenhalt machen wir Wilhelmshaven‑Friesland Schritt für Schritt zukunftsfest.“
Hintergrund:
Der Bund hat den Kohleausstieg bis 2038 beschlossen und unterstützt betroffene Regionen mit Strukturhilfen. Bis 2038 stehen für die Region Wilhelmshaven und die angrenzenden Gemeinden im Landkreis Friesland Kohlestrukturhilfen des Bundes in Höhe von bis zu 157 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel sollen den Strukturwandel unterstützen, wirtschaftliches Wachstum fördern und Arbeitsplätze sichern, während der Kohleausstieg voranschreitet. Das Kabinett wird einmal jährlich über den Stand der laufenden sowie die Initiierung neuer Projekte durch die Regionalministerin informiert.
Artikel-Informationen
erstellt am:
21.04.2026
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