Niedersächsische Staatskanzlei klar

Ministerpräsident Weil gratuliert Zukunftspreisträger Sami Haddadin aus Hannover

Ministerpräsident Stephan Weil gratuliert Prof. Dr. Sami Haddadin zur Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 2017. Professor Haddadin von der Leibniz Universität Hannover und seine Mitarbeiter Dr. Simon Haddadin und Sven Parusel (beide Franka Emika GmbH) hatten am Mittwochabend aus der Hand von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin die höchste Forschungsauszeichnung erhalten, die die Bundesrepublik Deutschland zu vergeben hat.

Ministerpräsident Weil: „Professor Sami Haddadin gilt zu Recht als einer der weltweit führenden Wissenschaftler der Robotik. Seine Forschungen im Bereich der intuitiv zu bedienenden Roboter sind Bahn brechend und zeigen Wege auf, wie das Leben von Menschen durch teamfähige und sensitive Roboter erleichtert werden kann. Die breite Anwendungspalette reicht von der klassischen Industrieproduktion über die Telemedizin bis zur Hilfestellung für Menschen mit Behinderungen.

Die Auszeichnung für Professor Haddadin und sein Team belegt darüber hinaus, dass in Niedersachsen Qualitätsforschung mit Weltgeltung nicht nur möglich, sondern zu Hause ist. Gratulation und Kompliment gehen deshalb auch an die Leibniz Universität Hannover.

Der Bundespräsident hat am gestrigen Mittwochabend nicht nur einen herausragenden Forscher ausgezeichnet, sondern auch dem Forschungsland Niedersachsen ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt, auf das wir zu Recht stolz sein können."

Hintergrund:

In jahrelanger Forschungsarbeit haben die Preisträger ein neuartiges Konzept für kostengünstige, flexible und intuitiv bedienbare Roboter entwickelt. Maschinen sollen zu feinfühligen Assistenten des Menschen mit einer breiten Palette neuer Anwendungsmöglichkeiten werden und könnten perspektivisch in der Industrie, aber zum Beispiel auch in der Pflege eingesetzt werden. Die Roboter seien für Jedermann benutzbar und bezahlbar, erläuterte Prof. Dr. Sami Haddadin am Mittwochabend.

Das System der Preisträger zeichnet sich unter anderem durch Sicherheit aus. Bislang waren einer engen Zusammenarbeit von Mensch und Maschine wegen der Verletzungsgefahr in der Regel Grenzen gesetzt. Die neue Generation der Roboter besteht nun aus leichteren Bauteilen, hat einen Tastsinn und imitiert menschliche Bewegungen. Die Automaten lernen, indem sie nachahmen und sich Abläufe merken. Ein erster Roboter nach dem neuen Konzept soll bereits in diesem Sommer an Anwender aus Forschung und Industrie ausgeliefert werden.

Der Zukunftspreis ist eine Auszeichnung des Bundespräsidenten für technologisch besonders innovative Forschungsprojekte, die in die wirtschaftliche Umsetzung gelangen und Arbeitsplätze schaffen. Er ist mit 250.000 Euro dotiert und gilt als einer der bedeutendsten Wissenschaftspreise in Deutschland.

Die Preisträger setzten sich gegen zwei medizinische Projekte durch: Forscher aus Karlsruhe stellten „Helfende Hände"- maßgeschneiderte Hightech-Prothesen insbesondere für Kinder und Jugendliche vor. Eine Gruppe aus Bayern und Österreich war für „Anatomie trifft Kino - Cinematic Rendering" nominiert, eine Technologie, die anschauliche Bilder aus dem Inneren des Körpers liefert.

Presseinformationen
Artikel-Informationen

30.11.2017

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
Fax: 0511/120-6833

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