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Chancengleichheit und Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen – Landesregierung setzt bei der interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung neue Akzente

Das Kabinett hat am (heutigen) Montag den Bericht des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung zur Evaluation der interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung zur Kenntnis genommen und das Konzept zur Weiterentwicklung des Öffnungsprozesses der Landesverwaltung gebilligt.


„Niedersachsens Bevölkerung ist in den vergangenen Jahren deutlich vielfältiger geworden. So hatten im Jahr 2018 22,1 Prozent der Niedersächsinnen und Niedersachsen einen Migrationshintergrund. Auch zukünftig wird sich unsere Gesellschaft durch Zuwanderung weiter verändern“, erklärt Sozialministerin Carola Reimann.


Die Niedersächsische Landesregierung verfolge daher bereits seit einigen Jahren die Strategie der interkulturellen Öffnung, so Reimann. „Wir haben dabei den klaren Anspruch, Chancengleichheit und Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten. Die Leistungsfähigkeit einer modernen Verwaltung zeigt sich auch daran, wie gut sie es schafft, die gesellschaftliche Wirklichkeit abzubilden. Alle Stellen, die öffentliche Verwaltung wahrnehmen oder öffentliche Dienstleistungen erbringen, sind personell wie organisatorisch diesem Anspruch entsprechend auszurichten.“


Das vorgestellte Konzept zeige die damit verbundenen Zielsetzungen auf und bilde die Richtschnur für die Maßnahmengestaltung und den weiteren Öffnungsprozess der Landesregierung in den nächsten Jahren, so die Ministerin.


Die Evaluation der durchgeführten Maßnahmen in den letzten Jahren macht anschaulich, dass bereits deutliche Fortschritte erzielt wurden. So wurden beispielweise die Aktivitäten der Ressorts zur Nachwuchsgewinnung von Personen mit Zuwanderungsgeschichte deutlich ausgebaut. Gezielt wird inzwischen in vielen Landessprachen um zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geworben. In Ausschreibungen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Bewerbungen von Personen mit Zuwanderungsgeschichte begrüßt werden. Einstellungsverfahren werden kulturneutral und somit chancengleich ausgerichtet. Durch gezielte zusätzliche Schulungen konnte zudem erreicht werden, dass insbesondere Beschäftigte mit Personalverantwortung in den Ministerien nahezu vollständig interkulturell fortgebildet sind.


Die Niedersächsische Landesregierung sieht die interkulturelle Öffnung der Einrichtungen des Landes als dynamischen Prozess. Die bewährten Ansätze sollen fortgeführt werden. Gleichzeitig sind neue Impulse erforderlich, um die Landesverwaltung auf die geänderten Anforderungen auszurichten. Insbesondere soll dazu der Fokus mehr als bisher auf die migrationsgesellschaftliche Öffnung in allen Einrichtungen des Landes gelegt werden.

Artikel-Informationen

16.12.2019

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
Fax: 0511/120-6833

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