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Doris Schröder-Köpf zum „Tag des Flüchtlings“ im Rahmen der Interkulturellen Woche: „Beharrungskräfte der demokratischen Gesellschaft stärken“


Im Rahmen der Interkulturellen Woche wird am (heutigen) Freitag der Tag des Flüchtlings unter dem Motto „Menschen & Rechte sind unteilbar“ begangen. Zu diesem Anlass fordert die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, zu einem respektvollen Miteinander aller in Niedersachsen lebenden Menschen auf. Dies umfasse selbstverständlich auch einen menschenwürdigen Umgang mit Schutzsuchenden in unserer Gesellschaft.


Doris Schröder-Köpf: „Jeder Mensch hat das Recht, Rechte zu haben. Heute – am internationalen Tag des Flüchtlings – sollten wir uns Hannah Arendts Worte besonders vor Augen führen. Und auch die Tatsache, dass es auf der Erde mehr als 70 Millionen Menschen gibt, die ihre Heimat verlassen mussten, da sie dort Krieg, Verfolgung oder menschenunwürdigen Lebensumständen ausgesetzt waren. Das oft traumatisierende Schicksal von Flucht und Heimatverlust darf uns niemals kalt lassen. Alarmierende Berichte hören wir auch heute fast täglich. So ist die Zahl derer, die in den großen Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln auf eine sichere Zukunft in Europa hoffen, im Vergleich zu 2018 um 50 Prozent gestiegen.“


Mit Blick auf das Motto des Tages des Flüchtlings „Menschen & Rechte sind unteilbar“ weist Doris Schröder-Köpf erneut mit Nachdruck darauf hin, dass jede schutzsuchende Person das (Menschen-) Recht auf ein faires Asylverfahren habe. „Das wird leider von Teilen der Gesellschaft nicht akzeptiert. In Zeiten eines grassierenden Rechtspopulismus brauchen wir Beharrungskräfte, um unsere demokratische Gemeinschaft vor jenen zu verteidigen, die Heimat als etwas Ausgrenzendes beschreiben und die mit Menschenverachtung und Hetze versuchen, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben“, so die Landesbeauftragte.


Hintergrund:


Die Interkulturelle Woche (IKW) findet 2019 vom 22. bis 29. September statt. Sie steht unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen.“ statt. Die IKW ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 jährlich Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. In mehr als 500 Städten und Gemeinden werden rund 5.000 Veranstaltungen durchgeführt.

Artikel-Informationen

27.09.2019

Ansprechpartner/in:
Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung

Nds. Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Tel: 0511/120-6946
Fax: 0511/120-6833

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